»74 Des EuropaischenHeroldszweyte Haupt-Handlung
gröste unruhe hatte er aber von feinen brüdern/ ter Elisabeth/ obgedachter massen / als des Kö-welche auch land und leme regieren wolten. «igk.Printzens braut schimpflich nach Hause ge-Dem tapffern Feldherrn kosteten diese troublen schickt worden war/ die Crone antrugen/ Wie-den kopff/ und K. Birgern fast zweene theile des wohl derselbe dieses glücke wegen hohen altersReichs/ ja endlich gar die freyheit und den ausschlug / und dargegen den jungen Hertzogthron ; Jnmassen er ins bittere elend gehen/ von Mecklenburg /Ubermm. dessen frau Mutter/und darinnen A. 1319 verderben muste. Die- Lupbemis, Königs schwester war/bestensses letztere unheil brachteihm seine untreu und recommanU.rte. Dieses fruchtete auch soviel/rachgier zu wegez denn er ließ wider beschwor- daß derselbe A. iz6z zum Regenten in Schwe-fnen frieden seine brüder unterm schein der den wider btsxnum crwehlet wurde. Der?A5sreundschafft zu gaste laden/ selbe hernach samt entsetzte König aber suchte mit gewalt der was-burs.vielen Lranä-s in kercker werffen/ und darinn fen wieder / was er durch böses verhalten ver-verschmachten / welches bey den unterthanen lohren; erlangte endlich N>est - Gothen zuneue empörung und des Königs exüium nach seiner sutMentz/ erregte aber bald neue motu,,sich zog. und wurde von seinem Herm sohne /RönigHa-
Zhme folgte im regiment König 1 l quincn in Norwegen / ziemlicher Massen un-8meek, seines brudern Erichs söhn/ als ein kind terstützet: muste sich aber doch nach siebenjäh-vondrey jähren/welcher durch kluge vermitte- riger gefangenschafft der Crone verzeihen/ undlung eines Neichs-Raths /Matthias Settel- starb in befl^gtemNorwegen eines erbärmlichenmundson/ nicht allein aufdiesen thron gesetzt/ wdes. Einige jähre hernach brach Rönigsondern auch von den Norwegern / wegen sei- Albrechr auch ab / und reitzete die StändenermuttcrJngeburga /zum Ronig erwehlet durch unkönigliche concluite und etliche grausamewurde. Er brachte Schonen/ Hallend und excecke wider sich; ja es kam dahin / daß dieseVleckingen anderweit an die Schwedische sich größten theils zu des Königs in NorwegenCron. Als er aber / nach des ruhmwürdigen höchstgedachten Haquins frau wittben/und desKettelmundsons tode/ im leben sehr lasterhafft jungen Erb-Printzens Olafs vorinünderin undund aus einem gvten Regenten / wie Nero / Regentin Margarethen / schlugen / und hie-schlimm wurde/ setzten die Stände von ihm ab/ selbst schütz suchten. KönigAlbrechtenwar die-und ordneten seinen ältesten söhn / Printz Eri- ses verschmählich / schickte der Königin einenchen / zum Mit-Regenten in Schweden/ den wcystcm/mit der bedeutung /fieals einfrau-jüngsten aber/ nemlich Haquin /zum König in enzinunersolte nadeln schärften und fleis-Norwegen. Der frau mutter Blanea/Gräfin sig nähen/weck thr solches bester/ als dasvonNamur/warderrespectihresGemahlslie- schwerdt und die einmtschung in dieber/als die Reichs-ruhe und das leben ihres Schwedischen Reichs-Handel/ anstünde.Printzen/ließ daheroErichen durch langsamen Das blätlein wandte sich aber um/ und erlidtegifft hinrichten. Rönig Waldemar Ul in König Albrecht in der am tage Matthäi A.iz88Oäneinarck hatte bißher seinen zepter über viel bey^lbogis gehaltenen schlacht / nach hitzigemmue Provintzien erstrecket / und suchte bey den geftchte / eine blutige Niederlage / wurde selbst AN «Schweden im trüben waster zu fischen. Wie samt seinem Herrn söhne Erichen gefangen/ under denn auch durch list und bedrohung von K. mit dem Wetzstein vielmal vexiret/sodann nach Mmwichtige!! ^ 8^^ Schonen/ Halland/ Vlecktngen und Lindholm in Schonen zu siebenjähriger custo-fich vieler Nordansund bekam / und numehr ferner die gebracht/und eher nicht/ als nach erlegungProvilltziell. Gothland und Oeland durch Heeres - zwang 6OOOQ nna'ck löthigen silbers / wieder loß ge-einzunehnzen / seine vor-tcouppen anmarchiren lasten.
ließ. Welches die Schweden annöthigre/ den Inzwischen / und da die Gothen mit denKonigl. Prmtzen Haguin zu vermögen / das Schweden nicht allerdings einig waren/ ob derschwerdt vor die rettung des Vaterlandes auszu- Königin Margarethen dieCron Schweden an-ziehen / und den Herrn vater zu Verhütung aller zuverlrauen/ oder der gefangene König zu retti-Hindernisse in leidliche custodie gen Calmar zu wwen seye/gieng es im Reiche sehr übel her/wiebringen. DerPrintz ludeaberderStändeun- es zur' zeit einer än^ckie zu geschehen pfleget,willendamit ausfich/daßerdieaufderoanrath Die fte-und land-räuberey nahm überhand/zu seiner braut crwehlete Gräfin aus Holste!»/ und die ff genannte Zeralianische rotte richtetefr. Elistzberheu / auf König Waldemars an- die größten leichtfertigkeiten an; welches Rö-reitzung wieder verließ/ und den Hn. vater auf nigm Margarethen bewogen / mit zuthunsreyen fuß stellete .- Dargegen aber K- Wal- der Wendischen stadte dem unheil zu steuren.demars tochter / Margarethen/ heyrathete. .Ob sie nun wohl von der MecklenburgischenHierauf reisen der besteyete König parthie zu wasser und lande gegenwehr und hin-
nebst seiner Gemahlin/ und dem König!. Prin- derung vor sich gefunden / hat sie doch endlichtzen Haquin nach Csppenhagen/ allwo das bey- meister gespielet / und die Cron Schwedenlager vollzogen / jedochvon K. Waldemarn so durch ihre großmüthigkeit und heroische tha- MWuntreu gegen seine gäste gehandelt wurde/ daß ten erworben / auch die glückliche vereint-er dem Könige und der Königin in Schweden gung der drepNordischenCronen aufewig s-e NB-gifft beybringen ließ/davon die letztere alsobald mitdengesammtenStändenauftterichtet;^ ew
des todes war/der König aber durch hülffe fti- inmasten oben bey beschrcibung des König-" '
nerstarcken natur und der artzney noch beym le- reichst Dänemarck erwehnet worden. Zur
ben blieb. Jmmütelst erzeigeten sich die ran-ion des gefangenen Königs hat das Meck-
Schweden gegen ihrm abwesenden König und lenburgische frauenzimmer ihren schmuck herge-
Königl. Printzen dermastcn widerspenstig / daß geben / denn die Schweden wolten nichts bey-
sieGrafHenrichen von Holstein/ dessen toch- tragen. Dargegen sind durchs gantze land
alle