von dem Frcyen Staat zu Genua.
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überstanden / erst hier zu gründe gangen.Durch das wunderliche erbauete Kiolo aberhat man den stürmenden wellen die thore ver-riegelt/ und auch den feinden den paß verle-get. Auff der einen feiten dieses kiolo liegtein pbaros auf einem kleinen felßen/ mit einergroßen laterne/ mit gewisten zeichen / berichtzugeben/ was/ wie viel / und woher die schiffekommen/oder auch ihren eigenen hinein zuleuchten. Dieses gereichet auch der stadt Ge-nua zu ehren / daß der berühmte seefahrendemann LkrMopboruz Lolumbuz daselbst gebol>-ren worden.
Die übrige stadte sind kOgtialco 5 LrußnetO)
(Ibl2V2ti> l^erice, I^lervi, Porto Kn0i Porto Vene-re > beydes gute Hasen/P-Zpailo, 8arxano, 8ettri 6il.evantc^ so wegen der jahrmärckte bekandt/und 8petie, wovon ein ziemlicher meer-busen sei-nett nahmen hat. In diesem ist die Hauptstadt5avona, welche durch die höfliche entreveUeAönig Ludwigs Xll in Zranckreich/ undRönig Ferdinandens zu Vlapoli sehr be-rühmt ist/ desgleichen weil zween Pabste ausdem geschlechte R.oVeri^ juliuz II UNd Sixtus IV,daher geoürtig/ihr Hafen aber ist von denenGenuesern mit fleiß/damit sich die HandlungNicht dahin wenden mögte/verstopffet und un-brauchbar gemacht worden. Darnach kom-men Vintiml^Iia, /^lbenZ^ t>loll, Porto IvtaU-ritio, ittgleichen 8avi und Novi, so srontier- pla-tze gegen das Pcayländische sind^ Unter desStaats botmäßigkeit ist auch die Insul Lor-üca, von welcher unten mehr bericht erfolgensoll/ benebst der Insul (^r^ria im Tyrrheni-fchen mecr/ die bey 20 Jtal. meilen im bezirckhat / sonsten aber nichts betrachtliches ausserein kleines fort auffweistn kan. Die auff derküstevon Tunis gelegene Insul Tnbarqva/so wegen der corallen-flschcrey ziemlich be-rühmt/ war ehcmalfls der Genuesischen fami-lie der i.omellmi zustandig/ ist aber vor wenigerzeitan die Frantzosen gerathemDie landschafst Genua giebt mcht alleinN^eine grosse qvantität gemeinen weins/ sondernauch den köstlichen muscateller / eine grossemenge baum-öls in axro Vizno und viel gu-te fruchte. Insonderheit trägt der theil lan-des gegen Nizza viel cjtronen/granatapfel/citronaeen/feigen und Mandeln/ und zwarin solcher qvantität / daß selbige auch ausge-führt werden können. Der übrige theil/ son-derlich gegen das gebürge/ ist reich am gehöl-tze und MÄteri^lieN zum schiffbau. Die ber-ge und thäler um Genua sind voll von schö-nen schlössern/ deren viel von porphxrsteinerbauet sind/ und das gantze land hat einegrosse anzahl der schönsten und wohlgebaute-sten flecken und dörfer; daher/wenn man vonSavona auff der R.lviere6i 6eiwuÄ gegen dieHauptstadt zu fahret/ es auch scheinet/ es wärenlauter Vorstädte von der stadt oderGenua selbst.Diese wunderschöne gegend und das indischeparadieß verursachet / daß man sagt / Genuasex von aussen am schönsten/ zumahl auch in re-gard der fürtrefflichen vorjkädte ^ ^e-ua, da die herrlichsten pallaste zu befinden/ son-derlich des Hertzogs Doria / welcher emetttapfer contentlren konte. dlnter andernkostbaren meublen ist darinn gewesen eins
silberne tafel/ welche 24OV0 pfund gewo-gen. .
Der Genuefer leibes-gestalt ist ansehn-DerGettue-'
lich und wohl gebildet/und das frauenzimmer ser art «n^
zumahl nicht heßlich/ und tragen sie sich sehrprächtig/ wie denn der kumeur der Nation et-was hochgehet/ und das großthun vor etwasachtet/ oarzu sie auch vermögen und kostbarkeithat/ wiewohl in ihren Häusern auch sparsamkeitund gute menage zu finden. Das frt?um-zimmer liebt in der jugend äcbzucbeo»und imalter machen sie Psalter. Die damen klei-den sich auffFrantzöische Manier/ die aber/ sogeringern stcmdessind/ tragen Wülste und auf-geschürtzte röcke. Die Edelleute legen eine sol-che kleidung an/ wie es ihnen die pkantslie ein-giebt. Znsgemein aber tragen sie schwachekleider/ und mäntel ohne degen. Einige füh-ren auch den mul der Hechoge/Marchesen/
Grafen u. d. m. welches die Venetianer hin-gegen niemahls thun. Der kaussmannschasteist fast iederman ergeben / und gar treu-loßund gewlnnsichtig/daher auch das sprichwottausskommen: ttjcominjser>?s>5ecle; voUrie lea-
verßößNZ; msrö sett?s pesci; e sris len^s ue-
cell,. D. i. Au Genua hat das meer keinitfische; die lufft keine vogel; die männevkeine treu ; und dte Weiber keine scham-hasttigkeit. ^)der ! <3eooveli Uanno virrücenro rmglis lontano z daß Ntmlich dietugend ausshundert tneilen vdn dannen Zttsuchen. Wiewohl diese sprichwörter nichtuviverssl sind. Die Weiber helffen den Män-nern in der kauffmannschafft/ welche in Ge-nua auffdcm stldenhandelvornehmlich beste-het/ in städtcn und auff dem lande; wie mandenn fürgiebt/ daß allein in besagtem GenuaübertgQdö menschen seidene waarcnkbrici^ren sollen. Welche stosse und msnufaÄurenehmahlsvor die besten in dergantzen Christen-heitgehalten worden sind. Die ttuckamiret man nicht sehr/ iedoch mangelts ihnenauch an gelehrten leuten nicht; dergleichen ?re-ßol'uz, kulßvsuz^ MMnisnuz, dolumkuz, Undlcarclus gewesen. Ihre scharWnttigkeitvermachet/ daß sie insgemein aufgeblasen sindwie die Spanier / und dahero fast unleusseliggegen fremde; um deßwillen aber diese gleich-heitder humdren mit den Spaniern auchvormahls eine ähnligkeit m kleider-ttachten ver-ursachete/ so daß die männer mit engen undschmalen Hosen/ langen wämsern und ermeln/die Dames aber wie die Donna, in Spanienmit ihren 6uar6in5anta8 oder teiff-röckettgiengen/welches sich abernumehro nachheroben beschriebenen kleider-ttacht sehr geänderthat.
Die lotsen sind von alters her blutgieri-Die rögie-geuntreue leute; daher auch die Ataliäner im ^ diesessprichwort führen/daß man keinem Corj^n Staats,trauenfoll/ee sex lebendig sder tod. Je-doch sind/ie tapfere soldaten/ und diestärckeder Jtaliamschen militz.
Die regimenes-Verfassung diests Frex-Staats psllitet bey einigen vor eine wahre^rigoctstie, alldieweil bey erwehlung des vogeund übriger hohen Magistrats-personen nichtbloß auffgeburt und herkommen / sondern auchauff qvalitäten und gute nützliche Vienste aese-Ddddz hm