Mai 1529.
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1. Gebührlichen Gruß mit Erbietung alles Guten, zc. 2. „Demselben nach fürzehalten, nachdem im,Herrn Abt, von gemelten minen Herren Ammann und zwifaltcm Landsrat kurz verschiner tagen am gcschrift zuo-komen sige mit dem cntschluß und inhalt ivisende, daß sy des willens und mainung sigen, an im, Herrn Abtzuo Saut Gallen, brief und sigel ze halten, ouch (in) by sincn herrlichkaiten bliben zuo lassen, doch mit sölichcnsürworten, safer er der Abt die kutten und ordens beklaidnng hin und abthüeg, mit merem inhalt ge-dachter geschrift;
„Uf sömlichs der selb min gnädiger Herr der erwelt (Abt) üwer fromm ersam wyshait die antwurt laßtgeben und anzöigey, daß er sömlichs üwers schribens und entschlnsses ze guotem tail . . . ganz wol ze fridenund anzenemen zuo hochem dank und verdienen sig, und aber um daß er sölich beklaidnng und die kutten vonim ze thnond nit bewillge, könn, dörf ald möge thuon, sind deß vil merklich redlich Ursachen, die ains tailsvon nötcn hienach gemeldet und verstanden mögen werden.
„Ze erst gibt er üwer fromm(en) wyshait ze erkennen, daß war ist, daß das wirdig gotshus Sant Gallenain guots vor den acht hundert jaren gestist mit ustrnckten warten, darin ze halten den orden .. Sanct Benedicten,uf welichen St. Benedicts ordens stand alle fryhaiten und begabungen von Bäpsten, Kaisern und Küngen, ouch anderstiftbrief, gült und sunst brief und gewarsame zc.; sofer denn er oder sin convent sölichen Habit und gewidmet ordensbeklaidnng abthuon und hinlegen wnrdint, darus erwüechse, daß die begabungen, von Kaisern, Küngen und Fürstenmerklich und groß von rent, gült und guot kamen, deßglich ander rent und rechtungen nit on ursach ab demgottshus und vom orden gerissen und entfrömdt, und menklich sin gewonlichcn Pflicht und schuld wol sperenmächt, wann doch des ordens stat nach altem bruch und wie es gewidmet und ze halten gestift ist, geändert undnit gehalten wurd, mag ain jeder selbs wol ermessen.
„Zum andern so hat ain Herr und das wirdig gottshus merklich zins, rent und gült ennethalb Rins indes Kaisers und der Herrschaft (Oesterrych?) gebiet und landen ligen; wa nun er und der convent des ordensHabit und beklaidung hinlegten, so wurd das selb alles gewüßlich abgerissen, und dem gottshus deßhalb meinernüts mer, weder kleins noch großes harüber gewärt noch geben.
„Harum, gnädigen lieben Herren, so bitt der erwelt Herr üwer fromm wyshait um gotts willen, mit imze herzen ze nemen und ze ermessen jetz erzelt und ander merklich Ursachen, darby ze betrachten, daß nemlich vonder abthüegung der ordens klaidung üch klainer nutz, aber dem gottshus merklicher verderplicher schad und ab-gang an herrlichaiten, nutzen med anderm darus folgen wurd, weliches üch den vier Orten mer Nachteil dannufnung ouch (ge)peren möcht; (dann) on zwyfel so mag üwer fromm wyshait wissen und gedenken, daß diehailig geschrift in kainerlai gstalt erbere beklaidung jemands verbieten tuot, meldet ouch nichts von kutten nochanderm derglich, sonder laßt die jederinan frywillige zimliche beklaidung. Also ist ouch des erwelten Herren undflns convents fryer will und begird, sölich harbracht gestift ordens beklaidung ze haben und ze tragen und nitänderst, das niemand ze tratz noch ze laid, acht ouch wol, es söll von sölicher schlechten beklaidung niemandgeärgert werden.
„(Er) bitt und begert ouch zum allerhöchsten, üwer fromm wyshait als sin lieb Herren die wellint in undsin convent bi sölicher ir ordens beklaidung im namen gotts bliben lassen und im das best thuon, ouch üch inlassen befolchen sin, in ansechung daß er ain crborner Aidgnoß, uß der grafschaft Toggenburg bürtig und deß-halb üwer landman ist, darb! ze gedenken, daß ir in üwerm erlichen land, als er wol bericht ist, selbs undereinandern angesechen und deß mit ainandern gemainlich überkamen sind, daß jederinan den andern by sinemwesen fry ungeträngt soll bliben lassen, in guotem vertruwen, so er doch üwer landman ist, er söll desselbenwie üwer ainer ouch genießen, und ermant also onch darus üwer wyshait des bürg und landrecht, ouch derhoptmauschaft briefen, was die vermögen und warum sy gemacht und von üwern vordern gegem gottshus an-genommen sind; vorus und ab wirt darin klarlich erfunden und stat also, daß ain abt und convent und dasgotshus Saut Gallen, S. Benedicten ordens, dem Hailigen stuol zc Rom on alles mittel zuogehörig genemptwirt, und nit änderst. Zum andern wyst das bürg und landrecht in aim artikel haiter, daß die vier Ort sölleuninen Herren und convent by iren herrlichkaiten, rechtungen und fryhaiten bliben lassen und die trüwlichen lassen