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1 (1836) Düsseldorf und das Rheinland : mit einem Anhange: Ausflug nach Paris
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AUSFLUG NACH PARIS IM FRÜHLING 1836.

Schäften werden ersetzt durch Geist und Originalität, durch Kühnheit, Glanzund die gröste Feinheit der Beobachtung, und in vielen Werken entdeckeich auch Wahrheit und edle Einfachheit.

Den meisten neueren Geschichtsbildern der Franzosen mangelt es anStyl; und wenn ich auch bei jenen, die noch den Verirrungen der Schu-len Davids, Gros und Girodets nachtreten, Styl antreffe, so sagt derselbejedoch unserm Geschmacke nicht mehr zu, als die Vorbilder, welchediese berühmten Männer geliefert haben, deren Namen in der Geschichteleben werden, weil sie sich an eine grofse Umwälzung in der Kunstknüpfen.

Das romantische Gebiet ist es, in welchem die Französischen Künstlernoch am meisten sich dem Idealen annähern. In den Hervorbringungendieser Art finde ich häufig keine Übertreibung, keinen schlechten Geschmack,vielmehr eine tiefe Gefühligkeit, eine treffende Wahrheit, und ich werdebefriedigt, obgleich meine Empfindungen dabei sehr verschieden sind vonjenen, welche die Grofsheit und die Reinheit des Styls, und die epischeoder lyrische Poesie erregen.

Weniger liebe ich, — und das ist vielleicht eine Einwirkung der Mode,— diejenigen Werke, welche der Davidschen Schule anzugehören scheinen;die Zahl derselben ist dieses Jahr sehr mäfsig gewesen.

Ebenso wenig habe ich die meisten religiösen Gemälde dieser Ausstel-lung zu schätzen gewufst.

Beim raschen Überblick aller dieser Betrachtungen ergiebt sich:

Die romantische Poesie ist diejenige, welche am meisten im Einklängesteht mit dem Geschmacke der Zeit; sie trägt daher am meisten das Sie-gel der Begeisterung, und trifft das lebhafteste Mitgefühl. Unter den gu-ten, oder doch gefallenden Sachen, sind es die daraus hervorgegangenenGemälde, in welchen man das meiste Feuer, die meiste Erhebung findet;und in keinem andern Lande kenne ich Maler, welche in dieser Art esebenso gut machen könnten.