704 Des E uropäischen Herolds vierdte Haupt-Handktng ^ '
dem ^ücolac» V übergeben/ und sich den Card!- Vauä samt I^alssanna, dieWalliser einen thei! ^
ualschutund Vicarist des Römischen sttthls re- landes von Chablais / die von Fryburg em
5er viret/sein kloster wieder bezogen/undA. »452. stück der Grafschaffr Romont / die von Genf k F 7'
daß zeitliche leben beschlossen. ' auch ein stück land wegnahmen / und das Her- «k...
Hochgedachter Hertzog Ludwig / welchem tzogchum gewaltig schwächten; darüber der .4!
der Herr vater die regierung bald vor antritt Hertzog zu Vercel! vor kummer erkranckte/ und ^ 77
seiner einsiedlerey abgetreten / hat seinen unge- starb A.1553. Sein Herr söhn / den er nur Fr» ^ '' -
rechten und geitzigen Cantzlar Wilhelm von Ncatriceu/gebohrner aus Königlichem stamm A
Balomier/mitanhängung eines grossen steins zu portugnll/ erzeugete / Heryog Enmnuel '^4^'.'
an den hals/ in dem Genfer-see ersäuften lassen/ philibert / wurde hernach durch beyhülffe Ü >/'
und nmchte er eine Verordnung/daß forthin von Ron ig Philipps in Spanien durch den ftie-
den Herzoglichen landen und gittern nichts sol- den zu Cambray A.I555 in sein land / und Pjg- ...
te veräußert werden. Er heyrathete König nerol sinnt Saviglian bekäme erA. 1574 wie-
Iani in o^pern tochter/ princeßin Annan; der. Und ob er wohl das ?ais äs Vaux und die MHÜ .
von l-ukgnanz seines vor jhme langst A. !4Zl Grafschafft Romont zurücke lassen.muste; so . -
verstorbenen altern bruders ^maäei hinterlasse- ertauschte er doch .hergegen von ttieron7mc»
ne braut/ mit welcher er 16 kinder erzeugt / und Ooria, gegen das ^srguttat Lttie? in Piemont/ 7
hatte A. 146s zum Nachfolger seinen ältesten das Fürstenthum One^lis, und erhielte durch >
söhn / Heryog ^maäeum lX, welcher seiner kauft von Henrietten von Villars die Graft
schwester manne/KönigLudwigen xi inFranck- schafft 1 enäe in Piemont; Wie auch son- F -
reich/ wider H. Philippen von Burgund zu sten die herrschafften äs xwro und äs ?rel-
hülste gezogen/ und A. 1472 mit grossem rühm la. Er starb A. 1580 / und verlief von seiner
der frvmmigkeit und gutthatigkeit verstorben. Gemahlin Fr. Margarethe??/ Ronig Fmn- ^ 7.
Seine drey Herren söhne starben in jungen yens 1 in Fra??ekretch stau tochter/ Her-
jähren kurtz hinter einander/ und zwar der alte- tzog Carl E»??anuel??/ welcher fast gleiches un- ^ -
sie Printz Carl von Piemont A. 1471 vor dem glück wie sein Groß-Herr-vater hatte: Denn ^ ^ '
Herrn vater. H. philibert 1, der von der die begierde zur Vermehrung der lande verursa-
ftau mutter wegen sich König in Zypern schrie- chete/daß er steten krieg/in welchem er auch gros-
be/ A. 148^ ohne leibes - erben/bey dessen min- se con^ten inachte/ sührete/ hergegen aber die
derjahrigkeit ihm dieSchwcitzer die festung alten lande fast verlohr / auch den geist dar- ^
8. Maurice nebst der Grafschafft Romont ab- über aufgeben muste. Diesem Hertzoge hatte
nahmen. Det drittebruder/HertzogCarlil, R. Philippus Ii in Spanien seine tochter
verließ A. 1490 einen einjährigen Printzen und Catherinen mit dem versprechen zur ehe ge- ^ ' 7
erben des Hertzogthums/ Carl Johann äma- geben/ daß der erstgebohrne söhn das Hertzog- / ' 7.
