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2 (1840) München, Stuttgart, Nürnberg, Augsburg, Karlsruhe, Prag und Wien : mit einem Anhange: Ausflug nach Italien
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MÜNCHEN.

der herzlichen Liebe und Erkenntlichkeit ihrer Bewohner ist, weil ich esals eine Wirkung des Aufschwunges betrachte, welche die Künste durchden König Ludwig empfangen haben; überdies hat der König sehr grofsenAntheil an den Entwürfen, nach welchen es ausgeführt ist.Die Inschrift am Untersatze besagt:

L. Klenze archit. iuvenil.

C. Rauch fecit. J. B. Stieglmair fudit.

Diese Inschrift hat um so gröfsere Verwunderung erregt, als die Ver-kürzung darin sie auch misverstehen liefs. Es mufs erwähnt werden, dafsKlenze von dem Könige beauftragt war, dieses Werk zu bestellen, unddie Ausführung desselben zu leiten, und dafs vor dem Anfangen des Mo-dells Rauch sich mit Klenze über die Gestalt des Fufsgestelles und überdie Maafse verständigte. Der Letzte hat in der Folge selbst eine Zeich-nung des baulichen Theils entworfen, welche Rauch bei seinem Modellegebraucht hat: aber alles, was an dem Denkmale der Bildnerei angehört,die Bildsäule des Königs, die übrigen Figuren, die Löwen, die erhobenenBildwerke und Zieraten, womit das ganze Fufsgestell bedeckt ist, sind vonRauch erfunden und modelliert; somit glaube ich denn nicht, dafs man,nach dem mit solchen Inschriften gewöhnlich verknüpften Sinne, etwas an-deres auf dieses Werk hätte setzen dürfen, als: auctore Rauch, oder auchRauch fecit; und keinesweges hätte man bei dieser Inschrift auch denAntheil des Baumeisters und des Giefsers an der Ausführung einmischensollen; denn dieser Antheil, wie löblich und wichtig er auch sein mag,ist von einer ganz andern Beschaffenheit. Meinetwegen hätte man die-sen Antheil an einer andern Stelle des Denkmals, und auf eine deutlichereWeise, verewigen mögen; denn die Buchstaben Klenze archit. invenit kön-nen gelesen werden: Klenze archüecton invenit, während ihr anerkannterSinn doch ist: Klenze architecturam invenit, was vollkommen richtig ist.