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1 (1836) Düsseldorf und das Rheinland : mit einem Anhange: Ausflug nach Paris
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EINLEITUNG.

dagegen einzuwenden; es ist sehr erlaubt, ein Liebhaber zu sein von künst-lichen Spielereien, wunderlichen Gebilden, altem Meifsner Porzellan undChinesischen Gefäfsen; man hat Reifröcke und Schönpflästerchen schön fin-den können: warum sollte man nicht auch eine falsche Farbengebung be-lieben? Aber man mufs sich wohl merken, dafs die Schönfärberei, wieglänzend sie auch sei, eben so wenig zur Geschichtsmalerei gehört, alseine Chinesische Fratze; und dafs man nicht durch Entfernung von der Na-tur und durch Verschmähung der Musterwerke der Kunst Fortschritte ma-chen kann.

An diese Betrachtungen reihen sich ganz natürlich die Gedanken über dasSchöne, das Ideal, das Erhabene.

III.

DAS SCHÖNE, DAS IDEAL, DAS ERHABENE.

Es giebt Schönheiten für jeden unserer Sinne, so wie für unsern innerenSinn: hier aber rede ich nur von der Schönheit, welche allein das Gesichtuns wahrnehmen und würdigen läfst; übrigens bin ich überzeugt, dafs für,alle Arten der Schönheit dieselben Gesetze gelten.

Das Vermögen, das Schöne zu erkennen und zu würdigen, ist ein Beweisseines Daseins; so wie die Mühe, welche man sich giebt, die Wahrheit zuentdecken, ein Beweis des Daseins der Wahrheit ist; denn es kann nichtdie Absicht des Schöpfers gewesen sein, unserer Seele den Glauben an dasDasein eines Zieles einzuprägen und das lebhafte Verlangen zur Erreichungdesselben in uns zu erwecken, wenn der Gegenstand unsers Glaubens unddas Ziel unserer Anstrengungen blofse Täuschung wären.

Aber wenn es schwer ist, das Wahre zu finden, so ist es nicht minderschwer, die Bedingungen und Gränzen des Schönen zu bestimmen.