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Jeser Frey-Staat wird ins-gemein die Republiqueder Schweitzer genannt/von dem orte Schweigoder Schwieg/ einem imAeegow gelegenen altenstecken/dieweil allda zu erstden 16 Novemb. A. inzwischen dem Egeri-fee und dem berge Morgarten/gegen dashauß Oesterreich für die gemeine freyheitge-kämpfet worden/ auch dieser Canton der mach-tigste unter denen dreyen orten ist/ die sich zuallererst in die freyheit versetzet haben. Oer Ur-sprung dieser Schweitzerischen Nation rüh-nach/von denTeut-r. schen Atlemannern her/welche von denenSchwaben aus dem itzigen Schwaben - landsind vertrieben worden/ und in das nächste/und wider die einfalle beschwerlicher nachbarnvon namr wohl verwahrte land / zu denenüberbliebenen tZelvenis (welche GallischenHerkommens/ und unter denen Galliern diestreitbarsten gewesen / auch die Hoheit über ih-re National-verwandte slkeNiret/ endlich abersämtlich vom fulio Cselsre dem RömischenReiche unterwürffig gemachet worden) sich be-geben/ und gleichsam in unam gentem vereini-get hatten.
Nachdem sie des Römischen jochs überdrüs-sig worden/ haben sie auf gelegenheit getrach-tet/ selbiges abzuwerffenzmassensie auch durchsMentz ihrer Lonkceäerirten/ der Aletuauner/solches glücklich zu wercke gerichtet. Dar-auff haben dieAlemanner/ wie vergedacht/sich mit den Helvetiern vermenget / und deneinen strich landes jenseitdesflusses Ruß vonihrein nahmen ^llemanNia, oder?-igus ^lleman-nicus genannt; da hergegen der strich jenseitdes stußes klein Burgund benahmet wor-den.
Zu ende des fünfften seculi lidte diese Repu-blique eine große revolution, und wurde unterRönigClodoväo von denenFmncken ewbert/und zur Provintz des Königreichs gemacht. Alsnach tödtlichem hintritt Rapser Ludwigs desfrommen/ desien Herren ^sohne/ Luther/Ludwig und (tarl/ die vaterlichen Reichetheileten/ kam in solcher erbsonderung dergrö-ste theilder Helvetischen lande zu des jüngstenHerrn erb-portion; und wurde nach der Handzu dem neu - auffgerichteten RönigreicheBurgund oder dem kegno ^relZtsnU geschla-Zen. Jmmassen auch mit solchem Reiche et-wa im eilfften seculo das Helverier-land demheil. Römischen Reiche Teutscher
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on eingegliedert worden. Und war das gan-Kommettze land um diese und hernachfolgende zeiten in -
Göwen oder GraMafften/darunter die von Te>Habsburg eine der wichtigsten/ wie auch jn^'herrschaffcen und stadre/ deren diese sich derfteyen Reichs-städtegerechtigkeiten angenom-men/ abgetheilet: es waren auch verschiede--ne machtige Bischöffe/ Aebte und Präla-ten/ mit Regalien begabt/ darinnen anzutref-fen ; die örter aber und landschafften empfin-gen ihre Vögte von denen Rapsern / welchein bürger-und peinlichen fachen die Zustitz aä-rniniül irten / oder nach landes - art zu reden/den stab zuführen hatten: Auch wohntenviele von Adel unter ihnen. Jedennoch dorf-teasich die Kayserlichett Land-Vögte allhiernicht so viel gewalt anmaßen/ weil sich dieSchweitzer also fort aufs ihre von Kaystr^'äovico?ic> erhaltene freyheiten berufften/ wel-che er ihnen dazumahl ertheilet / als sie dieSarazenen aus Italien vertreiben helffemSo lange als es im Rom. Reiche wohl her-gienge/stunde es mit dieser Nation auch wohl/und lebte dieselbe in ihrer güldnen Ubertät»
Als aber die Uneinigkeiten und innerliche krie-ge die gemeine ruhe zu stören begumen/ hat-ten diese lande solche beschwerungen davon/daß die grosstn Herren anlaß nahmen/ sich derkleinern stände zu bemächtigen/und das volckzu drücken/ ihnen dte obgedachten von Kay-ser Ludwigs zeiten herrührende grosse freyhei-ten zu krancken/ und sich zu Herren derselbenzu machen. Welches sonderlich bey denenUneinigkeiten geschähe/ die die Kaysere undPabste mit einander hatten/ und der Adelund Geistligkeit es mit den päbsten/ dasvolck und städte aber mit den Rapsernhielten. Zu den unglückseligen zeiten desgrossen interreM hatte nun das volck gar kei-nen schütz / und die Grafen/ Bischöffe undAdel desto sichere gelegenheit/ dem lande dasjoch auffzubürden, und sich selbiges zumtrimomäl- gute zu atkeAiren. Darüber A. 126sein hefftiger krieg entstanden/darinn das volckdas feld behalten/ und den meisten Adel ausge-sagt ; viel Adliche und herrliche schlössetzerstöret/ auch deren beschere erschlagen ha-ben.
Rapsee Rudolfs wandte als em lands-Erster wmann alle sorgfalt für/diese lande mit sich selbstzu vereinigen/und ihnen wege zu zeigen/ wie sie die frryhmfriedlich beysammen leben mogren. Welchesdenn solchen guten luccess hatte/ daß die mei-ste vertriebene zu ihren gmern zurück gekeh-rt/ und die alte freyheit im friede wieder zuEee e 3 .üorj.
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