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von dem freyen Staate zu Venedig.
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chenlassen/ woltedasschwerdt noch nicht ein-stecken/darüber das Ery-Hauß Oesterreichziemlich mitgenommen wurde / biß A. 1617durch die Spanische meciisnoa friede worden.Bald hernach starb der Doge / und bekämezum 8uccei?orn Herrn kicojaum vonamm, ei-nen achzigjährigen greifen/darwider der pöbelgemurret/ und revottiret. Welches dem gu-ten alten Herrn so viel kummer gegeben / daßer nach wenig tagen darüber verstorben undüberal nur 40 tage das Dogat verwaltet. ZuH. Hlltomi?riu!l zelten / und zwar im drittenjähre seiner regierung/ hat der Staat sich mltdenen Herren Staaten der vereinigtenNiederlande verbunden; desgleichen hatH. krancilcus Oivrarenuz, der A. 162z erwehletwurde/ mitderCronZranckrejchund demHeryogvon Savoyen wegen rettirurion desVeltlins^ und der Pfaltz sich alliiret; starb A.
162s. Sein 8uccel!or H. jobsunes Lornarc»
besaß die würde fünffjahre/ suchte dem Ouc cleRevers das Hertzogthum Vlantua zu behau-pten/trat deshalber in alliantz mit Frankreich/und suceurrirte das von demKayftr belagerteMantua mit proviant. Bey seinem absterbenwar die Republiquemit dem Pabst im neuenmißverstände wegenseines sohns^ericieor.nari,Cardinals und Bischoffs zuVicenza. Erhatte zum Nachfolger Hertzog n-colaum concs-renum, unter dessen Dogat die Venetianervon denen Kayserlichen schlüge kriegten / unddiepesthat grausamlich zu Venedig gewütet/undA. i6zi innerhalb eilff monaten 94164 Per-sonen hinweggerissen. Zu seiner zeit hat pabstUrban Vitt aus Verdruß der herrschafft überden Adriatischen Golso die jenige Römischejnlcription, worinnendes Staats meriten ge-gen den stuhl in Sachen K.Friedrichs schimpf-liches fußhaderbild belangend verzeichnet wa-ren/zum grossen despect der Republique mitkalck übertünchen lassen/welche hernach Pabst. innocemius X wieder repsriret hat. krancelcoLri??v kam nach ihm im hohen alter zur Her-tzoglichen würde. Unter seiner regierung ha-Ächtigm Türcken die Insul <2ancka überfal-jich der Iii- len/ und Meister darauff gespielet/ und bliebes»l hie haupt-stadtund fe-
stung canciis, übrig / welche im folgenden jährauch belagert wurde. A. 1646 den 2 Jennerentstundein Venedig eine feuersbrunst im Ar-senal/welches verursachte/ daß etliche tausendgeladene musqveten loßbranten. Uber diesen:Unglücke erschracke der alte Hertzog/ der zugleichLenerslilümu, war / so sehr/ daß er ineinheff-tig fieber gefallen / und etliche tage hernach/als den i6Januarii/mit 8z jähren verstorben.Wann dieser todesfall nicht geschehen/wäreder alre Herr als (ZeneraUKmus, unerachtetseiner greißheit/mit einem grossen succurs gegenCandia abgesegelt.
Hieraufferwehlte man den 8ignor krancesco^olino im 71 jähre seines alters zum neuen Her-tzog/ welcher das im vorigen jähr an die Tür-cken verlohrne Canea vergeblich belagern ließ;inmassen denn auch keeimo und Suda mitaccord an die Türcken übergangen; erschlugaber die Türckett zur see mehrmahls. Son-derlich hatten die Venetianer einen herrlichensieg über die Türckische flotte unweit kokn»Dritte Haupt - Handlung
ttrö im ^rcbipel^o, und nahmen die Jnsil-len Samo/ Scio/ Stanchio und Lew/ wieauch Clissa in Dalmmien/ und auff Candiadas korr ü/lulcars und die stadt kvillgpotamo) und^lir3beUo ein. Hergegegen setzte der erbfeindder festung Candia hefftiger zu/ fand aber über-aus tapfere gegenwehr.A.i6ss der 27 Februar»starb der Doge/und wurde den 25 Martii da-rauffHerrCarl Lonrareni erwehlet/ dessen gro-sse sorge war/ den krieg wider die Türcken al-les ernstes fortzusetzen. Masten auch der es-nersbilimus, ^gurenriu5lVlürt.eNv, der gewalti-genTürckischen flotte einen empfindlichen streichversetzet/ welchen sieg er aber mit seinem todebezahlen muste. Die Türcken haben in diesemblutigen see-gefechte über 100 schiffe/und 20000mann verlohren; da hergegen auffVenetia-nischer feiten etwa 600 getödet und bieKxetworden.Man bemächtigte sich auch derJnsulenTenedos/ Mitylene/ undStalimene. Dessm
Ruccettol- kranceico Lornaru starb bald NM 28
sten tage nach seiner erwehlung. Diesem Do-ge folgte A. 1656 Herr öertuccj Vslier , unterdessen regiment die Türcken abermahl zur seehart geschlagen/ und auffCandia ihnen grossser widerstand entgegen gesetzet worden/ auchnahmen die Venetianer die Jnsuln Tenedosund Lemnos weg / erbeuteten hierüber denEgyptt'schen tribut an die zwo Millionen geldes.
Dessen Nachfolger der Doge/ jok-mnespelsi-o,thäte dem Pabst diesen gefallen / daß er beydem Staat die reeepnoo der Jesuiter vermit-telte. Das gegen-prXttsncium des Pabstes be-stünde in abtretung aller güter/ welche denenOwen des heiligenCreutzes undheilig'enGeijkesgehöret hatten. Dessen 5uccell'or Herr vomi-nicus Lovrsreaus hat die Türcken verschiedent-lich zu wasser und lande tapffer putzen lassen/welches sie dermassen toll gemacht/daß sie nunalle ihre kbrce gegen Candia gewendet und/auch dieMder unbeschreiblichen langwierigen gegenwehr ^ungeachtet/so lange angehalten/biß sie sich den26Augusti 8 .V .1669 derselben durch accord Mei-ster gemacht. Die belagerung hat zusam-men 24 jähr gewahret/ und sollen mehr alsZOOOOO köpffe und über t2Q Millionen goldesan feiten des erbfeindes; an Venetiamscher fei-ten aber bey 100 Millionen / und mehr denn200000 köpffe darauff gegangen seyn. Al-so fiel die tressliche Insul Candia in des blut-hundes klauen/ und blieben dem Staat allein8ula, 8ssng!ong3 und Qarsbuls; welches letzte-re aber A.1692 durch verrätherey eines Capi-tains/ nahmens la u.ocbe, an die Türcken über-gangen/ indem er den Commendanten / kt-an-cetco vona, meuchelmörderischer weise umsle-ben brachte. Der Doge lebte hierauffnochsechs jähr/ und starb Anno is^imJanuarjo.
Dessen Nachfolger Hertzog Nicolai 82Zl-ccjc>lebte zwar in solcher würde nur 17 monate/ er-wiese sich aber als ein vater des Vaterlandes/und starb den 12 Augusti 1676. Die wähl trafhieraufam28(i8)Augusti den edlen Herrn Jo-hann 8Z8reäo; als aber der grosse Nach zusam-men kam/fiel das loß -auf den k'rocurscorem »
^lc,y5um priull, des damahligen Generalveclitors in der!>v«ate Vätern: Er entschuldig-te sich aber mit dem hohen alter/ und traff diewähl endlich Herrn /Uszssum Comswui, beyge-Ppp A nahmt