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1 (1836) Düsseldorf und das Rheinland : mit einem Anhange: Ausflug nach Paris
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DUSSELDORF, GESCHICHTSMALER.

Zu Düsseldorf malte er schon im Jahr 1822 Rinaldo und Armida, wel-ches Gemälde sich gegenwärtig in Duysburg befindet: es ist bewundertworden, hat aber auch strenge Beurtheilung gefunden. Der Graf Redernin Berlin besitzt von ihm ein Gemälde, darstellend den Heiligen Georg miteinem Engel.

Sein letztes Werk, die Pilger in der Wüste, wurde unter den reinge-schichtlichen Gemälden der letzten Berliner Ausstellung im Jahr 1834 alsdasjenige bezeichnet, welches die grösten Schönheiten in sich vereinigte.Der Kupferstich dieses Bildes, welches ich hier beifüge, wird bis auf einengewissen Punkt das Verdienst dieser Darstellung, die sich vor allen durchden Ausdruck der Gestalten auszeichnet, zu erkennen geben. In letztererHinsicht besonders ist dieses Werk sehr ausgezeichnet.

Eine der glücklichsten Hervorbringungen dieses Künstlers ist der schöneEntwurf, welcher drei Kreuzfahrer auf der Wacht darstellt. Zwei dieserKrieger sind eingeschlafen; der dritte steht auf der Hut und heftet denBlick auf eine lange Reihe von Zugvögeln, die in der Luft über ihn da-hin schwebt. Man kann sich über den Gedanken des Malers nicht täu-schen: die Vögel ziehen nach der Heimat des armen Kreuzfahrers. DieAussicht auf Jerusalem, welches man in der Ferne erblickt, kann ihm seinewehmüthigen Gedanken nicht benehmen. Er scheint zu sagen: »Sie sindglücklicher als ich; wann werde ich mein Geburtsland wiedersehen?« —Und doch, war nicht der Kreuzzug nach dem heiligen Lande und Grabeeigentlich ein tieferer Zug nach der Heimat? Und wo ist die Heimat derZugvögel und der Menschen? — Diese Darstellung, dieser einfache Gedankeist voll rührender, schweigender Beredtsamkeit. Es ist nicht möglich, dasHeimweh inniger auszudrücken, die Sehnsucht und die Beklemmung, wel-che die Entfernung in der Fremde erregt, dieses so tiefe, so edle, allenVölkern so bekannte Gefühl, und für welches es indessen, so viel ichweifs, nur in der Deutschen Sprache ein Wort giebt.