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V0IZ dem Königreiche Engevand.
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im Reiche. Wovon unten bey Beschreibungdes 8taru5 reIkAloni5, und derer daher erwachse-nen empörungen und innerlichen kriege/mehrerecrwehnung geschehen soll.
Der König hatte das Unglück die smorllatund endlich diefreyheit zu verlieren/und ob ihnwol die Schotten dem Parlemem in Engellandausdrücklich mit der bedingung übergaben/daßjhme kein leid zugefüget werden solte / wurdees doch nicht gehalten / fondern es drungen dieIngenieuren/ und sonderlich der mllitz Ober-haupt und General/I'boma, 5air5ax , und seinGeneral-Lieutenant Ollvier Oomvvell vor / ris-sen summam rerum und das steur - rüder desregimentS an sich/besetzten dasParlement mitihren creaturen/ schafften das Ober - hauß gantzab/setzten das capirsi. gerichte von isc> perso--nen/mehrentheils geringen und bösen leuten/ein/welches den gefangenen König zu der Nationewigen schände und bereuung/ undzumgreuelder gantzen welt/ als einen hohen verrather/ ty-rannen und untertreter der Reichs-verfassungenverurtheilcte/auch der eingewandten wichtigenexce^rionen ungeachtet/mit versagung alles ge-hörs unter dem lnlolenrenprseliclenten soll.krack-läu ihm das leben aberkannte/und nach vielemschimpflichen rraÄamem jhme endlich aufeinem
8cllavvc vor ^llirellal den ZO JaN.1649 still ge-
stlbteS Haupt mit einem fallbeil abschlagen liesse.Es thate viel zu des Königes Unglücke/daß ihmdie machtige stadt Londen zu wider war/ derengrosse vor und nach denen Königen beschwerlichgewesen. König Jacob jagte einsmahls sehrweißlich: Daß Londen die miltz seines cörperSwäre. Jemehr diese wüchse / je grösser wäredie verzehrung und abnähme der übrigen glie-der. Denn es zeige ja der augenschein / daß /nachdem die stadt Londen zu einer ungemeinengrossen erweiterung kommen wäre / nichts mehrin der nähe als lauter wüsteney übrig seye.Die neuen erweiterungen und gebaude wärendem Königreiche und der stadt selbst nur pur-lauter beschwerung. Denn es könte nicht an-ders seyn / als daß alle vicwallen aufschlagenund theuer/ auch die taglich-brauchbaren an-dern sachen in höhern werth gesetzet werden mü-sten/da man soviel tausend menschen mehr alsnöthig zu versorgen hätte. Gewiß ist dieser an-trag in «-egzrä des gemeinen volckeS so gegrün-det/daß man wol Ursache nehmen können/denverdächtigen Vorsatz der allzugrossen erweite-rung der städte dadurch zu verhindern. Manwill auch sonsten dafür halten/daß die Heyrathdes enthaupteten König Carls mit der Frantzöi-schenPrinceßin Henrimaviel schuld alt diesemunsall gewesen. Denn es war unter andern
puncten der König!. ehe-p^Ken dieftr/ daß der
stau mutter die erziehung der kinder biß ins ze-hende jähr gelassen werden solte; welches sosehr gemißbrauchet worden/ daß auch Engel-land die letzte grosse revMucion in der religio»Königs jacobi ll, als der in seiner lugend diePäbstl. principia wohl gefasset / empfunden.Es soll auch obgedachte Königin »ennerce ih-ren; gemahl alle anschlüge gegeben haben/ wiedas Parlament nach art der Frantzöischen Mo-narchie unterdrucket werden müste und könte/und über dieses soll sie der Catholischen religio»grosse steyheit erhalten haben.
Zwepte Haupt--Handlung.
Nun ist zwar eine so grosse grausamkeitder unterthanen gegen ihren König/ nemlich dieHinrichtung/ nicht ohne exen,pel/indem vor-Meiere ex-mahlS aus 40 Königen in Engelland in bürger- e/'^e! so!. ^lichenconsyirarionen ihrer zwölffe/ und binnenz6 jähren/ da zu des berühmten Ritters llemincs zeiten die innerliche kriege Engelland zer-rissen/mehr als 8c> Personen aus Königl.geblütevon denen unbändigen Engelländern hingerich-tet worden; jedoch aber desto weniger verant-wortlich/ je grössern reffet den unterthanen ge-gen die unverletzliche Majestät zu halten ge-bühret.
Nach diesem Königs - morde wurde der Der Staatschein der pöbels-regierung eingeführet/ und „ Uhr-des Unterhauses gewalt ausserlich befestiget; das bels regle«wahre kleinod aber der höchsten botmäßigkeit^'^'bestünde bey der armee und dero Generalen.
Deren erstes werck war/ das Königliche geblützu verbannen/alles unter den fuß zu bringen/undden neuen Lsrat desto mehr zu versichern.
Cromwel zwang Irrland zum gehorsam/schlug den Cron. Prinzen Carln! I, welchendie Schotten unter gewissen der Nation sehrvortheilhafftigen conMrionen A. 1650 zun; Kö-nige gekrönet/bey in die flucht / undbrachte ihn dahin / daß er mit grösser leib-und le-benS-gefahrincogmro sichln Frankreich baivi-ren müsse. Die Schotten wollen ihren Könignicht lassen/und setzten die waffen fort / daherOomwel den General klonll dahin comman-dirte/ und sie völlig bezwange. DasParle-ment suchte nun ruhe und die abdanckung derüberflüßigen/ wie auch 6ei«tz.rung der übrigenmilitz. Dazumahl war fast das gantze Reichin zwo faÄionesgetheilet/indem diejenigen/so esmit dem Könige hielten/i^y-Hre Widersacher ^orysundaber ^lligZ; genennet wurden/ welches letztere BMggs.wort aus Schottland herkömmt / und so vielHeisset/als einen Vislar,3tre,52naricum oder feindder Obrigkeitlichen gewalt; inmassen denn dieNon - LonformMen vornemlich von dieser Partiewaren.
MehrgedachtenCromwels concepr wolle da-mit nicht überall eintreffen / daher er ein neuParlement aus 140 Personen /grösten theilsnaticiz und Quackern/bcsetzte/ darunter listigeStatisten von seinen creaturen mengte / undsich endlich das yroreÄorac und mit demselbendie höchste gewalt auftragen liesse. Er con- anr «nd inttiruirte nun ein geheimes Raths - Kollegium,und bestellte es mit seinen anHangern / welchevon jeder 5eNe die vornehmsten waren. Be-herrschte also eigenwillig die drepKönig-reiche/ Engell-Schort-undIrland. SeinesMars Versicherung crfodme hierncchst eine ar-mee/ welche zu unterhalten er A. 1652 mit denHolländern krieg anssenge/ undins see - schlach-ten obsiegte.DieHolländer hatten an volckeundschiffen großen Verlust/ machten endlich nvlen-res volentes friede, blnter denen conciirionenwar : Rönig Carlen nicht in des Staatsbanden zu dulden / und den jungen prin-yen vonOranien von derStadrhalter-undGeneral-Capitain schafft durch ein ewigesauszuschlieffen. Cromwel wurde socvnllckrable/ ^ daß die gröste Louverainen ihn alseinen rechtmäßigen Potentaten mit Gcsand-schafften ehreten/ und verordnete sonderlich derV ^ König