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von dem Königreiche Jrrland.
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!! Methe/ oder klesrk, das ift/^ec!ia, hat dreyGrafschMenMonÄgksn, I^ONZforä und ^et^-weatk. Ili.Lovnaßr^oder donnaugl)?, darin--nen sGrafschafften/nemlich 8Zeg0,^2zc>, (Zalio.
WS/, LIsre, K.v8comen und l^errim. IV ^em«
ster hat? Grafschafften; dessen und des gan-tzen Reichs itzige haupt-stadt/und der Vics-ke/5,und Officirer der justitz residentz ist Dublin/welche ihren r.orä t^ls/vr und Hlaermenz wieLondon hat. Die Graffchafften aber heissen
Z)ub!m,(I!arer!aßN,^exforä, Kiil-ienn/, ()ueen5.rovvn , XinAtown und K>I6ar, und dann Vl^ountter oder ^lomonis hat sechs Grafschaff-ten/nahmentlichDesmond, Kar!^?, ^srer5^rcj,Keri, l^immerik UNd l'/pperari. Man findetauch neuere suwrez, welche das Königreich invier haupt-theile absondern/als uicomen / ec>-nsclsen/ l.aZollien und ^o^0nien/welck)e dannihre Grafschaffcen unter sich haben. Vonkleinern Jnsuln / welche zu Jrrland gehören/sind diese die berühmtesten: Loplsua,, vslke/,
LeZ-eri, Liers, öesrs, Vöries,^rsn^lorc, Llere/,LloclsZkAecrsin, U .a .M.
Es wäre dieses vor einen lebens-begierigenmenschen ein fürtreffliches wcrck/wenn es wchrwäre/was Lsrvs ein Jrrlander ?.i. c. 4 seinesreise-büchleins schreibet; ob sey nemlich in derProvintz^lounNer eine Insu!/ aufwelcher nie-mand sterbe: Und hätte daher auch den nah-men der lebenden Insul bekommen/ desglei-chen sey noch eine andere Insul/ in welcher dietodten cörper nicht verfauleten. Die erste wilderautorselbst gesehen haben/ ist aber zu ver-wundern/daß er nicht daselbst stets blieben / undsich unsterblich gemacht.
Die lufft ist in Jrrland gelinder / als in^ Frankreich und Brittannien /also/ daß manallhier/als in dem temperirtesten lande/des som-mers nicht im schatten / und des winters nichtbey dem feuer sitzen dörffe. Hergegen abergibts viel regen/ und grosse feuchtigkeit / daher/und weil die lufft eine sehr relo!v,rende krafft beysich hat/der durchlauff und die rothe rühr im-merzu Zrslllren/ und die fremden sehr beschwe-ren zdargegen sie sich aber eines sehr guten Lli-zcirs/welches wieder austrocknet und stopffet/gebrauchen. Von solcher lufft wachsen auchsolche lsxirendekräuter/als die^skinbo/ oder
^itb/malluzl'uberolusbZibernicuz. Von giff-
tigen thieren und geschmeiß / so gar auch vonsröschen/ ist die Insul gantz rein/dergestalt/daß/wenn dergleichen von andern orten dahin ge-bracht werden/sie/dem vorgeben nach / alsobaldsterben sollen/und ist hiernechst die Insul von dernaturdißfalls dermaßen priv,lehret/ daß auchdas Inländische holtz weder spinnen noch Wür-mer leidet/und zum bauen fürtrefflich ist. Vondergleichen ist der palast zu Mcstmünster anLondon / und das rath-hauß in den Grafen-haag in Holland erbauet. Jedoch wollen ei-nige behaupten/daß sie spinnen in Jrrland gese-hen/welche aber nicht gifftig seyn sollen.
Wegen des stetigen regens wüchset weniggetraide/ dargegen aber desto mehr saffran.Dastand hat viel berge/ wälderund sümpf-^ycype Haupt-Handlung
fe/ und ist zur Viehzucht gleichsam auserkoh-ren; doch /ssgt man/die kühe geben keine milch/wann sie nicht ihre kälber oder dergleichen sehen.Der gantze reichthum und nahrung der Jrr-lander bestehet in rind-und schaf-viehe/ ho-nig/butter/ unschlltt/wolle/ kase/schnabel--wepde/ wildpret/ leder und salmen. Diepferde/die in dem lande fallen/ sind von denenbesten in Europa/daher auch wohl eher eins vor400 ochsen vertanjchet worden. Die Hand-lung aber haben die Engelländer um ihres eige-nen Nutzens willen meistens an sich gezogen; je-doch könte man auch ohne deren geringsten nach-theildie commercien aufdieserInsul in bessernstand bringen und zugleich ein grosses geld dahinziehen/wenn man nur die leinwad -msnuts6Wrmit mehrerm ernst cncoursgiren und sonsten dieVorschläge /welche der berühmte Staats-Mini-ster V/Mism lemple in seinen so genanntenOeuvres meiees gethan / in etwas behertzigenwolte. An den meer-küsten wachsen die ms-creul -8 ,eine art gättse /aus faulem holtz im meer.Es giebt auch eine art perlen/die im meere wach-sen/und den muscheln in gewisser anzahl schwim-mend einander wie die bienen ihrem König fol-gen. klomonis oder tvlounUsr hat die bestenmeer-hafen / feinster den grösten Handel /und kleäia oder^lesrbist die kornscheuredesgangen lattdes. Um Dublin, Kilksnn/ undLorke gräbt man den fürtrefflichen inarmor»Auch ist das meer nebst den seen und flüffen vol-ler fische/ wiewol sich die einwohner/aus ange-bohrner faulheit/wenig mühe nehmen/selbige zu
saugen. «-
Die nativen einwohner find zwar ausserdem nothfall weder zur handthierung noch zu ner.künsten und wissenschaff:en gar fertig / sonderngute faule gesellen; doch aber verwegene/schlim-me leute und im kriege dauerhafftig und tapffergenug/welches sie noch letzthin in Italien zu Lrs-mons erw:esen/und die Kayserliche militz wiederheraus getrieben. Halten von frühzeitigenHeyrathen viel/ und werden selten kranck. Aufdie studien spendiren sie wenig /ihre beste kunstund prvfellion ist die straffen - räuberey. Siesind leichtsinnig/unruhig und unbeständig in deraevvrivn gegen ihre Oberen. Ihre Hoffnung istofft ohne vernnnfft/und ihre furcht ohne grund»Daher man Ln Franckreich fprich-worts weise
sagt: l>lvu5 cro/ons touc cs gui nouz üstce, wirtantzen jedem/der uns pfeifst. Darinnen abersind sie doch ziemlich opimstres, daß sie einenunversöhnlichen haß gegen die Englische Na-tion/ und sonderlich gegen die Könige haben;dahero so viel innerliche kriege und rebellionenentstanden/sonderlich zur zeit der Königin Elisa-beth. Jedoch waren sie dem vertriebenen Kö-nige Jacob Ii derRömisch-Catholischen religionwegen getreu genug / und hielten sich tapffer wi-der die damahls regierende Königl. Majestät/biß sie endlich zum creutze kriechen musten. Zualten zeiten waren sie der weissen Rose oder demHause Pork beygethan / und suchten gegen dievon der rochen Rost zu proKrii-en; wie sie denn
auch denen betrügem 8imnel und?erkinfsvOrj-
Met. So bald aber als ihnen die Waffen mitnachdrucke und ein martialischer valor, und blu-tige siege gezeiget werdewlubmirriren sie sich undwerden demüthiger. Ein weisse Ltsrüz hatGZ 2 vor