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2 (1840) München, Stuttgart, Nürnberg, Augsburg, Karlsruhe, Prag und Wien : mit einem Anhange: Ausflug nach Italien
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GESCHICHTSMALER.

Heldinnen gemalt, der andere gute Bürgerfrauen. Folz's Gemälde ist rei-zend, voll Leben und Geist; aber man kann, bei Vergleichung beider Bilder,nicht umhin, in Bruckmanns Gemälde eine höhere Auffafsung zu finden.

Dieser Künstler hat auch an den Arbeiten im Schlofse Theil genommen.In dem Schlafzimmer der Königin hat er Galathea und den Cyclopen Po-lyphem, nach der Zeichnung des Professors Hefs, gemalt. Sie erinnertan die Galathea der Farnesina: ich weifs nicht, ob diese Ähnlichkeit demReize, der diese Gestalt beseelt, beizumefsen, oder ob wirklich Nachah-mung im Spiele ist. Es würde leicht sein, zu vergleichen: aber ich willlieber in dieser Ungewissheit bleiben, aus Furcht, eine angenehme Täu-schung zu verlieren.

In demselben Zimmer hat Bruckmann auch andere Gegenstände, aus demTheokrit, gemalt. Drei der Bilder, welche die Bande unter dem Karnieszieren, und die sich auf die Vermählung der Helena mit Menelaus bezie-hen, sind von Bruckmann entworfen und ausgeführt. Die oberen Bilderhat er nach Zeichnungen von Hefs gemalt.

Er gilt bei einigen seiner mit ihm wetteifernden Kunstgenofsen für einen,der weniger Talent hinsichts der Erfindung, als in Betreff des Colorits hat.Ohne behaupten zu wollen, dafs dasjenige, was ich von ihm gesehen habe,einen grofsen Gedankenreichthum und eine sehr lebhafte Darstellung an-kündige, scheinen mir jedoch seine Weiber von Weinsberg auch in derDarstellungsweise viel Lob zu verdienen; und ich kenne ingegni feraci,welche nicht immer so glücklich sind.

Er hat sich auch in der Bildnismalerei versucht, und wie man sagt, mitErfolg'.