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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
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von dem freyen Staate zu Venedig.

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Lode/und endlich auf derSenswren vorbitte zurewigen gefängniß verdammete. Zu seinerzeit entbrandte zwischen demScslißero zu Vero-na und Larrsrio,Hertzog zu Padua/ein hefftiger

an den Staat gekommen. Er regierte 18 jähr/und hatte zum Nachfolger H. Michael Stenum,unterdessen concluireVeroos, Vicen?2, ?s6ua,Co!ouis,ke!itro,LeUuno und ^ara wieder NN dieRepublique gelanget/starb A.141Z.

Nach ihm kam H. Thomas ^ocsnicus.oderI^ocemZo, welcher gantz kr^ul erobert. Anno142z folgte ihm H. krsnciscuz koscari , welchermit Mem vortheil die Waffen wider die Max.

jändergeführet/krescis, Lergamo, kavenna und

eremoas erobert/und die dann und wann em-pfangene schaden durch schwere Niederlagen sei-ner feinde ersehet. Das hohe alter machte ihnzur a^m'uMrsuon untüchtig / drum wurde indessen vier und dreyßigftem jähre des voZats er-MhletH.pat'cKzjjz^lZiz^etra, welcher der erstegewesen/so seinem vorfahren in der würde dierunei-slien oder leich-begangniß ausgerichtet;denn der calu5 hatte sich noch nie begeben / daßeinl)"x Nonor35lU5 worden. Als der Hertzogksscba! Anno 1462 tsdes verfahren / hat manH. (MriM'-pbv^um ^s.!ururn erwehlet. Die-ser unterredete sich mit Pabst ?io II zu Lmconawegen der alliantz wider den TÄrckifchen Su!-

kan Ötwmann; inmassin des Staats militz.auf?c!oponesv eingenommen / hergegen

^rgos

hat der Türcke LK^-s erobert. Sein nach-fahrer H. ^licolauz ibronus hat diese alliantznicht nur continuixet/sondern sich auch mit Rö-ntg Ferdinanden in Spanien verbunden.Zeit seiner kurtzen regierung wurde smirna con-«zuettiret. Anno 147z kam zum voZ2t d^icolauzMarcellus, unter dessen regiment viel glücklichesVörden Staat von Venedig in Macedonienverrichtet worden.

Hertzogkerrus ^Ocenicu,,und H.AndreasVenärsmicus, haben beyde aus kurtze zeit derRepublique vorgestanden/und ist des letzten wi-der die Türcken geführte exp«-amori bey Oojsund l^ilunrium unglücklich gewesen. Unterdessen luccel!ore<H. sobanoe d^ocenico hat derStaat die veste Scocj--Z mit der Insul Lemnuz inder Türcken Hände lassen müssen. In demzumtsvor der Florentiner wider Hertzog tZer-culem ä'kkezukerrara geführten krieg hat derStaat fast wider alle Jtalianische Fürsten ge-standen/und die städte Ko6,glum , Lenciena-riam.Hbatiam und andere mehrzur beute erhal-ten. Endlich hat der Päbstliche bann denfrieden gewircket. Anno 148s ernannten die

wahl'herrenkiarcum karyacjjcum oderLarberi.

xo zum Hertzog / dessen regierung Mar ruhiggewesen/jedoch nur 5 monate gewahret.

Dessen bruder und nachsahrer / /wgolünu,Lsrbsclicus, hat fast mit gantz Teutschland krie-gen müssen/und auch bey Trient eine schlappedavon getragen. Nach erfolgtem friede hater sich in die grosse alliany wider Frank-reich mit dem pabst / Römischen Raxser/Spanien und Mexland eingelassen/ und dieFrantzosen mit aus Napoli treiben helffen/ auchin dieser campagne in Apulien die stadte^sro-xs!i, ?uAlisno und erobert. Bey verän?

Dritte Haus?t-HandlstnZ.

derung der conjunKuren hat er mit RönigLudwigen in Frankreich wider ^eryogLudwig skornsm zu Mexland sich alliiret/und die stadt Cremona samr der landsihasstdavongetragen. Der zweckwar dieser/ daßFranckreich nach dem Hcrtzogthum Meylandschnapte / worüber der Hertzog fast aespemcwurde/und den Sultan Bajazet im Mangel an-derer hülste anzuruffen rclolv.rte. Er oerlohreaver das Hcrtzogthum und die fteyheit / undwurde gefangen in Franckreich gebracht. DesPabsts ^lexanäri Vl bastart söhn Vslenrinu,öorgis legte die kappe nieder / heyrathete inFranckreich und mengte sich in die kriegs - sti-res, nähme VlZM kl2Min>am,sur!i,!mo!2,

22 und andere orter hinweg. So bald aberder Pabst das Haupt legte/ergaben sich dis städ-

te Lesens,Kimini, ksen^L, kurli öcc. an die Vene-

tianer. Pabst siMuz wolte sie nicht dahintenlassen/diese aber sich auch nicht sccommoö-ren/darüber bließ der Pabst das grosse feuer an/wo-von bald folgen wird. Der größte gewinnund svÄMZZe vor den Staat selbiger zeit wardie acguisidun des RönigreichsCxpern. Eshalte nemlich Ronig ^acyb Luli^nsnuz MKön^reiG^Cxpern eine Staats-tochter / die Lscharinsm, Eypmi.eine leibliche tochter des dilokile^zoco Lornaro,

^uclirore Lenersle im Königreiche Cypern / ge-heyrathet/ und die Republique nach dessen todesich der ftau wittben und ihres soiMum- vor-mundschasst angenommen/und endlich die fachedahin gebracht/daß nach absterben des jungenHerrn die feau wittbe dem Staate solches Kö-nigreich durch testament zugewendet. Hier-nechst auch von dem Türcken Lefalonien vorsich und die Mitte Cron Spanien erobert;dargegen aber dlsupseium, und Lo-

ron verlohren. Er der Doge starb A.isol.

Unter dessen nachsahrer H. Leooarüo Lau-reclanu hat der Staat mit dem Türcken friede/und durch seine prXjzoreotz sich in der gantzenweit so conticierabel gemacht/ daß sich gantz Eu-ropa darüber ombragiret. Pabst juiius il Grossehatte die recuperation oberwehnter städte Staats om.im kropffe / und der Raxser war wegen der LeitetMeyländischen al^ire leicht in Harnisch zu brin-U.^gen/ die starck anwachsende macht erweckte densppelit bey denen Cronen Franckreich undSpanien entweder was zu gewinnen / oderdiese Insul-manner zur raison zu bringen/daß sie ihre waare wohlfeiler geben lerne-ten. Der innhalt dieser grossen alliantz war:daß alle diese Potematen zugleich den Daher leide?Staat anfallen / und die länder also IMvertheilet werden folten : Franckreich solte das-evoiucio»stück biß an Verona haben; der Kayser denstrich von Verona biß in den c-olso. DemPab-ste hat man dieFlaminische gegend und demKö-nige Ferdinands Apulien zugeschlagen. An-fangs griffe man das werckmit grosser körie an/und hat derStaat von dieser zu Lamdray A.15O9geschlossenen Lonsoecierstion kaum die stadeVenedig behaupten und frex behaltenkönnen. Unter denen Mutten haben dieFrantzosen die meisten conczuetten gemacht/nach dem sie die berühmte Knills bey Agnadeldurch Unbedachtsamkeit des VenetianischenGenerals Liviam erhalten. Welches aber beydmnWirten nur jaloulis erwecket/ zumahl

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