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Des Europäischen Herolds zweyte Haupt-Handlung
^ cavatierement/ welche nicht mit degen und pi- viele Grosse durch ehre/gnade und zeitliche be-stolen / sondern mit predigen und peckvalionen quemlichkeiten zu der Catholischen religion ge-müsten eingepfiantzet werden. Es würden so locket / und keine gelegenheit verstlumet obge-viel ehrliche leute an bettelstab gebracht/so viel meldtes Edietzu unterdrucken/ biß selbiges ob-familien ruiniret; sie wären mehr erbarmung. gedachter maßen nicht ohne viele Verfolgungals Verfolgung werth. Frankreich käme ihr und grausamkeit bewerckstelliget/und zu solchemvor wie ein krancker / dem man arm und deine ende die dragoner zu mißionaires gemachet wor-abschnitte / um ihn von einem schaden zu be- den. Denn man hat die meisten kirchen clemo-freyen/ welcher mit der zeit und gedult ohne sol- üret/ alle Officirer ihrer chargen entsetzet / undche ablösimg wäre zu heilen gewesen. Es wä- durch tausend arten der tist und zwangs es da-rr auch sonst unglaublich/ daß Franckreich ver- hin gebracht/daß viele viele tausind seeleti ausmeynen solte/ die ketzer zu bekehren und gute Franckreich/theils mit Hinterlassung ihrer mei-Catholische christen daraus zu machen/ zu einer sten guter/ in Engelland/ Holl-und Teutsch'landzeit/ da man so empfindliche beeinträchtigungen entwichen sind / biß sie endlich ohne unterschiedgegen den respect der kirchen vornehme / und da der Personen und des standes in die messe oderdie gantze Frantzöische kirche zu rebelliren an- auf die galeren gehen müssen / nachdem ihnenfienge/und solche prox>oliN0ne5 bey dem letzten auch das üsbile benekcium zulrtztgethan / welche in der that mit denen sa- nicht mehr verstattet worden ; Wodurch sichHungen der Reformirten übereinstimmeten :c. aber der König bey der menge der unterthanen/A. 1622 als man die Reformirten vorzeiten bey den abgaben / denen L<,nlumk-dnen bey demetwa so offt mit friedens-vorschlägen und Edi- commercio und sonsten grossen schaden gechan/cten betrogen hatte/ sagte der Präsident Jean- wofür die Königin Christina vorher gewarne.tnin/ deme es sonst an eyfer vor die Römisch-Ca- hatte. Sonst hat sich diese kirche nach der Ge-tholische religion nicht ermangelte/ aus trieb des nevischen kirchen-ZZenäg gerichtet / und in vielengewissens und der Wahrheit/ und zu rettung des artickeln von der Englischen äilcrep-ret. IhreKönigs so offt proMtuitter parole und ehre: ttuclia hatten sie fürnemlich zu Saumur undEs ist recht und billich / daß ihnen l denen Re- Montauban»
formirten die Plätze zu ihrer sicherheit) selbige Hienec5)st wenden auch keineJuden inFranck- Iuven Maccordiret werden/ um sie zu bedecken gegen un- reich und in denen cvngueten geduldet/ als nur ju Fa-sere untreu und boßhciten/ nach dem wir sie so zu Metz / welche durch ihren pferde-handel in reich gedul-offt schändlich betrogen haben. Man glaubt/ Teutschland dem König bißhero gute dienste/^'es habe/ da es bey denen letzten zelten zehnmahl seinen feinden hergegen schaden gethan haben,ärger als dazumahl gewesen/der Präsident noch Die Universitäten in Franckreich sind Die um'Mviel barmhertzige brüder in Franckreich gehabt/ folgende: Paris der schauplatz aller künste unddie mißgebilliget/ daß sich der König des göttli- kacultäten/ und alker exercitim/ inmassen siechen relervats/nemlich über die gewissen zu Herr- über 50 Loüegia hat. Ihr stiffrer ist Aayserschen/angemaßet/und nun den zwang auf solche Carl der Grosse; ihre Hoheit aber rühret ausgrausame mittel erstrecket habe/ ob sie sich gleich der Verleihung R. Roberts her: Dahcro nach ,nicht sehr damit hören lassen dörffen. Vor- den zeiten Petri Lombardi dieselbe dermaßenmahls zwar hatte der genuß des ruhestandes zugenommen/ daß die keN«re5 fast gany pa-bey denen von der religion solchen fegen nach ris regieret / und sich so gar den Rönigensich gezogen/daß A. 1619 deren anzahl auf viele widersetzet haben. In denen promotioM-hundert tausend einwohner und über 720 kir- bus pubNcis haben sie den Rang vor denenchen in Franckreich gerechnet worden. Die Pabstlichen Legaten/ Cardinälen/?2ribu5Provintzien/ darinnen sie gewohnet/ und ihr ciX und allen Groffn / welches kein kettorexercitium am meisten getrieben / sind la Bour- in der gantzen Welt lnehr hat. Dasgogne/ Normandie/Bretagne/Anjou/ Berry/ berühmteste Lol'eZiumibeologiLum ist die 8or-Poitou/ ZLaintonge/ Rochelle / Aquitainebasse/ bonne und das von Navarra. Jenes ist 5un6i-Guienne/ Languedoe/ Sevennes/ Vivarez/ ret A. 1252 von Robert de Sorbonne, des heil.Dauphine/Provence. Als der Cardinal Ri- ^uäovici deicht-vater: Dieses aber A. 1394chelieu am Königlichen Hose zur prsepoten? konu- von Johanna Königin von Navarra/ K. Phi-men/hat er die von der religion aufs neue mit lippi l'ulcbri gemahlin. Ihr provikor ist derschwerdt und feuer verfolget / ihnen in einem Ertz-Bischoffzu Paris. Die übrigen Univer-j'ahre zoo schlösset weggenommen / Rochelle/ sitäten sind zu Toulouse/ Bourdeaux/ Pomers/Montauban und andere feste örter äemobret/ Orleans/ welche letztere wegen des Juris Ci-und ihnen die mittel/ sich zu widersetzen / emzo- vilis berühmt/ Bourges/Angers/ Caen/Mont-gen. Dieweil er ihnen aber gleichwohl/ nach pelier / auff welcher das Kucüum ineckcum üo-jnnhalt des zu Nantes aufgerichteten pacikca- riret/ Cahors/Nantes/Rheims/ Valence/ Ast/tion-Edicts/ die freyheit der religion wiederum Avignon / Pont a Mousson/ Besancon/ Dou-gelassen/ist Franckreich mit sich selbst wieder ver- ay. Hierüber giebt es noch stattliche colls^aeinigt/und die treue der Hugenotten die starck- in Franckreich/ als zu Rouen/ Lyon/ Tournon/ste stütze des Staats und der suchenden Monar- zu la Fleche/Jully/ und anderswo mehr,chie worden. Man hat ihnen aber nach der Die xi-a^oile hat sich durch ihre^'^"bemiezeit/wie oben erzehlet worden / zumahl da man schöne schrifften in gantz Europa berühmt ge-den Staat nun gnugfam / und sonderlich auch macht/ deren Ursprung folgender ist: Um dasgegen die Hoheit desRömischen stuhls alkermiret/ jähr 1629 fasteten einige gelehrte leute den schluß/die conältiones nicht gehalten/ sie heimlich und alle Woche einmahl bey einem unter ihnen zu-öffentlich gedruckt/ und die emotion und aus- sammen zu kommen/ unerachtet sie in Verschiede-ziehung aus dem Reiche hierdurch veranlasset/ Umgegenden derstadtParis.wohneten/und die-se er-