Des Europäischen Herolds zweyte Haupt - Handlung
er zweytenLaupt-Kandlung
rstesUauptMheil:
von
Staat dosalten Galli-er. Landes.
Wird zur
Römischen
Pryvmtz.
AUitN oder Lslatiz, OltotZsIz-tia, war vorzeiten ein volckreichund gewaltig land/ dessen in-wohner eines Ursprungs mitdenen TeutsHen sind / undin Italien / Griechenlandund klein Asien donczussten und Koloniengemachet: weil es sich aber in verschiedene klei-ne Staaten/ unter welchen die Tenonex inxaAne, die^äui im Hertzogthum Burgund/ unddie 8eczuani in der ?rsncbe Lvmte die bekantestenwaren/ zertheilete; so warleichtlichzuurthei-len/daß diese RegierungS-art/ wegen entste-hender jalousiL und Uneinigkeit / nicht lange hau-ten würde. Unter ihnen waren die vruicles,tlls ihre ?Ki!os0pKl, welche in der ^KroloAie, <?eo>xrapkie, und Qeometrie, vornemlich aber in derStaats-Kunst/ eine grosse wissenschafft / so weitals man damals gekommen/besassen/dergestalt be-rühmt/ daß sie so wohl in geistlichen als weltli-chen das völlige Arbitrium hatten/ und unerach-tet sie sich keiner bücher gebrauchten/ so lernetensie doch unterweilen biß 20000 verse auswendig/welches eine erzehlung der tob-sprüche grosser Leu-te war/ und welche Historie sie per traäitionem aufihre nachkommen fortpflantzeten. Einsmahlskam ein Gallier aus Italien zurücke / und brachtewein nebst einigen angenehmen früchten mit sich/wodurch seine lands-leute einen solchen appetit be-kamen / daß sie ungefthr 4vc) jähre vor Christi ge-burteinen zug von mehr als 100000 mann starckjnJtalien zu thun beschlossen.Wiewol sie nun unterihrem Heerführer krenno die stadt Rom erober-ten/und gröften theils verwüsteten/so wurde dochdas OpiwKumi als sie selbiges belagerten/durchden tapffern Römer LamiUum entsetzet/ und dieGallier genöthiget/ den mittelsten theil von Itali-en wiederuck zu verlassen/dagegen sie in dem e-berntheile fuß fasseten/undMeyland/?2vi3,Lcr-, samt andern Städten erbaueten. Hier-auf wurde diese gantzegegend6s!t^<2:5Llpmz ge-nennet/ da immittelst das heutige Franckreich mitdenen damahlsdarzu gehörigen Provintzien^l-lia iranssIpinZ hieß. Jedoch waren sie mit diesen(^onczuesten noch nicht zu frieden/sondern thatenungefehr 100 jähre hernach eine mcuttro» in Grie-chenland/ brachten tvl. Z670 ptvlomXUM Lerou-num, König inMacedsnien/ums leben/und streif-ten biß in klein Asien/ allwo sie die Laudschasst La-!atiam,mit hülffe der Griechen / einnahmen/undselbige (Jallo - (ZrXciam nenneten. Also war derGallier glücke fast biß auf den höchsten gipffcl ge-stiegen; daherses/nach dem gewöhnlichen lauffder weltlichen dinge/ wiederum abzunehmen be-gunte: Denn Nachmühls haben es die Römer/unter dem (^Xtanz, wiewohl nicht
ohne schweren biß ins zehende jähr währendenkrieg eingenommen / und es zur Pcovmy ge-macht. Als aber das Römische Reich die ge-waltige revolution und verfall gelitten/und vonzeit zu zeiten eine Provintz nach der andern abtrün-
nig und fremden Herrschafften/absonderlich bcyder nachgefolgten großen mi^ratione gentium, zutheil wurden/hat auch 62!!^ seine Veränderung da-von empfunden. Die Francken als ein teutscheSvolck/weiche ihren nahmen von ihrem Heerführerund Feldherrn kranco behalten / sind schon unterder Regierung der Römischen Käysere/Vsisri-zniund Q2Uieni, im dritten 5ecu!o nach Christi geburtin diesegegendeingebrochen/und haben vielcon-csusttiret/ und hernach das gantze land behauptet/auch selbiges nach ihrem nahmen Franckreich ge- A 5?^-nennet. Die Römer behielten anfangs noch dm cken z>ot-strich landes um die herum. Und ob wohl "^Zkelt.die alten Gallier nicht gäntzlich ausgetilget/son-dern mit der zeit in eineNation und spzache mit de-nen Francken zusammen vereiniget worden/ ha-ben sie dennoch ihren nahmen endlich verlohren/und denen, überwindern den nahmen und herr-schung bestätigen lassen müssen. .
Nach srZNLv regierete zu Klaximiam undttantilü zeiten derLenebsuäez, undnachihmeun-aussrich.-ter der herrschung der Käyser c:ontt3mü,V3lsntt.^-niani und Lratianider Hertzog ^lsllobauäsz.Demebeyi'beoäoszi^iZZni zeiten?N3MU5 gefolget; unddieser hat den Hertzsg ^larcvmirum zum8ucceilc>-rem gehabt/ welcher seine Waffen weiter fortgefuh-rer und dem Römischen Reiche in Wallis LelZicsmehrere Provintzien entrissen. Es käme mit ihmezum vergleich/und muste er dem Kayser^onoric»feinenPrintzen den Faramund/ wahrmundenoder Freymunden zum geißel überlassen. Her-gegen wurde Lelgics L^lliz dsmKäyferlichen Land-vogt ^?0äem2ro zu verwalten übergeben/ wel-cher aber seines abfalls halber von dem Feldherrndes Käysers i^vnorii LalimO erschlagen/und demFaramund die Regierung der lande zu theil wur-de. Wir wollen den !)uc cl'Lipernon mit demHerrn von Loucket, und wiederum den Jesuitenp.^oräan streiten lassen/ob iemahls ein?sram.Onain rerum nztnra gewesen ? und ob er in Franckreicheingefallen sey ? Und nach der gemeinen/aber auchnoch unümgestossenen meynung dabsy es lassen/daß dieserHertzog zuerst über denRhein gegangenauf erfordern des Römischen Pflegers i-ucn, wel-cher von dem Römischen Landvogt in Galliensvito,einem beruffenen ehebrecher/großen wrt erlit-ten/ und die Francken um hülffe angeruffen. Fa-ramund tractirte die Nation höWch/schlug ihrebedränger/und gab ihnen mehr anlaß das Römi-sche jochabzuwerffen. Einmahl war es gewagt/und muste ausgesühret ftyn^ daher wurden sieraths/ ihn zum Könige zu machen. Weil nun dieräche über den todt feines vaters ^rcomin. wel-cher in der Römischen verhafftung in einem schlös-se inToseana todes verfahren/zusamt der begierdezu herrschen die relo!utt0n,die Königliche würdeanzunehmen/ beförderte / ließ er geschehen/daßman ihn zum zeichen der Majestät auf einem schil- .de emporgehoben. Manrühmetviel von ihme/^K'und unter andern hat man ihme des Salischenemmvebe?Geseyes iuveotivnund einführung/krafft dessen
die hes.