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Des Europäischen Herolds erste Haupt - Handlung
gekheiltett Herren derer Chut-und Fürst-lichen/ wie auch anderer hohen Häuser/ des-gleichen die neuerhoheten Fürsten/ehe undbevor sie sich mit Fürsten-mäßigen immccka>ten Reichs - landen und gittern qvalifieiret/undim Fürsten-Rath zur Mtroäuöckon UNdvciwvKM gelanget/ oder da zwar ein neuer Fürstauf sonderbare i-ecommen^tion der Kayserl.Majest. wegen grosser merken vor seine personstimme und stelle in solchem Reichs- Lvll^ioerhalten / wie vormahls mit dem Fürsten ?or-geschehen/ dieselbe aber wegen mnange-lung behöriger reguitleen auf seine erben nichttmmfLriren können. Denn es je billig ist/ daßkein ncuerFurstaufReichs- uadRrepsstä-gen ZUtN jure ttatuz oder vvro und selchvn gelas-sen/ und denen alten Fürstlichen Hausernin so weit gleich gewurdiget werde/ erhabe sich denn vorher mit ankauffungoder acguilkiori gnugsamer unmittelbarerReichs - guter und lande / wie auch mitübernehmung eines Fürsten-mäßigen an-schlage zu solcher hohen Prärogativ babillti-rex und in einem gewissen kreyß sich zu einerstandwürdigen steucr eingelassen. Es mußauch die introcluckion mit gesamter Churfür-sten / Fürsten und Ständen vorwissen undguten gemhmhaltung geschehen/ allerdingsdie Reichs abschiede 6e »>-48 Nach-dem.äs A. 16)4 K. »97 und Kayser Leo-polds wähl - capitut. art. 44 nicht zulassen /»daß dem Fürstlichen eoli^io auf der Für-sten 1 oder Grafen - banck ein neuerhöheterFürst/ Graf oder Herr acllellionem öc votumwider derselben willen aufgedrungen werde/sondern es ist nochig/ daß neben allen andern rs-Eliten auch das Hochfürstl. sowohl dasjeni-ge LoüeZium oder banck/ wo ein solcher sitzensoll / vorher gnugsam gehöret werde. Zn vo-rigen altern leculiz führete niemand den Für-sten-titul/ als welcher mit einem Fürsten,thume beliehen war/ und dasselbe inwürck-licher gewehr und a^mimttrZtion hatte. Nachder Hand sind solches tituls auch dieje-nigen theilhafftig worden / welche zur lüc-celücm einige Hoffnung gehabt/ und aussolchem Fürstlichen Hause entsprossen sind:Endlich und in den letztern zelten ist der titu!und würde eines Reichs-Fürsten auch denenfremden/ und solchen Personen/ diezu erlan-gung Fürsten-mäßiger lande im Reich wederrecht und Hoffnung/ noch imemmn gehabt/cctr.tbriret worden / dergleichen sonderlich beyKayser Ferdinandens II regierung offunahlsbeschehen/ und mit den exempeln der Aldo-brandimschen/Caraffischen/Spmellischen/Estischen/ Savellischen in Italien undvielen andern mehr zu bescheinigen ist. Wor-gegen aber Churfürsten und Stande mit ge-ziemender bescheidenheit gesprochen / und da-mit zudem articke! der Kayserü wähl -eapttu-lstion anlaß gegeben/ vermöge welchen dieRom. Kayserl. Majestät sich verbunden/ beyFürstlichen/Grasiichen/auch andern UiZnitatenvornehmlich dahin zusehen / damit auf allemfall dieselben allein denen ertheilet werden / diees vor andern wohl mermret/ im Reiche ge-ftss'n/ und die mitte! haben den atteHstendenstand pro clignitate auszuführen.
Als in denen ersten jähren des noch wäh-renden Reichs-tags sich verschiedene neue?^>^
Fürsten um die aufnähme zum Reiche-Fürsten- fiunme?
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Rathe beworben/ auch einige alte votz wiederzur auftuffung zu gelangen sich bemühet / ist!ylL"g^fast kein geist - oder weltlicher Chur-und Fürst bi>Arrgewesen/ welcher nicht noch mehr vora wegenseiner lande verlanget/dadurch eines mit demandern ins stecken kommen / zumahl da ver-schiedene alte machtige Fürstliche Hauser wi-der fothane multl^ücstion der votorum eiferiggestimmet / mit Vorstellung/ävie man bishererfahren/ und wäre auch von denen Uireckv-neu geklagt worden/ daß sie offt wegen derttiversttät bey den allzuvielen VVU8 kaum einbeständig conclulum finden könten; der KaysMajest. und dem Reiche sey ja wenig mit vielenvotis und daherrührenden sellions- irrungenund vielem papier gedienet/ sondern es würdendadurch zu grossem schaden des pubtici bey dentteliberatiorien vergeblicher Verzug gesponnen/
UNd die tempora Lcraomentarerumagenclarurn
versäumet ; viele/ wo nicht die meisten/unterdiesen vvtis brachten fast wenig oder auch wohlgar nichts an gittern zu dem Reiche/ und be-gehrten dennoch wohl den Vorsitz vor andern/daraus allerhand wiederwill und unmuth er-folgte; vorzeiten wäre wohl in funffzig jährennicht ein Fürstlich votum gegeben / anictzowürden wohl funffzig auf einen tag gesuchet;man hätte vormahls das Reich mit neuen git-tern vermehren/ und deswegen land und lernemit spieß und schwerdt gewinnen müssen /an-ietzo fragte mancher nur/wo ein Fürstenlhumzu verkauffen/ und da es nicht zu erlangen/wäre die antwort: man sep ausser schuld;dadurch denn die so hochnöchige Ternsche ta-pferkeit aus den gemüthern gerissen/ und her-gegen der Verderb des Reichs m luxu 6^ luxu-ria somentiret würde. Das wäre das für-nehmste/ wer ein neu votum und lelborierriim Reiche haben wolte / müste demsel-ben ein neues Fürstenthum zubringe»:/und also den Reichs-coulbcutionen genügethun / rc. Diese remonttrationes haben so viekdamahls geftuchtet / daß weder das Sachsen-Qverfurtlsche noch Sulybachtsche/ nochandere neue vota mehr im Reichs-Fürsten-Rath zur introcluHion gelangen mögen. Obwohl seither verschiedene andere/ als korcia,
(welches aber auch wieder auffgehöret) Ost-Frießland/Fürstenberg/Schwaryenberg/lValdcck/ u.a.m. ohne so starcken Wider-spruch und sitkicultät ins Fürstliche Lolkgiumeingeführet worden; wiewohl hingegen eini-ge andere vornehme Fürstl. Häuser ihre cm-pfindung darüber bezeuget. Besonders ge-schieh« Sachsen - Overfurt wehe. WegenPfaltz - Sultzbach aber widerspricht Chur-Pfaltz/und w-kl dieses vorum auch nicht einmahtauf Bayerischen kreyß. tagen Flüren lassen.
Unser vorhaben leidet anietzo nicht/ die ge-schlechts-beschreibungen aller dererjenigen sogenannten Reichs-Fücste»7/wel6)eau6 denenpolnischen/ Ungarischen / Italienisch«»und Englischen Nationen/ darunter nun dertapssere Leoeral Ouc (ls^gl lborougb wegen fei-ner dem Vaterland Teutscher Nation erwiese-nen glorieusen und heldenmäßigen dienste bil-
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