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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
Entstehung
Seite
331
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vom heil. Römischen Reich.

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ter-Orden sehr gute mrrscien von denen Ertz-Bischöffiichen tasel - gütern zugewendet sind/und will man solche auff 12000 thlr. schä-tzen.

Die einkünffee des Ectz-Stiffts werdenüber; tonnen goldes jährlich gerechnet. Zuspiel-geidern hat ein Ertz-Bischoff jährlichZOOOO fl. und vor jedes hohes amt/ deren erjährlich dreye hält/ bekämt er 8^00 thaler. Al-lein dieDom-Probstey allhier soll jährlich über12000 gülden austragen.

Bey welchem reichthum des heil. Rupertileicht die rechnung zu machen/ daß S.Hoch-fürstl. Gn. eineziemlicheanzahlsoldatenüberihr angesetztes mslriculsr.concmgem unterhal-ten und zu des Reichs occurrentien viel bei-tragen könne; wie sie denn auch bey der vonChur -Bayern anscheinenden gefahr sich ingute positur gesetzet und die pässe mit redlichermannschafft beleget haben sollen.

Die religion ist überall Römisch-Catho-lisch/ denn wiewohl sich einige Evangelische

meiner abgelegenengegend/das Teffereckerthal genannt / dieses Ertz-stiffts heimlich auff-gehallen/ und dem wahren gottesdienst nachanleitung der Augsburgischen Lm-Lllion ob-gelegen/ so sind doch selbige vor ungefchr zojähren entdecket und so lange verfolget worden/biß deren viele ins bittere elend kommen/an-dere aber sich zur messe bequemet haben. Dievornehmsten Welligen dieser lande sind 8r. Kls-

ximus, 8. Lupsrtuz, 8. VirAijlU8, 8. VlsZÜk, 8.

ämsnclus, dessen rsliqvien man erst A.l66l ge-funden und beygelegethat.

Zu Saltzburg ist eine Universität/web Universität,che Ertzb. k>-"<r vor etwa 8^ jähren renoviret/und denen Benedictmer-München zurauff-sicht und äireÄion übergeben. Damit aberauch das Kuckum juris civilis und public! inauffnehmen alda gebracht werden möchte/ hatder Ertz - Bischoff und Cardinal von Thun(Zuiclobsläuz einige berühmte Dolores dahinberuften/ welche zweiselsfrey ein gutes lcmma.

rium utriuzque jurisprullentise daselbst werden

angeleget haben.

es ersten Absatzes

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Von

hrer WoWrstliMMnadm/dem

crm Urtz-Nischoffm zu Msantz.

Erster Bi-sch'ff.

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«under und«ürdigkat.

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furstl.Gn.nähme undtltul.

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En grund zu dieser kirche soll8. Linus geleget haben/ demeebiKstius als dreyzehendenBischoffin der ordnung nach-setzet 8. ^micl-um,von welchemberichtet wird/ daß ihn der sa-tan nach Rom / und von dar wieder zurück ge-sühret/ allwo er den damahligen Pabst seinesschweren sünden-falls halber gestrafte! / undsolchen respect dadurch erlanget" hat/ daß auchnoch ietzs der heil, vater in seiner gegenwartauffstehensoll; und ist diesem Stifte das pr»-öicsr des würdigen dieser Ursache halber bey-gelLget worden. Wann dieses zu verstehenvon den gebeinen und religmen dieses Heili-gen/ so kömmt ihm die ehre allein nicht zu/sondern es wird der Pabst die Devotion vorandere calender-heiligen oder neu-canomLr-te auch haben. Hat es aber die meynung/daß dem Ertz-Bischoffe dieser reverentz vondem Stadthalter Christi gemachet werde/soist eswohlwas exrraorciinairez, möchte aberselten geschehen / daß sie zusammenkommen.

Jetzo besitzet den Ertz-Bischöfflichen stuhlder hochwürdigste K°lrst und Herr/ HerrZranciscus I^phus/ Ery-Bischofs zuNisany/ des heil. Rom. Reichs Zürst / erist aus dem berühmten geschlecht der Herrenvon Grammont entsprossen/ und war zuvorBischofvon Lbilsclclpbia. und kam A.!698 nachsemes Hrn. vettern ^nron Lecriäe Lrsmmvuctsde zu dieser würde»

Erste Haupt - Handlung»

Die stadt SeK^on ist die haupk-stadt in der ExtzMMkrancbe eomte und von grossem umfange undreichthum. Wurde vorzeiten Ckrytopolisoder gold - stadt genennt/weil güldne/ auf silberund ertz limine müntzen allda in menge geschla-gen worden / die hernach den müntzen bel-n»ä'or,den nahmen gegeben. Vorzeiten war derkirchen-sprengel in die vier grossen ^rcbickaco-nsw abgetheilet/ nemlich den zu Salms/ zu(Zr-z?. zu I'rsvs und zu l.uxovien/zu welchen manden fünfften zu vole zehlen wollen/und haben26 Abteyen und 780 pfarr - kirchen daruntergehöret. k^acirisnnz Vslellu! in nvtitts (?2Üizkerzehlet die lande und örter/ was zu diesemErtz - Stiffte gehöret/ in folgender alphabeti-schen ordnung: /^rokum vielleicht ^uxorme,

Laims oder Lesums, l)o!e, ksucoißki^, kavcr-niacum, Lrs^, Leäv 8alinsriuz (L^on le 8auujer)l^lurejacum ( i^loran ) klont kanecm , klontsna(klonrran) ?suliacum( Lolign^) Luder klons,

(d/lonr Levert) LuKzcum ( Ruffach) 8a!iose,(8s!in,) 8s!ini»cum , Irevs CLrsvez) Veralcum(Verce!!) und Veloul. Daß also eM mächtigErtz-Bistthum daraus zu schließen. Unter ih-me haben als SutkraAsnei gestanden die Ni-schösse zu Base!/ Sitten/ und vormahks Lo- Siiffts,sanna/ welches jetzund die von Bern haben/in-gleichen Beilison/ und ob gleich die drey letz-tern Stiffter zur Schweiß gehören/ und vondem Reich abgerissen sind/ gehören sie doch inLccleliattici, nach kel-m^on, eben wie Metz/TlMundVerdun zumErtz-StiffteTrier. DennTtZ von