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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
Entstehung
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233
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von dem Königreiche Irrland.

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thanen gegeben worden. Obgedachtes Rö- jährlich einzuheben hätten / worüber sie aber die

nigs Henrichs I! john/ sobannes ime terra, füh- Waffen ergriffen/ und sich gegen die maimeniren

rete die Engellandischen gesetze und die müntze in wölken / die ihnen den vollen gehorsam versag-

Irrland ein: König Eduard! aber richtete zu ten. Darüber kamen sie zu blutigen innerlichen

beförderung der freyen künste A. iz^Q eine Uni- Händeln/ daraus der König die louveramere vor

versität zu Dublin aus. sich heraus zöge. Unter König Eduarden vi,

Mgl/r«. Zney hundert und drev und zwantzig jähr etwa A.is49/entstande einerebellion / welche

chm kömmt hexnack) hat V^önig Henrich lix auf dem Irr- zwar LNevstier öellmgKam, vepurirter des Kö-

m au - Indischen ^ Dublin denen Stan- nigs / unterbrach / man konte aber doch nicht

den/deren ohnedeme einige den titul Herr ihren wehren/daß sie im folgenden jähre nicht weit ge-

freyheiten nachthMg/ und dafür gehalten / als fährlicher wieder entbrandte: denn so sehr sich

könte man einen--bloßen vominar über sie dar- diebeeden »enric» hatten die zeit her angelegen

aus erzwingen/inmassen mit der religions-ver- seyn lassen/der Königlichen Hoheit die grund-fe-

ändemng ohnedem sehr louvvrainsmeoc veffahre sie zu versichern/so war es doch nicht weiter als

worden / durch den Ober-vepmirten oder Land- in den Englischen colonien ^zum rechten stände

Vogt die «leclararion thun lassen/ er sey gesonnen/ kommen/ und der alten Inländer kerocitat und

den titul König von Irrland forthin zu führen; das so tiefemgewurtzelte / eigenwillige wesen

welches von denen Ständen mit grosser sreude konte so kümmerlich ausgerottet werden / drum

chfgenommen und mit allgemeinem zuruff Kö- entstünde ein aufruhr über den andern. Denn

M Henrichs vm von Engelland vor einen Kö- submilbon und revvlren wechselten/und erzeigte

mg vouI^.tund öffentlich proclamiret worden, sich/was von der Nation gejagt wird/ am aller-

Der jtM) :u Rom/sobald er davon Nachricht er- meisten: dlec Zenrem uUam reperie5,cui peccars

langte/ ma^e sich erzürnt/ daß in einem Pabst- 6: ii-re magis nsnirals ett. So lange nun als

lichen lehn ohm^^ns des Pabsts das Köni- König Eduard lebte/ war Jrrland in unruhe/

gliche sxioma at^^smmen worden. Lon- und da sie die Königin Maria vor ihre Ober-

ttamiauii habe diesv Insul unter andern dem Regentin proclamirt / gienge es über die Prote-

Pabst geschenckt/ und dr<er selbige dem Könige stirenden/ und setzten sich die Catholische mit blu-

Henrichen 1 ^ zum lehn um uiit der clepen6sntz tigen köpffen der Opponenten ein / denn die au-

verliehen. Weil es aber mit Päbstlichen torität des heiligen stuhls zu Rom solte wieder

stuhl in Europa dahin kommen wcrs/ daß man aufgerichtet werden/ es kostete auch was es wol-

solche dinge paßiren lassen und eine bessere zeit te; nachdem der kü? kalter,Vicc-R.o^ zu Dubck

undgelegenheit erwarten muste/meinte Hegnach lin/ausdercatkeclral.kirchedasschwerdtgenom-

Pabst Paul 1 v einen grossen Staats - streich men hatte/ wie David der cleiignirte König in

darinnen gefunden zu haben/daß er dein Köni- Israel das schwerdt Goliath bey dem priester

ge Philippen und seiner gemahlin der Marien LihLmelech/ und in der Provintz Ulster die ?ro-

