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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
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von dein Königreiche Engelland.

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Köttigitt ^Maria führet dasVabstthumwieder ein.

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MitKayserCarln v conjunZirte er sich un-weit Paris wider K. Frantzen i, und warenHey 8OOOO mann zu fuß und 22OOO cavallerie zudem ende beysammen / Franckreich zu verwü-sten. Es mangelte aber an dem rechten con.cerro, und ließ sich König Henrich an der erobe-rung von Loulogne vergnügen / und machte frie-den A. 1544» Unter ihme wurde Engellandin der religio« zertrennet/ in armuth gestürtzt/mit falscher müntze verderbt/mit vielen blutvcr-giejsen der Königlichen gemahlinnen / und dervornehmsten klmikrorum geist-und weltlichenstandes/?rotettirend-und Römischer religio« be-sudelt/ und zum betrübten theatro allenthalbengemacht.

Nach ihm kam sein mit der dritten gemahlinZeanne Leymour erzeugter unminwiger PrintzEduard vi zur Cron/ und wurde ihm feiner fraumutter bruder/LNuarä 8e^mc>ur,Hertzog vonLommsrlet, zum?roceÄorn verordnet / unterwelchem durch vermittelung iKomX Lranmcr»Ertz-Bischsffs zu Cantelberg/ die Catholischereliglon ausgeschaffee/und statt derselben dieReformirec R.eingeführet wurde/ welcheaber seine halb-schwester und nachfahrerin amReiche/ die Römgin Maria/ wiederum abge-than/ und die Röm-Cacholische dargegen'aufs neue gepflanyct hat; darüber viel Ev-angelische das leben lassen müssen. Bald nachseiner juZuxurarion erstritten dieEngellander ge-gen die Schotten bey Museburg A. 1547 einenfürtrefflichen sieg/ aber die Heyrath der Kö-nigin Mar/en mit dem Könige wolte nicht fort.Franckreich suchte im trüben vor sich fische zufangen/und fiel ein corpo in die Jnsuln ferläxund Lemley ein/ wurden aber mit blutigen köpf-fen und grossem Verlust abgetrieben. In seinemtcstament verschaste erdasKönigreich an diel«-IisnnZm Lray, welche aus doppelte art der Kö-niglichen familie verwandt war / und starb im 16jähre seines alters Ll.issz. Nun hatte zwar K.Henrich Vitt äilpomret/daß/ wann Eduardohn mannliche Cron - erben verfiele / die altereschwester lucceä>ren solte; weil aber ihre geburtmangelhafft / sccoräirte das Parlament die2Äe der rraaslstion auf die Princesse Von8u5-

kolk ' welche auch yrocismiret wurde/ uner-achtet sie ungern dieCron annahme/und sich ihrkurtzes leben und unglück etwa selbst proßnotti.c.rte. Die Königin Maria hergegen machte sichauch einen grossen anhang und ergnff die was-sen/nahme die Königin lokavnam gefangen/undsprach ihr den hals ab/ welche Sementz das unbe-ständige Parlament auch conärmirte. Alsowurde sie am ic> tage ihrer regierung mit demBeil enthauptet. Welcher ihr vater undnechste freunde samt vielen ^'aZnacen auf gleicheart im tode folgen musten. Die halb-schwesterder neuen Königin Elisabeth wurde selbst derconlpirsrion halber in verdacht und gvfangnißgezogen. Man zehlet277 Evangelische/welcheder religio« halber grösten theils als ketzer ver-brandt worden ; darunter auch obangeregterErh-Bischoff von Cantelberg. Die geistli-chen güter konte sie doch nicht wieder zur vo-rigen conlMentz bringen / weil der Ade! undGroßen/ denen sie K.Henrich Vitt zu lehn gerei-chet/davon nicht abgehen wolten. Sie verhey-rathete sich mit K.Philippen il in Spanien / dieZwy'te Hanpt-HandlunA.

ehe-psüen waren aber fast schimpfflich / undwurde er nur keZinX ivlarirus genannt. Sieschickte ihme vor 8.(^uinnn sOQO der besten leute/welche tapffer fochten/ und den platz erobernhalsten; hergegen verlohren die Engellander denPort ealais und also den fuß in Franckreich.

Nach fünffjahrigemregiment folgte ihrdero KöniginM-schwester/ die glorreiche Königin Elisabeth/in der regierung nach/ von welcher in kirchen-sa-fonntrte re-chen eine abermalige anderung fürgensmmen/^^^"'und das Pabstthum allmählich ausgerottet /hergegen aber die reformiere lehre unter derBifchöffe regierung wieder emgeführetworde»?: Daraus aber nach der Hand viel ge-fährliche moms und Veränderungen/ welche invorigen und itzigen lecul^das Königreich inhöchste unruhe und viel schädliche Zerrüttungengestürtzet haben/ entstanden sind. Denn vonder reformanon hatte sie an ihrer höchsten persottgrosse Verfolgung und viele lebens-gefahr/ nach-dem der Pabst plus v die bulle pub! ic-ren lassen/und Spanien die protection derer Englischen re-bellen anvertrauet. Sie war ein ball des glü-ckes von ihrer fügend an. Ihre frau mutterHnna Nolenastarbaufdem fckavorvondeshen-ckers Händen/und jemehr sie ihr bruder / König^clusränz Vl, liebete/ jemehr hatte sie haß von derschwester/Königin Marim Uber diests wolte Ihre lebens,sie König k'biljppnz 11 in Spanien/der doch zu-vor ihr leben kalviret hatte/ nachmahls gerne todhaben. Der?srs 6' Orleans üans l' biltoire ciezrevolurions 6' ^nAlererre lom. I! p. 459 redetwohl von ihr/wenn er saget: Sie ist eine Per-son / deren nähme so fort eme lclee machet/welche über alle ihre porrrairs oder beschrej-bungen gehet. Rein gekröntes Haupt hatjemahlsdiekunst zu regieren sowohl ver-standen/und in einein langen regiment we-niger fehler begangen. Die freunde Rax-ser Carls V fanden seine fehler; die feindeder Elisabeth suchten einige / kontcn sieaber nicht finden/und ihre conduire war acl-mirable bep denen/die sie zu tadeln suchten.ZTfiemand hatte zu ihrer zeit mehr ver-stand/ geschicklichkeit und Penetration , alssie. Sie war nicht martialisch/wüste aberso viel gute Generals und soldaten zu ma-chen/daß Engelland deren nie mehr undbessere gehabt. Die Königin Maria inSchottland/ die aufEngell-undJwland pr«-renNon machte/auch die tirulatur und wapen ansich nähme/machte ihr auch viel blutige imri-Zues; dergleichen die Frantzosen/ sonderlich dieOuilier und Spanier/ theils der religio« / theilspolitischer Ursachen halben ebenmäßig nicht spä-teren. Die hencker bekamen zwar genug zuthun/ und muste aus gerechtem urthei! die Kö-nigin Maria das Haupt unterm fall - beilelassen. Die köpfte konten aber unmög/ich alleabgehauen werden / welche das monlimm derfaöiionen in Engelland ausbrütete.

Die damahls von Spanien abgetreteneNiederländer boten ihr die herrsch.ifft an/ wel-che sie zwar aus klugen raikons nLHt annähme/jedoch aber den Grafen von t.ev:eiker, ihrenkiiFnon,mit einem corpo dahin zim Gouver-neur simdte/und die see-plätze ibehaipten liesse.

Zu ihrem glücke wurde den Spanie n die flotte/mvmcibibs genannt/ durch stürm rumret / sieB aber/