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1 (1836) Düsseldorf und das Rheinland : mit einem Anhange: Ausflug nach Paris
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DUSSELDORF, ÜBERGANG ZUM GENRE.

Die Kinder im Bade sind lieblich spielend, ohne Ziererei und Süfslich-keit. Es giebt keine Mutter, die nicht beim Anblicke dieser Kinder ihrHerz von süfsen Gefühlen bewegt fühlte.

In diesem letzten Gemälde nähert sich Steinbrück dem Genre sehr, wennes nicht ganz dieser Abtheilung zufällt; es scheint mir sogar, dafs er sichdurch Neigung zu dergleichen Gegenständen vor allen hingezogen fühlt:indessen hat er auch in Darstellungen höherer Art sich hervorgethan, undsicherlich wird man seinem Engel, seiner Hagar und seiner heiligen Jung-frau den Namen Geschichtsgemälde nicht versagen. Auf der diesjährigenBerliner Ausstellung gehören seine Thisbe, beim Brunnen an der Wand-spalte lauschend, und sein Rothkäppchen, wie es im Walde eine vertrau-liche Unterredung mit dem Hunde hält, zu den anziehendsten GemäldenSteinbrücks und der Ausstellung. Der Herzog von Anhalt-Dessau ist derBesitzer des letzteren.

IX.

HERMANN KRETSCIIMER AUS ANKLAM, ZWEI UND ZWANZIG

JAHR ALT.

Sein Talent hat viel Ähnlichkeit mit dem des vorigen Malers, wie es sichin den badenden Kindern zu erkennen giebt. In seinem Rothkäppchen zeigtKretschmer sich als liebenswürdigen Mährchenerzähler. Voll Liebreiz undWahrheit ist seine Aschenbrödel von Tauben umgeben. Dieses allerliebsteBild ist eine Zierde der diesjährigen Ausstellung, die doch so reich anwerthvollen Werken ist.