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1 (1836) Düsseldorf und das Rheinland : mit einem Anhange: Ausflug nach Paris
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UND DES GESCHMACKS.

lung der Brüder Boisseree und Bertrams laut anerkannte und öffentlich be-kannt machte, nämlich, den Zusammenhang zwischen der Byzantinischenund Deutschen Malerei vor Van Eyck, und das unterscheidende Gepräge,so wie die Entwicklung, welche dieser grofse Meister der DeutschenSchule zu geben vermochte.

In den beiden folgenden Jahren nach diesem Besuche wurde die Samm-lung durch schöne Werke von Eyck, Mabuse, Dürer, Orley und anderengrofsen Meistern vermehrt, und im Jahr 1817 erwarb sie noch den bewun-dernswürdigen Christuskopf von Hemmeling *

Diese nun schon auf mehr als zweihundert Gemälde angewachsene Samm-lung wurde hierauf nach Stuttgart gebracht, wo der König den drei Freun-den hinlängliche Räume bewilligte, in welchen sie vorteilhaft aufgestelltwerden konnte. Hier konnten sie jetzo sich damit beschäftigen, dieschönsten Stücke ihrer Sammlung in Steindruck abbilden zu lafsen, undgeschichtliche Nachrichten beizufügen: ein Werk, welches kürzlich erstbeendigt ist.

Endlich, im Jahr 1827, ist diese Sammlung, an welcher die beiden Brü-der Boisseree und ihr Freund Bertram seit 1804 gearbeitet haben, Eigen-thum des Königs von Baiern geworden, und ist gegenwärtig in drei gro-fsen Sälen des Schlofses Schleifsheim aufgestellt; von wo ein grofser Theilderselben in die Pinakothek versetzt werden soll, sobald dieses Gebäudevollendet ist; und die Galerien der Provinzialstädte sollen mit den übrigenGemälden bereichert werden, welche nicht in die Pinakothek aufgenommenwerden. Der Preis, für welchen der König diese merkwürdige Sammlunggekauft hat, ist geheim gehalten: indessen geben Personen, die gut unter-richtet zu sein behaupten, ihn auf 375,000 Bairische Gulden an, von wel-chen ein Theil baar bezahlt, und das Übrige in eine Leibrente verwandeltist. Wenn dieses wirklich die Summe ist, welche der König von Baiern

* Die aus dem obgedacliten Boisseree'schen Aufsatze gezogenen Nachfichten enden hier.

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