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PETER VON CORNELIUS.
Es mufs bemerkt werden, dafs die Gestalt Neoptolems in dem Wand-gemälde der Glyptothek nicht völlig ebenso erscheint, wie hier im Holz-schnitte, und dafs dieser nach dem Carton gemacht ist; auch mufs ich be-kennen, dafs die Gebärde Neoptolems auf dem Gemälde mir nicht so über-spannt vorkömmt, wie man sie hier sieht: aber die Verirrungen dienenebenso sehr dazu, die Eigenschaften eines Künstlers zu bezeichnen, alsseine besten Werke, und ich habe um so weniger angestanden, mich hierdieser Figur zu bemächtigen, als es nicht leicht ist, die Charakteristik die-ses grofsen Malers auch durch schwache Werke oder Verirrungen zu ver-vollständigen, weil sie selten sind, und weil man es kaum wagt, einen un-günstigen Eindruck zu bekennen, wenn es Cornelius als Künstler betrifft.
Nichts desto weniger hat der Anblick des Priamus mir keinen günstigenEindruck gemacht, wie er so dasitzt und sein Leib von seiner eigenen Lasterdrückt wird. Ich glaube, in der Zeichnung sind die Mängel dieser Ge-stalt zu suchen (wenn Mängel darin sind), denn der Gedanke ist schön.
PRIAMTJS.
Geschnitten von Lacoste in Paris.
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