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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
Entstehung
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Des Europäische:» Herolds zweyte Haupt- Handlung

und daß dieser Printz viel menschen - blut ver- worden / und das schloß Friedrichsburg/ wie

gieffen würde/ prophezeyet- Sein jüngster auch am Sunde das schloß Rronenburgaus

Printz Johannes war zu Steinbruck in Un- eigenen Mitteln erbauet/ ohne daß es seine un-

garn/da er unter seiner fr. mutter bruder Ray- terthanen einen Pfennig gekostet. Er verschie-

ser Carln V A. isz^ wider den erb - feind eine de A. is88 mit Hinterlassung eines unmündigen

campagne gcthan/cben des tags/da der Herr va- Printzen / dem aber der Kayser veaiam Xrsti,

ter gefangen worden/gestorben. gab.

Ä^riedr^i So bald K.Friedrich den zepter ergriffen/so Gleichen ruhestandes hatte sich das Reich

gib: de.,Adel 152Z geschehen/ richtete er mit den Standen eine unter diesem seinem Herrn söhn und Nachfahrer

zu viel ftey-g^jG^picularionauf/coniismirte ihreherrli- K. Christian lV anfangs zu erfreuen/ und?:v«tm. vmit - . .IV

che privilegia/und vermehrte sie. Schloß mit wlirden viel schone stadte und schlöffer / als,m

Rönig Gustaven in Schweden und den Christian-stadt auf Schonen/ ChristiaMkriHansee-stadten bündniß wider Christiernen/ nicn in Norwegen Christianope! aufVle

ckingen/ Gluckstadt am munde der Eibe / undChristianpreiß in Schleßwig von ihme er-bauet. Vstt den Königen Carlen IX. GustavAdolfen/und wiederum mit der Königin Chri-stinen in Schweden hat er einige/ am ende abernicht gar glückliche kriege geführet. Der erste

und schaffte sich von innen und aussen sicherheit;starb daraufA.iszz.

K. Christian Sein Herr söhn und nachfolge? K. Christianzu. l?l hatte anfangs viel zu thnn. Heryog Al-brecht von Mecklenburg/und Graf Chri-stoph von Oldenburg corrctfionUirten mit

denen Lübeckern (welche vormals jederzeit übel A. 1610 und 1611 hatte die von dem- König Ckri

auf Danemarck gesinnet gewesen/) wegen l-eM- ttiuno mißgebilligte titulatur über Lappland/

rurion Chrisiierns tl)Undgriffen daswcrckselbst und die erbauung der vcste Gothenburg zum

mit an/ brachten auch viel Provintzien auf ihre vonvand. A. 161z aber kam es zum frieden/

feite z die sudü^en und ^uxiNgr- trouppen des vermöge dessen Dancmarck alle conguetten rs-

Königs in Schweden halssen ihme aber merck- tk-ruiren/ Schweden dargegen eine Million be-

lich wider diese angemaßte revolmion , und zahlen müsten. Mit der einmischung in die

schlug der König die feinde bey Oreensee auf Deutschen Reichs - fachen liefe es auch gar

Fühnen in die flucht. Die Grafen von Hoya schlecht ab. Denn ob ihn wol A. 1625 der

und Tecklenburg blieben sunt dem Bischoff Rheder - Sachs krerß zum Rreiß - Obristen

Gustaven aufder wahlstatt: GrafChnstoph erwehlet/er auch aufdie mit Engelland/Hols

gab reiß aus / und wurde alle bag^e erobert, la nd/ Schweden und Venedig geschlossene

Er bezwange auch endlich A. isz6Koppenhagen alliantzen sehr viel bauete/ blieben doch die auxi«

K. Christian selbst, bind weil sich die Bischöffe nicht zur l,35. trouppen und lubllMen außen/ und ließen

lencken wolten / schloß er sie von der die Wimen dem König die last des krieges mit

ti-um cin. Neichs-standschafft aus / und ließ durch 0. Jo- Rayser Ferdinanden i» allein auf dem halse.

Hann Bugenhagen die kirchen völlig resormh Weil nun Heryog George zu Braun-

ven/und die Augspurgische coofeMoo einführen, schweig/ und andere mehr ihme auch zu wider/

Als erA.isss aufm todbette lag/kam ein Engel und die Niederlagen bey Butter am Barenber-

zu ihm/und erinnerte ihn an die stunde seines to- ge/wie auch bey Nlollgast/ingleichen des Her/

des / nemlich es würde sich auf den neuen tzogs von Frießland armee sehr beschwerlich

jahrs-tag mit ihm bessern. Welche engli- fielen/mnste er Teutschland qmttiren/ und anns

sche vorbestiminung des cerm-ni kcaiu auch auf 1629 zu Lübeck friede machen/kraft dessen er zwar

den moment eingetroffen. Kurtz vor seinem Holstein wiederbekommen / dargegen aber die

ende hac er sich mit seinem gefangenen Vetter/ Bisthümer in Teutschland/dazu er seine Herren

Ronig Christiern ll. zu Rallenburg aufs söhnepottulirenlassen/ qmttiren/ undFemem

freundlichste besprochen/ und nach vollbrachter und Nordstrand gehörigen orts reMruiren

aussühnungvalet gegeben/ undseyndsiebeyde müssen. W64VkamK.Christian ivmit den

bald hinter einander gestorben. General - Staaten wegen offenhaltung des

Sein Herr söhn R.Friedrich ll wurde noch Sundes zum kriege / und versicherte er sich der

in diesem jähr den 20 Augusti gekrönet; und Crone Spanien / Lüneburg und Hessen durch

bezwang vor ausgang desselben die rebellische allianee. Schweden und andere zur see zu thun

Ditmarsen/ nachdem er in der Niederlage auf habende Potentzen und stadte waren auch dar

A. Friedlich te'Nsi reichet

Sa6 Herzog

thmü Hsi- steten wegen Schleßwig/ als eines Cron-lehns/ und Holstein einfiel/ und dem König schuld gab/

sie::, zu die Pflicht. Welche beleihung und er habe die Sund-verträge violirct/si'ch mit dem

abstatttmg der Pflicht in 140 jähren nicht gesche- Kayser und Moscau/als Schwedischen feinden/

hm war. Mit König Erichen XiV m verbunden/die Königl-wittbe zur ungebühr an

Schweden hat er einen siebenjährigen krieg ge- sich gezogen/u.d.g. Er schlug aber die Schwe-

führet /und es endlich zur Wohlfahrt der lande den bey Tönningen / und der Königl. Printz

A. zum frieden kommen lassen. Die frie- Friedrich/Ertz-Bischoffzu Bremen/wurde dar-

dens-puncten waren: Dänemarck soltc allem über aus dem Stisst vertrieben. Man zeiget/

recht auf Schweden absagen/ und Elfs- sonstzurzeit dieses krieges an/ob hatten dem Kö-

burg wieder geben / hergegen Schweden nige Christian die überaus glücklichen progres-

ausNorwegen/Gothland/Schonen /Hat- len dcrSchweden in Teutschland nicht we-

land/ Vlcckiktgcn zc. renuncliren/c. Nach nig ombrs^e gemachet/ daher er die allzu hoch

diesem regierte er 18 jähr in gutem friede/ daher anwachsende macht derselben zu beschneiden ge-

er sich auch den nahmen des Friedfertigen er- suchet/den ansang mit sperrung des commsreu»

und

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