84 DeSEuropaischm Herolds zweyte Haupt-Handlung
sten auf die durch Heyrath an das Herzogliche den damahligen desperaten Englischen kriegenhauß gelangte landschafften als erbe prsetenck. die Monarchie in Franckreich erhalten/ und daßren. Zumahl die ehe - alliantz zwischen der die wunder-heldin/ la Pucelle d' Orleans/ alleprinceßm Marien Adelheid und Hertzog ihre empfindungen und die tapfer« helden -tha-Ludwigen zu Burgund auf eine fast gefährliche ten diesem Ertz-Engel zugeschrieben : Uber die-weist also bedinget worden / daß sie keinen ehe- ses auch sein Herr vater Rönig Carl vn dasoder braut-schatz mitbringen solte / welchen die engelische bild in seiner fahne geführet/ n achdem -Frantzosen künfftig samt zinsen und Unkosten ho-- er in der belägerung Orleans diesen engel aufflen möchten. ^ der brücken wahrgenommen. Diesen OrdenPräeedentz- Wegen der prseceden? hat der Aöm'g in hat Pabst Alexander VI A.1496 am Is Nov.dem^Kanser Franckreich mit niemand streit/ als tnit dem ccmLrmiret. Die Ritter tragen eine kette mitundKömg Aaxser und dem Könige in Spanten. Von an einander gehangenen Muscheln/ daran einem ^pamctt-beeden ^ etwas berühret/ der rang aber medsille mit des H. Michaelis bilde/ wie er denniemahls eingeräumet worden. satan aus dem Himmel stöst/ mit dieser übet-Vvtt denex Von denen königlichen Franyöischen schrifft : Immeoli tremot 0ceam; weil dieKdnigl.Rm bitter - Orden ist noch folgende anzeige zu Engel als beherrschere des meers geachtet Wer-ves HGn- thun: Der Orden vom heiligen Geist ist den. Obgedachte güldene Muscheln warenins zwar einer der jüngsten/ doch aber der fürnehm- vormahls mit güldenen liebes-stricken oder zwei-fle. Sein urheber ist Henrich m, Rönig in sels-knoten untermischet/ an deren statt aber K.Frankreich und Pohlen/ welcher am ersten Frantz i güldene Franciscaner-stricke verordne-Pfingsttage A. 1579 zu Paris solchen neuen te/ weil er den nahmen des Stiffters dieses Or-Qrden mit sonderbarer solennität eingesühret/ dens führete. Anfangs waren der Ritter nurund auff gewisse gesetze gegründet; absonder- z6/ nun aber so viel Ms dem Könige gefälliglich aber/ daß die Könige in Franckreich ieder- ist; so gar/ daß auch auswärtige Printzen undzeit Großmeister des Ordens seyn solten. Der grosse Helden damit pflegen re^lirt zu werden.
Ritter waren 100 und darunter auch der König Sie haben ihrenCantzlar/Schatzmeister/Stock-selbst als Haupt des Ordens / 4 Cardinale/ 4 träger/ und ZecretMum. Und sind die meistenErtz-Bischöffe/ der Groß-Allmosenirer / Gro^- Ritter auch in dem vorher beschriebenen OrdenSchatzmeister / Greffier / Herold/ und thürhü- des H. Geistes; daher sie sich ohne bemerckungter. Den nahmen ftll er/ GOtt dem heili- des nahmens bloß hin Chevaliers des Ordresgen Geiste zu ehren/ daher genommen ha- du Roy schreiben. Denn alle Ritter des H.den/ weil ihm des Pfingst-fests erster tag so Geistes empfangen den Orden St. Michaelis/glücklich gefallen; indem er daran gebohren/ ehe sie mit jenem begnadiget werden/ und hatzum König in Polen erwehlet/ und auch an eben der König A. 1664 den heiligen Geistes-Ordenselbigem tage auff den Königlichen Frantzöi- auff hundert Ritter feste gestellet. Wann essehen thron gediehen. Das Ritterliche zei- wahr ist/ daß A. 1682 am neuen jahrstckge derchen ist eine güldne hals-kette aus zusammen ge- König dem Dauphin diesen Orden mit grosserloteten lilien-blumen/ mit güldenen roch emM-r- solennität/ in beyseyn aller auswärtigen Poten-ten flammen vermischet/ und dem buchstaben H/ taten Abgesandten/ darunter auch des Kaysersund gegen einander gesetzten doppelten L/alles von Marocco seiner sich befunden/ cvnkriretaus gelencken bestehende / und bedeutet das H habe; so fehlet/ was BrianvilleJeu d' Armoir.den nahmen Henrich/das L aber den nahmen p. m. 12 schreibt/ daß der Dauphin und dieseiner gemahlin Loyse von Lotharingen. Kö- söhne von Franckreich ^diesen Orden alsobaldnig Henrich l v hat etwas daran geändert/ und noch in der wiegen bekämen,schilder/ waffen/ und dergleichen sieges-zeichen. Über dieses hat auch der ietztregierende Kö-Orden A.nebst untermischten gekröneten Buchstaben H nig A. 169z den Orden St. Audovici gestiff-^"^^hinein setzen lassen. Auff dem forne herab- tet/ welcher gantz militärisch ist/ und zur beloh-hangenden Vlalteser-creutze oder stern von golde nung derjenigen Officiers dienen soll/ die sich zuerscheinet auff Heyden seilen der heilige Geist in wassr und lande wohlgehalten. Diesen Or-dem bilde einer schwebenden taube. Dieses an den begnadigte ^er mit ZOOOOO pfund jährli-emem himmelblauen bände Hangende creutz ist cher einkünffte/ und wurde selbst dessn Groß-«n den enden weiß emaüliret/ und hat in den Meister und Oberhaupt/ Monsieur de Pon-winckeln lilien. Die Ritter tragen einen schwar- chartrain aber Cantzlar. Die Ordens perso-tzen langen stimmet-mantel übersäet mit lilien nen seynd acht Grands - Croix/ deren jeglicherund flammen/bordiret von golde und silber/und 6OOO livres zur jährlichen penlion bekommet;forne ein siibcrgesticktes Creutze auffder lincken vier und zwantzig Commandeurs/ von wel-seite des mandels und kleides/ in der mitten des chen achte 4000/ sechzehn aber livres jähr-creutzes aber eine von sitber gestickte taube/ und lich zu geniessen haben stund so viel Ritter alsan den vier ecken vier lilien nebst silbernen strah- der König zu schlagen beliebet. Diese letztemlen. DeniyDecemb.A. ^strug derKönig sind wegen ihrer Pensionen wiederum in ver-und die Ritter das blaue band über dem rock/ schiedene elZlien abgetheilet/ inmassn etlichewelche manier einige nach der zeit behalten; an- 2OOO/ andere isc>O / andere 2000 / anderedere aber tragen es noch / wie vor alters/ unter livres / andere noch weniger jährlich erheben,dem rock. Sie tragen alle ein güldenes weiß -mgiiiirtesHundert und zehn jähr vor dem Ursprung des und in denen vier winckeln mit so viel güldenenund desErtz- heiligen Geist-Ordens / nemlich 1469 / hat R. lilien geziertes creutz / über welchem auff der^-nnels Ml Ludwig X! zu Amboise dem Ery-Engel Mi- einen seiten das bildniß 8. Imdovici mit einemchael zu ehren einen Orden gestifftet/ weil er güldenen küraß und Königlichen mantel ange-dafur geHallen / daß dieser heilige beschütze? in than/ in der rechten Hand einen lorber - krantz/ in.