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Hauptorte der neuen Besitzungen auch den eines Grafen von Freiburg, der den alten Namen baldgänzlich verdrängte. Die auf den urachischen Stammgütern im östlicheren Schivaben zurückgebliebeneLinie des Hauses ist bald erloschen und der letzte spärliche Best dieser ältesten Hausbesitzungen,den eine in ungewöhnlichem Maße bethätigte Freigebigkeit gegen geistliche Stiftungen übrig gelassenhatte, ivard im Jahre 1265 an die Grafen von Würtemberg verkauft, deren Nachkommen, die Könige,unter ihren Titeln noch heute den eines Grafen von Urach führen.
Die nach den zähringischen Landen übergesiedelten Söhne Fginos des jüngeren aber begrün-deten zivei Linien. Von Konrad, dem älteren, der die Hauptmasse der Besitzungen im Breisgauübernahm, stammen die Grafen von Freiburg, die im 15. Jahrhundert ausstarben und deren Landedem Geschlechte, zum größeren Theile schon vorher, verloren gingen. Der jüngere Sohn Heinricherhielt die zähringischen Lande auf dem Schwarzwalde, im Kinzigthale und in der Baar und nanntesich seit 1250 Herr, dann Graf von Fürstenberg nach der gleichnamigen Burg in der Baar, die erzu seinem Wohnsitze geivählt hatte. Bis zum Jahre 1270 führte er neben diesem Titel auch deneines Grafen von Urach fort. Er ist der Stammvater der sämmtlichen jetzt blühenden fürstlichenund landgräflichen Linien des Hauses Fürstenberg, in deren Hauptzweige sich die östliche Hälfte deszähringischen Erbes bis auf unsere Zeiten vererbt hat.Bnt _ Die mittelalterliche Geschichte dieses Hauses hat bisher nur in Ernst Münch einen an die
Me d"s' J Oeffcntlichkeit tretenden Bearbeiter gefunden, dessen dreibändiges Werk (Geschichte des Hauses undLandes Fürstenberg, Aachen u. Leipzig, 1829 — 1832) jedoch iveder den Anforderungen der Wissen-schaft noch des Geschmackes genügen konnte. Im Anschlüsse an Münch, doch seinen Vorgänger injeder Beziehung übertreffend, hat dann Fickler in einem vierten Bande (Karlsruhe 1847) die neuerellausgeschichtc bearbeitet. Die Absicht aber, die schon Münch gehegt und im Titel seines Buches ange-kündigt hatte, auch die Geschichte der fürstenbergischen Lande darzustellen, ist nie verwirklicht ivorden.
Seine Durchlaucht der Fürst Karl Egon zu Fürstenberg hat desshalb denPlan gefasst sowohl die letztere Lücke ausfüllen als die unzidängliche Arbeit Münchs durch eineneue ersetzen zu lassen. Damit verknüpfte sich der Gedanke diesen Darstellungen eine Veröffent-lichung der kritisch gesichteten urkundlichen Grundlagen für die Geschichte des Hauses und Landesvorauszuschicken. Ueber die engere Territorialgeschichte hinaus ließ sich von einer derartigen (Quellen-Sammlung auch für unsere Kenntniss der allgemeineren politischen und Culturgeschichte, des Rechtesund der Sprache mannigfache Förderung erwarten. So hat der hochsinnige Fürst dieses Werk insLeben gerufen, indem er in warmer Theilnahme für die Geschichte den Befehl zu seiner Ausführunggab und in wahrhaft fürstlicher Weise die Mittel dazu bewilligte. Im Namen der Wissenschaft seies gestattet ihm hiefür ehrerbietigen Dank auszusprechen und für mich selbst knüpfe ich hieran denAusdruck des Wunsches, dass es meinen schivachen Kräften gelingen möge das Werk in einer dieedlen Intentionen seines fürstlichen Urhebers nicht vereitelnden Weise durchzuführen.
In dem Fürstenbergischen Urkundenbuche ist zunächst eine Sammlung aller für die GeschichteForm des Hauses Achalm- Urach-Fürstenberg im Mittelalter werthvollen Zeugnisse beabsichtigt. Die Grafen
des
■Stoffes. von Freiburg bleiben nach 1250, in loelchem Jahre man die Scheidung zivischen freiburgischen undfürstenbergischen Besitzungen als bereits vollzogen betrachten darf, ausgeschlossen; bis zu diesemJahre aber sind die Urkunden soivohl des Grafen Konrad von Freiburg als seiner Geschwister,auch tvenn sich die letzteren nach Freibürg und nicht nach Fürstenberg nennen, berücksichtigt.
■Umfang
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