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MÜNCHEN.
S77EITES STOCKWERK.
Die Zimmer dieses Geschofses sind mit Malereien von Hiltensperger undAnscliütz geziert.
Die erhobenen Bildwerke in Gyps, darstellend die Fabel von den Aphro-diten, hat Schwanthaler gearbeitet.
ERDGESCHOSS.
Die fünf grofsen Räume der ganzen linken Seite des Gebäudes sind denNibelungen gewidmet, diesem grofsen volksthümlichen Heldengedichte derDeutschen, welches die berühmtesten Thaten der alten Germanischen Hel-den enthält, und mit dem zwölften und dreizehnten Jahrhundert in voll-endeter Gestalt hervortritt *.
Die Wahl und Ausführung der Gegenstände machen dieses grofse Werkzu einem Denkmale des vaterländischen Ruhmes.
Der erste Saal ist gewissermafsen die Ankündigung des Gedichts. Imzweiten, dem Hochzeitssaale, sind die Hauptbegebenheiten aus SiegfriedsLeben dargestellt. In dem dritten wird man Siegfrieds Tod und anderedarauf bezügliche Darstellungen sehen. Der hiernach folgende Rachesaalwird die Gemälde von den Kämpfen und dem Untergärige der Burgundi-schen Helden enthalten, welche das unversöhnliche Rachegefühl in Chriem-hildens Herzen herbeiführte. Der fünfte und letzte Saal wird der Klage-saal heifsen, und nach dem Anhange des Nibelungenliedes, dem Klage-gedichte, die Trauer darstellen, welche der ungeheure Fall in allen Deut-schen Landen hervorrief, wo die Kunde davon erscholl.
Die Beilage D enthält den ganzen Plan, wonach Schnorr diese grofseArbeit begonnen hat und vollenden wird *"*.
Man vergleiche den ersten Theil der Einleitung.Die drei letzten Säle waren im Jahre 1837 noch nicht angefangen. Der König hat