52, Des Europäischen Herolds
wendig wieder absteigen und fallen müsse; wie in Italien vomRömischenReiche loßgekaufft.
solches bey der Griechischen Monarchie unter Wiewohl doch hierbey so wohl/ als auch bey
dem grossen Alexander bey dem Römischen Verpfandungen und allerhand exsmWnen
Reiche/ unten ausgeführter Massen klarlicher- öffters die Hoheit oder zum wenigsten eine ec>.
scheinet. mis otzservaiuiz» oder unterthänige ehrerbie-
tung vorbehalten bleibet. Durch excelüvsFatale ver. Die abwandel-und Veränderungen der Re- autoritär und bann der Pabste sind dem Rom.an ^^hen/ adler viel schöne schwingfedern in Italienvölckern undstädten/oder an der macht. Ei- ausgerissen worden. Die Veränderungennige derselben sind fatal und rühren von Got- entstehen auch daher/ wann ein fremder Po-les unerfsrschlichem rathschlusse her / dessn tentat die von den feinden besessene Provin-rechte und das licht seines angesichts allein die tzien befreyet und sich zueignet. Unter wel-Heyden vertreibet / und völcker einsetzt/ ein chem titul die Könige von Spanien die durchvolck verderbt / und das andere ausbreitet: der Saracenen und Mohren austreibuttg ver-welches auch die klugenHeyden erkannt.Wann ledigte Reiche innen haben. An machr aberdessen allmacht den nagel an das glucks-rad und vermögen wird ein Reich geschwachet/einschlagt/ so stehet alles stille / und kan weder wann die pestilentz/ krieg / Hunger und anderehinter noch förder gehen. Daß man aber auf land - plagen das land auffressen/ oder dieO-eine gewisse anzahl von jähren oder gewisse brigkeit wegen der religion/ oder durch all-familien von denRegenten und de:en nahmens- zu große tyranney und ausmergelungen diegleichheit/wie auch auff sonderbare himmlische unterthanen verjaget / dessen beyspiel Königzeichen / welche die Regenten in ihrer Naivität- Philipp der m in Spanien giebt / indem ertafel oder Korolcopo haben/ sicher gehen/ und A. C. 1610 biß in die 900000 Mohren ausdaher was bestandiges Wessen könne / ist seinen Reichen vertrieben. So hat sich auchnoch von niemand dargethan worden; inmast der König in Frankreich durch verfolg-undsen denn auch wenig gewisses und zuverläßi- Vertreibung der Hugonotten an der volckreich-ges aus den wunder-undlufft-zeichen/ unge- heit und manukaeiuren einen unüberwindli-wöhnlichen finsternissen/ schwantzsternen / son- chen schaden zugezogen. Wiederum wird auchderbahren conttellotionen/ und den Sibylli- das vermögen schwach durch allzuschweresehen oder andern dergleichen propheceyungen kriegs-kosten / unerschwingliche verschwendun-hergenommen werden kan. Also ist bey der- gen/ wetter/ erdbeben/wasser- und feuer-schä-gleichen politischen dingen mehr auff politische den/ abfal! der Handlung und nahrung inn-undUrsachen und veranlassungen/ als welcher oer ausserhalb landes.
Alleinherrscher/ der höchste Monarch/ sich
als vermittelungen gebraucht oder verhänget/ Weniger nicht helffen zu Veränderungen
Politische das absehen und urtheil zu richten. Es sind und gäntzlicher umkehrung der Reiche sehr
Ursachen sol- aber die mittel und gelegenl)eiten zu solcher ab- viel die Ungerechtigkeit / blutgierigkeit / hoch-
aomn""' nähme an landen und Veränderungen des re- much/ ehr-und lustgeitz/ Uneinigkeit / unver-
giments der krieg/ als die gewöhnlichste artdie gnügsamkeit und andere Untugenden den Re-
herrschafften zu verändern/ wie auch die verträ- genten und Obrigkeiten/ davon die Historien
ge und frieden-schlüsse: Also ist Elsaß und aller lecMorum voll sind / das Orientalische
Brißgau vom Rom. Reiche / die kranke Kayserreich aber eine unwidersprechliche pro-
Comte und ein guttheil des Spanischen Nie- be giebt. Es verursachen auch iezuweilen den
derlandes von Spanien undFranckreichkom- Untergang eines Staats beedes die Obrig-
men. Ferner durch abtrünnigkeit und auff- keitalsunterthanen/wannnemlichdiegemein-
stand der unterthanen; also hat das vereinig- nützige älibiplm verletzet und gekrancket/ die
te Niederland der Cron Spanien den gehör- wahre religion durch irrige lehren und ketze-
sam und unterthanen - Pflicht auffgekündiget/ reyen verfälschet/ die löblichen gesetze samt der
wie auch durch verheyrathungen der Königli- justitz abgethan / hergegen aber
chen töchter und Princeßinnen / so erbinnen unbillige/ und wider die gesunde vernunfft
der lander sind. Solcherley exempe! sind in den streitende Ordnungen oder vielmehr misbräu-
Frantzöischen und Spanischen Historien vor- che eingeführet werden ; wann das land sich
Händen. Desgleichen wann durch testamem- in Wollüste/ Müßiggang und andere schadli-
liche oder andere ächolmonez und rechnnäßi- che laster vertieft; wann die armen geqvälet
ge geschäffte/ clonationez und Übergaben die und unterdrücket werden ; wann unter dem
Fürstenthümer und lande verändert werden/ volcke auffläuffe/ rottirungen/ bürgerliche krie-
entweder mit oder ohne des volcks einwilli- ge und Verräthereyen überhand nehmen/ oder
gung/ nachdem es entweder patrimomsl - oder die unterthanen gantz und gar von ihrer or-
aber solche Reiche seynd / so von des volckes dentlichen Obrigkeit absetzen / und die waffen
willen herrühren /it. wann ein Reich unter vie- wider sie ergreiffen / oder einer andern gewalt
le Printzen getheilet/ und jedem die souverai- sich untergeben. Maßen denn auffdiests und
nite und die höchste gewalt gegeben wird / wie dergleichen Prokuren nichts anders als cleko-
dergleichen theilung von Constantino und Ca- lstiones der länder und städte/ zerstreu-und
rolv dem Grossen im Römischen Reiche gesche- ausrottungen der innwohner / eine sclavische
hen ist. Nicht weniger wann eine Provintz knechtschafft und der endliche Untergang er-
durch geld die freyheit erkaufft / und sich des folgen. Ich schließe hier mit dem tiefsinni-
obergewalts entziehet : also haben sich die gen5eneca:
Staaten/ Florentz/ Siena und einige andere
Ihr/