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2: 1887
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nur den Menschen sondern auch den Hansthieren zu verleihen, auch selbstdenen, die schon von diesem Leben abgeschieden zu sein scheinen. Hierüberwollen wir in Kurzem Einiges berichten.

Im Jahre des Herrn 1488 am dritten Pfingsttage wurde eine vor-nehme Frau von Vastennonive, welche vom Teufel besessen war, in Lagevollständig geheilt.

Im Jahre Christi 148O, am Tage der Geburt Johannes des Täufers,machte ein Mann, der ein halbes Jahr hindurch lahm war und nirgendwogeheilt werden konnte, zum heiligen Kreuze in Lage das Gelübde, daß erjährlich mit dem Kreuze zu dem vorhin genannten Orte — uppen Cruceberg— gehen und zwei Beine von Wachs im Gewichte von zwei Pfund opfernwolle. Sogleich und ohne Verzug stand er gesund auf und erfüllte seinGelübde. Ich, Bruder Heinrich Wormsberg, war zugegen, als er seinGelübde am Tage Kreuzerhöhung erfüllte.

In demselben Jahre machte eine andere Person, eine Jungfrau, welcheso verkrüppelt war, daß sie durch zwei andere Personen kaum ausrecht er-halten werden konnte, an der Vigilie des h. Johannes ein Gelübde zu diesemheiligen Kreuze und am Feste Kreuzerhöhung kam sie gesund wieder hierhin.Sie war aus der Stadt Quakenburg. Ich, Bruder Heinrich Wormsberg,war ihr Beichtvater.

Einer mit Namen Wesendorp aus der Pfarre Npenkerken hat mit seinerrechtmäßigen Ehefrau eine siebenjährige Tochter, welche sie Morgens umsechs Uhr am Feste des h. Bartholomäus im Bette todt fand und welchebis zum Mittag auf dem Todtenbette lag. Sie machten ein Gelübde zumh. Kreuze in Lage und, als wenn sie vom Schlafe erwache, erhob sie sich,worauf das Gelübde erfüllt wurde. Dieses Mädchen habe ich, BruderHeinrich Wormsberg, gesehen, als seine Eltern es hierhin brachten.

Auch noch viele Andere habe ich, Bruder Heinrich Wormsberg, gesehen,welche hierhin gebracht und geheilt wurden, so ein lahmer Jüngling vonsechszehn Jahren. Auch jetzt noch werden Viele fast täglich geheilt.

So weit der Bericht des Bruders Heinrich Wormsberg, welcher auchder Hauptsache nach durch die Annalen des Klosters von Jburg bestätigtwird. Im Jahre 1351 am Feste der Enthauptung des h. Johannes desTäufers konsekrirte der Bischof Engelbert von Osnabrück das wunderthätigeKreuz und legte in dasselbe verschiedene Reliquien ein. Diese Reliquien sindnach einem alten Verzeichnisse: vom Kreuze Jesu Christi, von der Krippe,vom Kleide und vom Grabe des Herrn, vom Calvarienberge und dem BergeSinai, von den Heiligen Georg, Andreas, Petronella, Barbara, Sebastian,Stephan, Margaretha, Thomas von Canterburp, Regina, Cordula, Bar-tholomäus.

Eine Rechnung vom Jahre 1771 besagt, daß in diesem Jahre amFeste des h. Johannes 6 Dominikaner und 4 Franziskaner zum Beichthören