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DÜSSELDORF, ÜBERGANG ZUM GENRE.
Sanftmuth. Diese Art der Auffafsnng verkündigt glückliche Anlagen. Over-becks erste Versuche mochten diesen gleichen.
VIII.
EDUARD STEINBRÜCK AUS MAGDEBURG.
Dieser Maler sondert sich durch die Eigenthümlichkeit seiner Begeiste-rung und seines Talents bis auf einen gewissen Punkt von den übrigenKünstlern, welche den Übergang zwischen der Gescbichts-und Genre-Ma-lerei bilden: gleichwohl glaube ich ihn in dieselbe Abtheilung stellen zumüfsen. Obschon er geneigt ist, seine Gegenstände zu idealisiren, so istes jedoch nicht die Kraft, noch die Gewalt, wodurch seine Werke sichauszeichnen, sondern vielmehr die Anmuth und die Natürlichkeit, oderdas religiöse Gefühl. Mehrere seiner Gemälde sind wahrhafte Idyllen; an-dere scheinen Töne vernehmen zu lafsen, welche einer Kirchenmusik glei-chen; alle werden immerdar jedem gefallen, der ein zartes Gefühl hat.
Das erste Bild, welches dieser Künstler gemalt hat, ist die Vertreibungunserer ersten Altern aus dem Paradiese, in halber Lebensgröfse; es istim Jahr 1825 in Berlin unter der Leitung des Herrn Professors Wach ge-malt, im folgenden Jahr von dem Kunstvereine daselbst erkauft, und durchdas Loos Herrn Ebers in Berlin zugefallen.
Als Gegenbild zu dem vorigen, und als bedeutender Fortschritt, erschienauf der nächsten Kunstausstellung ein Engel, der die Pforten des Him-mels öffnet, in Lebensgröfse: eine Darstellung der evangelischen Worte:»Klopfet an, so wird euch aufgethan;« Eigenthum des Prinzen Wilhelm,Sohn des Königs. Eine Wiederholung dieses Bildes, in derselben Gröfse,mit einigen Veränderungen, machte ^der Künstler für den Professor Klenzein Berlin.