<le pleniruckne priteUatiz ^pottolica autoritacs reltanristhen tt '0UppeN geschlagen/ erklärte das

die Jnsulzum Königreich aufewige zeiten erhö- Parlament der Könige Henrichs V!!I und Edu-

het/und ntit dem titul/würde und prseeminen- ards vianstaltenvor null und nichtig. Man

uen begabt/ und conaeconret. Allein es wur- unirte auch die Loutres5von lbeix und von ol^Nk

de vor riclicul geachtet / und der König in mit denen Königlichen Romainen/ und erißirte

Schottland / der sich über dieser ereüion sehr gewisse örter zu Grafschafften vor die Königin

oSenckrt befand/ wolte sich nicht zu frieden ge- Marien und König Philippell. Als die Koni-

den/ der zorn ohne macht wurde aber nicht ge- gin Elisabeth den thron bestiegen / war in Irr-

achtet; also that König Henrich/was ihme und land Vice-kl.07 und i.vrci Oepme der Graf von

dem Parlament zu Dublin wohlgefiele/richtete 8ullcx, welchen sie in seiner cbsrße bestätigte/

zur MinÄior, seiner gegen die Landesherren doch aber durch den LKevaNer 8iclne^ ihn bald

wagenden hulde sechs Herrschafften zu psirie, ablösen ließe/ und gienge der Staat der religion

auf/ welche nemlich besaßen Lclmonc! Buttler/ nun so leicht wieder zu der Protestantischen leh-

Baron von vuinbvyueiBernhard strick, re/ als leicht er vormahln wieder zur Römischm

Baron von Upperosser/, den Ritter vlivier ubergangen/und legten sie nun den eyd von8u-

kluuksll, Baron von l.ourk, ^üllsm kirming- Prems cie wieder ab/und gaben geisel wegen ih-

bsm> Baron von Lsrbs^-, jvkv kaulon Vicomte rer beständigen treue; viele Grosse aber wurden

von^lsntarle, und ibOmszLuNscKiu8, Vicnmts durch den geist der zwietracht getrieben / und

von LaltinZla;, und inauxurirte sie mit grosser muste die Königin immerzu viel volek in garni-

svlennität/ nähme auch den eyd der 8upremacie sonen und sonst unterhalten/ sie in zaum zu zwin-

von denen unterthanen auf und an/machte auch gen / welches jährlich bey nahe 9OOOO !k stcr-

mit dem O'decslz uudo-Lirnez besondere verträ- lings kostete / so lange die civil-kriegewähreten/

ge. Durch diese und dergleichen p^a befe- und dennoch war es so gar nicht genug / daß

stigte der Köllig Henrich seinen Staat in Irr- auch die Königin einer filtzigkeit beschuldiget /

land auf eine ungemeine weise und brachte es und den rebellen anlaß gegeben wurde sich desto

zur ruhe. Aber der kleinen souverainen Her- mehr zu verstärcken. Der Graf von lyrons

ren war noch zu viel / welche der Königlichen machte das gröste wesen/ als welchen die Spa-

auwrität nachtheilig fielen. Der damahlige nier mit aller macht / und einer unter dem von

Gouverneur (^evsUer Ue 8.1^57,gab aber dem Zesn cl^^uila ausgeschickten flotte/unterstützten/

Könige diesen klugen rath/S.Maj.solten nur die und Pabst Liemes vi 11 verstarckte die der Rö-

kleinerenHerren VakaNvz minores von der grösse- mischen religion anhangige rebellen durch ablaß

ren ihrer botmäßigkeit entledigen / doch ohnbe- und solche palmen/ welche man denen Ooillsden

schadet der einkünsste und prsestsnonen/ welche gegen die ungläubigen pflegt mitzutheilen/ und

die grossen Valvasorez majores von den von Adel ließ man Manifesten ergehen/mit diesen torma-

ZwexteHaupt-Hnndllmg. Gg ben;