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DesEuropäischmHcrolds zweyte Haupt-Handlimg
Wer zweytenWaupt-Kandlung
NWr MauptMheil:
Von
em WönigrMe Bungam
Arß>rul?gdes nah-mens.
Jeses Königreich führet seinenitzigen nahmens - Ursprungzweiffels-frey von denen Hun-nen /welche Nation aus Scy-thien in diese lande gewan-dert/und wie sie profellion vonder rauberey machte / also in der gantzen weltdurch diese fteye kunst bekandt worden. Wiedenn das glück der waffen diesem volck so viellandschafften zugeeignet/daß die alte grän-yen des Königreichs pannonien/ nach derbeschreibung?linii, vom schwarten meere an/biß gegen Ober-Oesterreich exctullve,und vonPolen an/biß ansAdriatische meer gereichet/und v^lmarism so wol als Ill^ricum begriffen.Der nähme e^nnonia soll seinen Ursprung voneinem unter Japhets nachkommen haben/ wel-cher kannon genennet worden/und dieses landim jähre i8l2 nach erschaffung der welt zum er-sten gebauet haben soll. Diese Pannonierhatten zur zeit/da die beeden Römischen com-Petenten/ und -^ntoniuz, einander in
den eisen lagen/sich der gelegenheit prsevalget/und waren ins Römische gebiete eingefallen.Daher zu rettung der Römischen waf-fen-repmation,als er Kayser worden/seine Feld-Herren/ Hpulejum Vinniurn und ^l. VMciuM ,dahin mit einer armee schickte/dieses unrecht zubestraffen; und ob sie sich wohl tapffer wehre-ten / siegten ihnen die Römer doch immer ob/und machten endlich unter dem Kayser a/iberioAlte behcrr- ^6 land zu einer Römischen proviny. Un-scher dieser ter dieser Römischen botmaßigkeit ist die Na-tion über Zoo jähr gestanden/biß sie unter demKayser LorMamino den Gothen/ Wel-ttie-aus vaeien herüber die Donau Palmen/und diese lande einnahmen/ sich unterwerffenmüffen ; Welche aber etwa ums jähr Christizyz von obgenieldten Hunnen/ so dermalen ausdem Asiatischen Seythien in die IOOOOOOstarck/wie berichtet wird/unter sechs Feld-Her-ren in Europa eingefallen / und die Provintzien
Wide.
fast das gantze kindische land verwüstet/ver-trieben worden. Der Römische Land - VogtZvlzcrmuz vermeynte dem Römischen Reiche die-se schöne Provintz wiederum zu erwerben/ undzog mit einer grossen armee an die Donau/woitzo Ofen liegt/ wurde aber/als er vermeyntedurch den ström gesichert zu seyn / von denen aufblasen überschwimmenden Hunnen überfallenund geschlagen/dabey aber die Barbaren auchviel eingebüsset; wie denn in der schlacht beyTolna 21OOOO Römer und alliirte Teutschen/und i2sOOO Hunnen geblieben seyn sollen / bißendlich diese vollkommen Meister über dieRömer wurden/ den kttacttnum mit haut und
haar gleichsam ftaffen und das land behau-pteten.
A.lsnun bey diesenaÄionen das eine kriegs-haupt Attila/ der zu TeutschEyel genannt/sich am besten gehalten/hat ihn die Nation zumKönige erwehlet. Von seinem schwerdt / mit ^welchem er so grosse thaten gethan / wird erzeh-HmmKlet/ was mästen ein hirte selbiges auf der weidegefunden / und ihm zugebracht; worauf dieHeydnischen psaffen ausgesprochen : Es seyedieses das schwerdt des krieges - Gottes ^grc>5,welches die Götter dem zugesendet hät-ten/die ungläubigen Christen damit auszurot-ten/und die gantze welt unter seine gewalt zubringen. Welches ihn um so viel desto mehrangefrischt / seine grausame ineurliooez widerdie Christenheit vorzunehmen. Er brachte dieOst-Gothen/ Gepider/ Marckmannen / Qua-den/Heruler/Thüringer/Schwaben und ande-re Temsche völcker in seine gesellschafft undbündniß / setzte stinen bruder LuUs über Panno-nien zum Stadthalter/und gienge mit einerarmee von etwa lOOOOO mann ins feld. Undzwar nahm er den march die Donau hinu nter M dminMösien/Dardanien/ Thrazien / Macedonien ^ msund Jllyrien/ schlug sich allda mit des Kayser^iMeciclolil Generalen herum/ und triebe die Rö-misch-Kayserliche macht zu Constantinopel der-maßen in die enge / daß der Kayser A.44Z lhw M mchtden rückzug mit 6OOO pfund goldes abkaussen im M tmmuste/und jahrlich etliche iOOO pfund zum tri-^^but bewilligte. Und als diexeallon aussenblie-be/that er noch einen zug gegen die Kayserlichelande/bekäme aber schlage/ und muste sich aufden frieden legen. Er suchte durch VerhetzungKaysers Valenrjniani ll!,und Ibeocloricj derWest-Gothen Königs im trüben zu fischenzdiesebeeden Potentaten aber commumcirten mit ein-ander über des Barbaren boßheit/ und griffenihn gesamter Hand / mit Zuziehung Königs Me-rovai in Francken/ aufseinem grossen feldzug inGallien an.
Unter weges nähme er ein so hschmüthig Nem-g B?^-ciic.3t an/als groß seine auf dem marsch ge- AAmachte neue und vorige congu.esten waren/in-dem er sich geschrieben : t^in e peitsche GOt-tcs und schreckender wellt ; massm er fastdestgantzen Oecident/ Teutj chland/ panno-ttien/Aanckreich und Ita lien / theils unterseine botmaßigkeit gezwungen / theils in solchefurcht gesetzet/daß ihm niemand zu widerstehengetrauet. Die gelegenheit war diese darzu /daß/als er mit seinem Heer von 7OOOOQ manndurch Teutschland in Frankreich gebogen / undüberall seine grausamkeit spühren la ssen / ihmunter weges ein Einsiedler begegnet !seye/der ihneine peitsche oder geißel Gottes genennet/
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