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UND DES GESCHMACKS.
Jugendwerken bescheiden und furchtsam; ihr Gefühl ist ebenso zart alstief; ihre Ausführung, nach langen Vorarbeiten, trägt das Siegel zu-gleich der Hingebung und der Leichtigkeit; bei der leuchtendsten Farben-gebung herrscht jedoch immer Mäfsigung, Übereinstimmung und Sorgfalt.Dagegen in so vielen Hervorbringungen der Zeit, von welcher hier dieRede ist, scheinen die Künstler gar nichts zu scheuen; sie zeigen eineKühnheit, zu welcher sie sich angespornt, oder doch lange darauf geson-nen zu haben scheinen; es sieht so aus, als wenn sie sich nur mit sol-chen Vorbildern umgeben hätten, welche am meisten geeignet sind, jedeglückliche Eingebung zu zerstören. Sie haben nur eine Furcht, nämlich,kalt, trocken und hart zu erscheinen: mit diesen Beiwörtern pflegten diemodernen Künstler lange Zeit die alten Maler in Bausch und Bogen zubeehren.
Die Nachahmung der Antike war es vielleicht, welche in dieser Zeit diegröfste Zahl der Gemälde hervorgebracht hat. Die Gegenstände, welchedie republikanischen Tugenden vorstellen, die Gewalttaten und Liebesge-schichten der Götter und Helden des Alterthums bilden eine ausgezeich-nete Abtheilung darin. Es ist augenscheinlich, dafs alle diese Werke denEinflufs der Theater und des Museums der Antiken, Homers und der Ge-schichtschreiber des Alterthums, der alten Münzen und geschnittenen Steinezur Schau tragen.
fei etwas hervorgebracht, das nicht den Dutzendwerken der X... Y... Z... gleicht: aberExcentricität und Abweichung von Anderen begründet noch keine wahrhafte und gute Eigen-thümlichkeit,«