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1 (1836) Düsseldorf und das Rheinland : mit einem Anhange: Ausflug nach Paris
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UMWANDLUNGEN DER KUNST

darnach die Liebe zur Wahrheit und gründliches Studium der Natur her-vortreten.

Ich besuchte Rom im Jahr 1820. Die ersten Zeichen einer glücklichenWiedergeburt der Malerei hatten sich damals schon auf eine glänzendeWeise in dieser Hauptstadt der Künste angekündigt: indessen war mannoch weit entfernt, die rasche Verbreitung dieses Aufschwunges derselbenvorauszusehen. Es ist anziehend, den ersten Schritten zu folgen, welchedie Malerei auf dieser neuen Bahn that. Der Preufsische Konsul Mendel-sohn-Bartoldi war der erste, welcher Frescogemälde bestellte. Es warenSchadow, Overbeck, Veit und Cornelius, die er mit dieser Arbeit beauf-tragte. Man darf annehmen, dafs der Erfolg, womit diese Künstler dieWandgemälde im Saale Bartoldi ausführten, die Bahn zu ihrer künftigenruhmvollen Thätigkeit gebrochen hat; und wenn es Herrn Bartoldi nichtgelungen wäre, die Bedingungen dabei auf eine den geringen Geldmitteln(welche damals für die Anstrengungen und Unternehmungen der DeutschenKünstler noch so hemmend waren) angemefsene Weise einzurichten, sowürde die Frescomalerei und die Malerkunst überhaupt, wahrscheinlichnicht so reifsende und so bedeutende Fortschritte gemacht haben. Canovagehört der Ruhm, die zweite Bestellung dieser Art bewirkt zu haben.Durch ihn wurde Veit beauftragt, mehrere Halbrunde des neuen Flügels(braccio nuovo) im Vatikan mit Frescogemälden zu schmücken. DiesemBeispiele folgte der Marchese Massimi, dessen Villa die Wandgemälde vonKoch, Overbeck, Cornelius, Führich und Schnorr vereinigt. Zu derselbenZeit, als alle diese Künstler in Rom beisammen waren, kam Frau von Hum-boldt, die Gemahlin des Ministers von Humboldt, einer der gelehrtestenund berühmtesten Männer Deutschlands, dort an, und hielt sich ziemlichlange daselbst auf. Der wohlthätige Einflufs, welchen diese Frau auf dieKünstler ausübte, läfst sich nicht verkennen. Ihr durchdringender Geist,ihr erlesener Geschmack, belebte alles, was sich ihr näherte; und sie nä-herten sich ihr alle, diese jungen Künstler voll Eifer und Feuer, welche