244
Des Europäische:» Herolds zweyte Haupt- Handlung
und daß dieser Printz viel menschen - blut ver- worden / und das schloß Friedrichsburg/ wie
gieffen würde/ prophezeyet- Sein jüngster auch am Sunde das schloß Rronenburgaus
Printz Johannes war zu Steinbruck in Un- eigenen Mitteln erbauet/ ohne daß es seine un-
garn/da er unter seiner fr. mutter bruder Ray- terthanen einen Pfennig gekostet. Er verschie-
ser Carln V A. isz^ wider den erb - feind eine de A. is88 mit Hinterlassung eines unmündigen
campagne gcthan/cben des tags/da der Herr va- Printzen / dem aber der Kayser veaiam Xrsti,
ter gefangen worden/gestorben. gab.
Ä^riedr^i So bald K.Friedrich den zepter ergriffen/so Gleichen ruhestandes hatte sich das Reich
gib: de.,Adel 152Z geschehen/ richtete er mit den Standen eine unter diesem seinem Herrn söhn und Nachfahrer
zu viel ftey-g^jG^picularionauf/coniismirte ihreherrli- K. Christian lV anfangs zu erfreuen/ und?:v«tm. vmit - . .IV
che privilegia/und vermehrte sie. Schloß mit wlirden viel schone stadte und schlöffer / als,m
Rönig Gustaven in Schweden und den Christian-stadt auf Schonen/ ChristiaMkriHansee-stadten bündniß wider Christiernen/ nicn in Norwegen Christianope! aufVle
ckingen/ Gluckstadt am munde der Eibe / undChristianpreiß in Schleßwig von ihme er-bauet. Vstt den Königen Carlen IX. GustavAdolfen/und wiederum mit der Königin Chri-stinen in Schweden hat er einige/ am ende abernicht gar glückliche kriege geführet. Der erste
und schaffte sich von innen und aussen sicherheit;starb daraufA.iszz.
K. Christian Sein Herr söhn und nachfolge? K. Christianzu. l?l hatte anfangs viel zu thnn. Heryog Al-brecht von Mecklenburg/und Graf Chri-stoph von Oldenburg corrctfionUirten mit
denen Lübeckern (welche vormals jederzeit übel A. 1610 und 1611 hatte die von dem- König Ckri
auf Danemarck gesinnet gewesen/) wegen l-eM- ttiuno mißgebilligte titulatur über Lappland/
rurion Chrisiierns tl)Undgriffen daswcrckselbst und die erbauung der vcste Gothenburg zum
mit an/ brachten auch viel Provintzien auf ihre vonvand. A. 161z aber kam es zum frieden/
feite z die sudü^en und ^uxiNgr- trouppen des vermöge dessen Dancmarck alle conguetten rs-
Königs in Schweden halssen ihme aber merck- tk-ruiren/ Schweden dargegen eine Million be-
lich wider diese angemaßte revolmion , und zahlen müsten. Mit der einmischung in die
schlug der König die feinde bey Oreensee auf Deutschen Reichs - fachen liefe es auch gar
Fühnen in die flucht. Die Grafen von Hoya schlecht ab. Denn ob ihn wol A. 1625 der
und Tecklenburg blieben sunt dem Bischoff Rheder - Sachs krerß zum Rreiß - Obristen
Gustaven aufder wahlstatt: GrafChnstoph erwehlet/er auch aufdie mit Engelland/Hols
gab reiß aus / und wurde alle bag^e erobert, la nd/ Schweden und Venedig geschlossene
Er bezwange auch endlich A. isz6Koppenhagen alliantzen sehr viel bauete/ blieben doch die auxi«
K. Christian selbst, bind weil sich die Bischöffe nicht zur l,35. trouppen und lubllMen außen/ und ließen
lencken wolten / schloß er sie von der die Wimen dem König die last des krieges mit
ti-um cin. Neichs-standschafft aus / und ließ durch 0. Jo- Rayser Ferdinanden i» allein auf dem halse.
Hann Bugenhagen die kirchen völlig resormh Weil nun Heryog George zu Braun-
ven/und die Augspurgische coofeMoo einführen, schweig/ und andere mehr ihme auch zu wider/
Als erA.isss aufm todbette lag/kam ein Engel und die Niederlagen bey Butter am Barenber-
zu ihm/und erinnerte ihn an die stunde seines to- ge/wie auch bey Nlollgast/ingleichen des Her/
des / nemlich es würde sich auf den neuen tzogs von Frießland armee sehr beschwerlich
jahrs-tag mit ihm bessern. Welche engli- fielen/mnste er Teutschland qmttiren/ und anns
sche vorbestiminung des cerm-ni kcaiu auch auf 1629 zu Lübeck friede machen/kraft dessen er zwar
den moment eingetroffen. Kurtz vor seinem Holstein wiederbekommen / dargegen aber die
ende hac er sich mit seinem gefangenen Vetter/ Bisthümer in Teutschland/dazu er seine Herren
Ronig Christiern ll. zu Rallenburg aufs söhnepottulirenlassen/ qmttiren/ undFemem
freundlichste besprochen/ und nach vollbrachter und Nordstrand gehörigen orts reMruiren
aussühnungvalet gegeben/ undseyndsiebeyde müssen. W64VkamK.Christian ivmit den
bald hinter einander gestorben. General - Staaten wegen offenhaltung des
Sein Herr söhn R.Friedrich ll wurde noch Sundes zum kriege / und versicherte er sich der
in diesem jähr den 20 Augusti gekrönet; und Crone Spanien / Lüneburg und Hessen durch
bezwang vor ausgang desselben die rebellische allianee. Schweden und andere zur see zu thun
Ditmarsen/ nachdem er in der Niederlage auf habende Potentzen und stadte waren auch dar
A. Friedlich te'Nsi reichet
Sa6 Herzog
thmü Hsi- steten wegen Schleßwig/ als eines Cron-lehns/ und Holstein einfiel/ und dem König schuld gab/
sie::, zu die Pflicht. Welche beleihung und er habe die Sund-verträge violirct/si'ch mit dem
abstatttmg der Pflicht in 140 jähren nicht gesche- Kayser und Moscau/als Schwedischen feinden/
hm war. Mit König Erichen XiV m verbunden/die Königl-wittbe zur ungebühr an
Schweden hat er einen siebenjährigen krieg ge- sich gezogen/u.d.g. Er schlug aber die Schwe-
führet /und es endlich zur Wohlfahrt der lande den bey Tönningen / und der Königl. Printz
A. zum frieden kommen lassen. Die frie- Friedrich/Ertz-Bischoffzu Bremen/wurde dar-
dens-puncten waren: Dänemarck soltc allem über aus dem Stisst vertrieben. Man zeiget/
recht auf Schweden absagen/ und Elfs- sonstzurzeit dieses krieges an/ob hatten dem Kö-
burg wieder geben / hergegen Schweden nige Christian die überaus glücklichen progres-
ausNorwegen/Gothland/Schonen /Hat- len dcrSchweden in Teutschland nicht we-
land/ Vlcckiktgcn zc. renuncliren/c. Nach nig ombrs^e gemachet/ daher er die allzu hoch
diesem regierte er 18 jähr in gutem friede/ daher anwachsende macht derselben zu beschneiden ge-
er sich auch den nahmen des Friedfertigen er- suchet/den ansang mit sperrung des commsreu»
und
Fx. -
- -
'
-- --
«M0.'
'''
.....