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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
Entstehung
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WM Würde des Nkandes

geehrter Weser.

S erscheinet der Europäische Herold nun zum andern mahle / undüberreichet die beschretbungen des Teutschen Käyserthums/der Kö-nigreiche/ freyen Fürstenthümer und Frey-Staaten von demedelsten theileder Welt/ in der gestalt und zustande / wie sie sichbey gegenwärtiger zeit befinden. Allermassen aber sein erster auftritt unddarstellung vor sicbenzehen jähren dermaßen gnädig und günstig aufge-nommen worden/ daß die excmplaria bald zur vertheilung und abgangekommen/ folglich ihrer viele/ auch von hohemstande/ nach seiner ander-weiten erscheinung ihr verlangen in der nachfrage bezeuget; also verhoffct ernun nicht minder das glück eines gnädig und geneigten anblicks zu erlan-gen. Jedoch/ der urtheile/ so vormals über ihn gefallen / mit einem Wortezu gcdcnckcn/ so sind sie noch erleidlich/ und die dabei) mißgcbilligten stückeleicht zu verbessern / die erinnerungcn aber theils unschwer abzulehnen/theilsausser beobachtung ohne schaden dahinden zu lassen gewesen. Nur der für-nehmsten erinnerung/ welche aus einem gewissen hohen Loilegio geschehen/allhier als im vorbey-gange zu gedcncken/ so hat man zwar nicht sonderglimpff zu vernehmen gegeben/ ob wäre er in beschreibung des Heil. Rom.Reichs Teutscher nation allzufürstlich gewesen/ und hätte mehr auf diesenhohen Reichs-Stand als auf das hohe Churfürstliche Loikum seine ab-sicht gerichtet. Darauf aber die Verantwortung auch bald erfolget/ daßman zwar weder das gemüthe/ noch vermögen gehabt/ etwas zum nach-theiligen verfang des höchsten colie^i im Reiche / noch auch dem hohenFürsten - Stande zur p-aimmtten liebe zu schreiben / als dessen hohejum dochgleichwol nicht minder feste und empor stehen: sondern/ wie man die

conülia, clizcepc-uiones, pisecenliones UNd bediNgUNgM V0k sich gefunden /

so habe man siedargcleget; andere/und zwar die/ welche zum thei! ihre bil-lige erörterung von der Römischen Kayserlichen Majestät und dem höchst-preißlichen Churfürstcn-Rathe/ oder auch dem gesamten Reiche noch nichtvölligerlangct/ habe man nach dem suüo der Herrschafft so frey annehmendörffen / als hergegen des Herrn dienst und pflichten / darinnen man der zeitgestanden/ nicht zugelassen/ gegen Dero dadey mithabcndesimerelicetwaszu melden oderIhnenetwaszuvergeben; in eben dem vertrauen/ allermas-sen es der Herrschafft nach ihrem Fürstlichen Reichs-Stande nicht verargetwerden mögen/ mit anderen dcro hohen Mit-Ständen ihro nothdurfftundFürstliche freyheit bey Ihrer Rom. Kayserlichen Majestät/ und denn auchbey dem gesamten Reiche zu verwahren; also keinem dero Räthe und diencrauch nicht einmal anzumuthcn gewesen/ etwas wider solche Verwahrungenund gcrechtsame/ oder auch pr^cenitoneg zu Kacuiren/ und mir hcrausbrc-chung auf die ihnen widrige meynung gleichsam einen vorwurst zu machen/oder so unberuffener als ungeschickter weise ein urtheil zu fällen. Ob wohl oh-ne dem der fache selbst weder vor-noch abträglich seyn mag/ welcher meynungcinprivams, nach seinen vor sich habenden maximen/ bey dieser oder jenerfache zugethan ist/ bevorab da dergleichen schrifften nicht auf einen vorei-ligen aussprach/ sondern vielmehr aufhistorische erzehlungen abzielen. Inerwegung dieser bewandniß erweiset sich bey dieser anderweiten «vi.

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