äeuz genannt / welcher aber in wahrender un- thum Meyland überkomtue?? / und selbiges samt D«-'^ '
Mündigkeit etwa mit sieben jähren auch abstar- Piemont unter dem titul eines Königs von der . -
beA.1496. Nun war Hertzog Ludwigs fünft- Lombardie besitzen und regieren solte/ welches
ter Herr söhn/Philipp oh??e !a??d beyge- aber/weil der Nachmühls gebohrne älteste OOAk." ..
nahmt / jedoch Grafvon Kresse,darzu die Herr- Priny Philippus Emanuel A. 1605 ver-
schafften von Lauge, Valbonne und Levermont starb/ ohue ssssök bliebe. Hertzog Carl Ema- ÄKM«! ^^
geschlagen wurden/ noch am leben/ welchem der nuel aberssrarb A. i6zo und verließ unter an- chM/Mg
Höchste die sammtliche wichtige lande im hohen dern kindern Heryog Viökor ^mZäeum 1 zu M M l"
alter / wicwol auf gar kurtze zeit/ nur etwas Gavopen/und Prmtz Tho»nas Fmnyen zu Der Cm-
über ein jähr biß zum 7 Nov. 1497 zukommen Langnau. Dieser Printz ist ein vater Fürst snanischs «.
lassen/ und ist er der gemeine stamm-vater der Emanuel philiberts Xmaäei Printzen von^^
beeden Häuser von Savoyen/ nemlich des Her- Savoyen zu Langnau, und ^ugenü Mori-
AMch möglichen und des von P5e?nours. Sein yens/Graftn zu Loissvns, welchem der Rönig
m zwey ältester söhn und^egiments-folgcr/ H. phili. in Franckre?ch A.i66i das Fürstenthum Lan> MMN«. - . -
hMppai s- ; l der Schöne / regierte auch kurtze zeit/ gnan oder Ivo/ SN Luxemburg geschencket/ und lüiN i ^
nemlich nicht völlig sieben jähre / und weil er kei- selbiges des jahrs hernach mit allen seinen äc- .
ne leibes-erben hatte/fielen die landeA.is^ auf penäsneien und zugehörigen in die qualität ei- M ^
seinen bruder. nes Hertzogthums erhaben. '
Hertzog Carlen in, den Guten genannt/ Hertzog Viöwr /wiaäeus l zu Savoyen
welcher den titul Rönig in sppern/ Ierusa- schloß im ersten jähre seiner regierung mit der
te/ durch K. Lranciscum I in Frankreich/ um begab er sich gegen ein jährliches einkommen/ so
den er sich doch wohl verdient gemacht/ von er an 15050 feudi aus den stadten /ULi und Irina -
land und leuten verjaget zu werden. Die Ursache zu erheben hatte / aller ansprüche; und diese re- ' s
war diese : Franckreich hatte ein auge auf venuen besitzet das hauß Savoyen noch heuti-
Ä)!eyland/damit es nun dessen um so viel leichter ges tages. Als hieraufSpanien und Franck- 7 ' -7^
habhafft werden möchte/ solten ihmedieSa- reich mit einander krieg führeten/ hatte sich der
voyischen lande zur brücke dienen/ und nahine Catholische König der stadt und schlosses Ver- ^.^77
^ 7'
gin von Savoyen/ her / lt. von ^lese fruevens dem Hertzoge von Savoyen wieder re- 7'HAH . -4
unglückselige conjunökuxen machten dieSchwei- tkssuiret / und in solchem stände gelassen wurde/ M - .
tzer so kühne / daß die von Bern das landlein äs wie es die Spanier 6>rtt6cim hatten.
Seine ^