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1 (1836) Düsseldorf und das Rheinland : mit einem Anhange: Ausflug nach Paris
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DÜSSELDORF, GENREMALER.

IV.

JAKOB BECKER AUS WORMS, DREI UND ZWANZIG JAHR ALT.

Ich habe in Düsseldorf von ihm einen alten Bettler gesehen, der mit sei-ner kleinen Tochter im Unwetter eine Zuflucht sucht, welches kleine Bildmit einem andern, der Ritter und sein Liebchen, auch noch zu der Berli-ner Ausstellung im Jahr 1834 kam. Beide Darstellungen, so wie die mei-sten übrigen Arbeiten Beckers, gehören viel mehr zum Genre, als zur Ge-schichtsmalerei. Becker ist eins von den jungen Talenten, welche sich unterden glücklichsten Vorbedeutungen ankündigen. Das erste dieser beiden Bil-der erinnert an die Französischen und Englischen Steindrücke und Kupfer-stiche, welche ähnliche Gegenstände vorstellen; das andere ist Altdeutsch.Auf diesem letzten Gemälde scheinen die Schatten zu schwarz; die Wirkungdieser düstern Färbung ist aber im Ganzen wann und angenehm.

Man hat mir gesagt, dafs Becker auch gut auf Stein zeichnet: aber ichbedaure, dafs ich den Steindruck nach Lessings Räuber nicht als einen Be-weis dafür anführen kann; denn er scheint mir das Urbild nur sehr un-vollkommen wieder zu geben.

Schadow hat Beckers Bildnis gemalt, welches bei derselben Ausstellungin Berlin alle Welt entzückt hat; seine schöne Gestalt eignete sich dazu,und Scliadow hat sie trefflich geltend zu machen gewufst. Der junge Mannläfst sich den Bart wachsen, und so erscheint er hier, mit einem Barettauf dem dunklen Haar, und den Mantel umgeworfen. Der Herzog von Cam-bridge hat dieses Bildnis erworben.

Becker malt auch vorzüglich in Wafserfarben: seine Bilder in dieser Artsind geistreich erfunden und zart ausgeführt.

Eben hat er auch auf der diesjährigen Berliner Ausstellung durch eineim Walde lebende Bauernfamilie sich rühmlich hervorgethan.

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