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DÜSSELDORF, LANDSCHAFTER.
Heunert, Schlösser, Happel, Breslauer, Koch, Jacobi, von Normann,Schulten, Ehemant, von Abbema, gehören sämmtlich zur Düsseldorfer Aka-demie; alle zeigen unter einander grofse Familienähnlichkeit, und scheinenim Wetteifer den Fufsstapfen Lessings zu folgen.
Gehen wir jetzt zu einer andern Gattung über: zu den Künstlern, in de-ren Arbeiten die Praxis vorherrscht.
Schirmer zu Düsseldorf hat sich schon, wie gesagt, in einigen seinerGemälde etwas von Lessings Art entfernt; er ist bestimmter, der Übergangvon den Schatten zu den hellsten Lichtern ist bei ihm rascher; seine Fär-bung ist glänzender, sein Pinsel kühner; er zeigt eine sehr grofse Sicher-heit der Ausführung: es ist Leichtigkeit auf Kosten der Tiefe; es ist einelebhafte, aber vielleicht etwas leere Beredtsamkeit.
Das grofse Gemälde Schirmers, darstellend eine Stadt am Ufer einesSees, bildet den Übergang der vorigen Gattung zu der, welche wir nun-mehr kennen lernen wollen.
Schirmer, der Berliner, gehört entschieden zu den geschickten Prakti-kern; ich schliefse dies aus den beiden Gemälden dieser Ausstellung, derBerg Soracte und die Villa d'Este.
Mehr wird von diesem ausgezeichneten Künstler die Rede sein, wennwir auf die Kunst in Berlin kommen. Die Werke, welche ich neulich vonihm kennen gelernt habe, und welche heimatliche Gegenden vorstellen, ver-binden die Vorzüge der Kunstfertigkeit mit einer sorgfältigen Anschauungder Natur.