Druckschrift 
1 (1836) Düsseldorf und das Rheinland : mit einem Anhange: Ausflug nach Paris
Entstehung
Seite
176
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

am

176

DÜSSELDORF, GESCHICHTSMALER.

welches am meisten dazu beigetragen hat, den Ruhm dieses Künstlers zubegründen; ich gebe davon einen Kupferstich.

Die Bildnisse der Gräfin Trips und des Grafen Spee, und ein noch be-deutenderes, das der Madame Decker, gebornen von Schätzel, haben ihmehrenvollen Beifall erworben. Indem er Madame Decker ähnlich gemalt,hat er sie schön und anmuthig gemalt. Es giebt von demselben Künstlernoch ein liebliches Bildnis der Madame Stilke, an welchem auch Lessing,Hildebrandt und Schirmer gemalt haben: der Kopf ist von Sohn.

Eine Italienerin mit einer Laute in der Hand, Kniestück in Lebensgröfseüii Besitze des Herrn Wagner, ist, nach meinem Gefühl, eins seiner schön-sten Werke; es ist dasjenige, welches mich am meisten erfreut hat. Esist tief gedacht, und die Sorgfalt, womit es gemalt ist, weit entfernt, dieZüge der Begeisterung darin zu verwischen, macht die Wirkung davonvielmehr noch sichtbarer. Dieses Gemälde, dessen dunkle Färbung etwaseintönig ist, erinnert an die Lombardischen oder Flor entmischen Bildnisseaus der Zeit des Leonardo da Vinci. Es ist bekannt unter dem Namender Lautenspielerin, und es giebt davon einen schönen Steindruck.