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von dein Frey-Staate derEydgenosscnschaffcim obcrnTcutschlande. 5s>
nicht weifen lassen/ da solte» die andernsolchen ort aussdessen kosten und schadenzur raison bringen.
9 N)ann ein Eydgenoß den andern er-schlüge/ und entflöhe / solte der flüchtigeso wohl als dessen Haler in die acht erkla-ret/ und ohne gesammter L2Ntl)Nii conlensnicht wieder aufgenommen werden.
^0 So fern ein Eydgenoß des andernhauß ms feuer legte und darvon wischre/solte er auf ewig bannisirctsepn/ und werihn iNl lande Hausen und Herbergen wür-de/ solte den schaden zu ersetzen gehaltenseyn.
Ma»g M Diese alliantz gab den ansang der Republl-A2.^^que/ welche sich unter kaveur Rayser Lud-'' wigs iv, (der aus haß gegen das hauß Oester-reich und zu belohnung des wider Hcrtzog Frie-drichen geleisteten succurses / die bereits vonKayser Henrichen vil erlangete LmonomiamconSrmirete ) und unter dessen nachsolger jelanger/ je besser lormiret/und denen benachbar-ten stadten auch darein zu treten anlaß gegeben.Wie denn der ort Lucern A. tzzz/?ürch undGlaris A. izsi/ ( da denn Zürch also bald zudem ersten ort gemacht wurde/) Aug A.izs2/und Vern A.izsz in den Bund getreten. Je-doch alles mitvorbehaltdesrespects und unter-thanigkeit gegen die Kayser!. Maj. und dasReich. Und dieses sind die so genannte achtalte orte /aufwelchen allein der Eydgenosteni-sche Bund in die i^s jähre bestanden/ und vonweichem folgende verft reden:
Da demuth weint und hochmuth löcht/Da ward der Schweitzer Bund gemacht.Wiewohl Glaris und Fug dein Hause Oester-reich wieder nach der Hand die schuldige pstichtgeleistet. Auz86 gienge der krieg mit HergogLeopolden zu Oesterreich /Kayser Wertsenckel/mit grosser hesstigkeit an/ und wurdenviel stadtlein und schlöffer ruiniret/ biß in sol-chem jähre den 9 Julii/ nahe bey Senibach/eine meil Weges von Lucern/ die berühmteschlacht gehalten/ und darinnen der Hertzogselbst/ nebst2OQOFürsten/ Grafen/ Herren/Edelen und gemeinen erschlagen/und nach demtreffen der gekrönten Helme bey 460 gefundenworden. Von den Eydgenoffen sind über 200nicht geblieben. Als hernach Heryog Frie-drich zu Oesterreich/ beygenahmt mic derleeren rasche/ dem pabst Iohanni heimlichaus Constantz von dem eoncUio davongebolf-fen/und er deßhalber von Rapser Sigmundenmit des Reichs acht gestraffet worden / habendie Schweitzer auf besehl des Loncüü demHause Oesterreich etliche örter / und darunterauch die stadt Baden/ abgenommen. Und istnach der Hand des Hochfürstlichen Hauses Oe-sterreich macht und ansehen in diesen quartie-ren dergestalt verfallen/ daß auch oie Graff-schafft Habsburg/ als deren stamm-haußselbst / in der Eydgenoffen gewalt gekommen/i6oo und der meiste Adel untergangen. ^
Cchwcihtt Eine grosse probe ihrer tapfferkeit thaten dieschlagen Schweitzer A. 1444/ als der Dauphin ausWt7^"78rauckreich/ nachgehends Rönig LudwigXI, mit einer grossen armee von zvoos unbän-digen Frantzosen kam/ das eoncillum zu Baselzu verstören. Denn sie giengm mit mehr nicht
als 16OO mann diesen eisensressrn entgegen/fochten zehen stunden lang/und blieben zwar allebiß auf 16 mann/der feinde hergegen sind bißauf 6Ovco auf der wallstadt geblieben/und dieübrigen in solche furcht gerathen/daß sie dasfeld räumen müssen. Diese tapffere bezeigungbrachte zu wege / daß die Cron Franckreich mitden Eydgenoffen in bündniß trat/ welches Kö-nig Carl vii A. 145? zu erstgethan
In folgender zeit haben sie mit Ery - ^>er-Kriegen mittzdg Siglnundcn in Oesterretch/obgedach-dem Hcrtzoqten Friedrichs söhn/glücklich gekriegt. A.i476°AA^^verhetzte Rönig Ludwig XI in Franckretchdie Eydgenoffen wider Heryog Carln ZltBurgund / indem er diesen zu ruiniren such-te. Dieweil nun Heryog Kenztu« zu Lo-tharingen/ wie auch die Bisichösse zu Ba-sel und Straßburg/ nebens andern Wirtenmit den Schweitzern sich Wcurten/ über die-ses Rayser Friedrich ni aus haß gegen Bur-gund die LantONZ zum einsal! in des Hertzogslande Znimirte/ hatten sie gute gelegenheit sichzu lignatirett. Denn obwohl der Kayser baldandere melures nähme/ es mit Burgund zumSccvmmoäementkommen ließ/und dieSchwei-her vom frieden ausschlösse/ in dem absehenihnen dadurch einen mächtigen ftmd auffdetthals zu treiben ; so konte es doch den Eydge-noffen nicht schaden. Das glück favonlirteihnen in denen drey Hauptschlachten / als A.
1476 bey Gransee / einem Barfüßer-klosteram Neuenburger - see/ allda sie dem Hertzogevon Burgund eine gewaltige schlappe ange-hängt/ also daß er stlbst bekannt/ daß er vorfeine perssn an eqvippage und dergleichenmehr als 1 o tonnen goldes Werth vetlohren.Eswüste zwar die einfalt der Schweitzer denreichthum und ksstbarkeit der beute weder zusMlwren Noch zu genieffeU/ gaben die silber-nen platten und gefaße vor zinnern aus / undnahmen ein liederlich geld dafür. Insonder-heit begiengen sie bey dem grossen und in devgantzen welt berühmten dinumnt/ daran ei-nige rare perlen hiengen/ einen grossen fehler.Der erste/ so diesen ftmd gechan / hat daskleinod in eine schachtet gesteckt / und hernachgar weggeworffen/doch endlich einem pfaffeuum einen gülden verkaufst. Hernach hatihn Barthol May aus Bern an sich gehan-delt um >0Oo gülden/die Genueser haben für-ter 7OOO gülden Rheinisch/ und der Hertzog zuMeyland diesen 11000 gülden dafür gegeben/endlich soll Pabst Julius diestu diamant um2O0OO cronen an sich gekausst/ und in seinecrone haben versetzen lassen. ^ Man hat fürge-geben/ die Herren Fugger hätten ihn ausseinesKönigs intraden settimiret.
Darnach ist bey Moeae oder Martenabermahl in diesem jähr/ und unweit von vo-riger wahlstatt/ eine grosse schlacht geschehen/und hat dieBurgundische armee wiederum ei-ne gewaltige Niederlage erlidttn. Unerachtdieselbe bey 1000OO mann starck gewesen seyttsoll. Denn die Schweitzer sind gewohnt/mit wenigen viel zu schlagen. Und endlichbey Nancy in Lotharingen/da der Heryogselbst geblieben/A.C.1477 den 5 Jan. Wel-che siege die Nation sehr formidabel gemacht/auch die städtt Freyburg imNuchtlande/ und
Tolo-