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2 (1840) München, Stuttgart, Nürnberg, Augsburg, Karlsruhe, Prag und Wien : mit einem Anhange: Ausflug nach Italien
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ARBEITEN DES KÖNIGS.

III.

DIE GLYPTOTHEK.

Seit dem Jahre 1808 hat der König angefangen, die schönsten Werkeder alten Bildhauerkunst anzukaufen, in der Absicht, seinem Lande ein Mu-seum zu schenken, welches der neuern Kunst die besten Vorbilder darböte,so wie zum Ruhme und zum Reichthume des Landes beitrüge. Diese Samm-lung umfafst alle Zeitalter der alten Bildhauerkunst; sie ist nach der Zeit-folge geordnet, in einer Reihe prächtiger Säle, welche in der Mitte durchzwei grofse viereckige Räume mit den Wandgemälden von Cornelius ge-trennt sind. Diese beiden Säle kann man als die Wiege der neuern Fresco- maierei betrachten, als ihre Entwickelung und Anwendung im Grofsen, nachden ersten glücklichen Versuchen in der Sala-Bartoldi, in der Villa Mas-simi und anderen Orten Roms.

Es bedurfte eines solchen Zusammentreffens von Umständen, wie dasje-nige, welches die Verarmung vieler grofser Geschlechter in Italien herbei-führte , um den Ankauf so vieler Meisterwerke der alten Bildhauerkunstmöglich zu machen. Diese Geschlechter, und vor allen die Römischen,waren genöthigt, Kunstwerke zu veräufseru, welche Jahrhunderte hindurchihren Ruhm ausmachten, und waren glücklich, wenn sie Preise dafür er-langten, welche dem Wertlie der" Gegenstände angemefsen, und im Standewaren, ihre Verarmung zu verhindern oder aufzuhalten. Auf solche Weisekaufte der König viele Alterthümer von den Italienischen Herren; andereGegenstände, die schon in die Hände der Speculanten, der Trödler oderKunsthändler übergegangen waren, wurden ihm von diesen verkauft; anderefand er endlich in den Palästen der alten Fürsten von Baiern, und auchneuere Nachgrabungen haben dazu beigetragen, diese Sammlung zu berei-chern. So .kommen, zum Beispiel, die Ägyptischen Alterthümer grofsentheils