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2 (1891) Die Handschriften in Quarto und Oktavo
Entstehung
Seite
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Histor. Handschriften in Quarto Nr. 145. 65

145.

Pap., XVI. Jahrli., 140 beschriebene Bl., welche nicht in der

richtigen Ordnung auf einander folgen (berichtigt von Joffe S.

'unten) und öfters durch leere (nicht numerierte) unterbrochen

sind. Pappbd in Futteral.

Aus der Bibliothek des Basier Ilechtsgelehrlen J. Wem. Huder (s. dessen Cataloguslibrorum Basti. 1789 S. 56) für unsere Anstalt ersteigert.

I. Bl. 1—8. Annales Colmarienses minores (1211—98).

Verfasst von einem gegen Ende des IB. dahrh. gestorbenen Domi-nikaner in Kolmar. Gegenwärtige Abschrift zeigt starke Zusätze,teilweise auch Berichtigungen einer zweiten und eine)' dritten Band.IL Bl. 9—81', erste Linie. Amiales Basilecnses et Colmarienses minores(1266-78. 1278—1305).

In Basel begonnen, in Kolmar fortgesetzt von dem Verfasserder Ann. Colin, min., welcher übrigens vor dein Abschluss dieserAnnaleu starb; ein Jüngerer setzte die JJ. 1304 und 1305 hinzu.

III. Bl. 81', zweite Linie bis 02. De rebus Alsaticis ineuntis sseculi XIII.Descriptio Alsatiae. Descriptio Teutoniae. Versus.

Gegen Ende des 13. dahrh. verfasst, vielleicht vom Annalisten.

IV. Bl. 93—134. Chronicon Colmariense.

Das Chronicon trägt die Signatur: Ex bibliotheca predica-torum in Colmaria. Es ist jedenfalls von einem andern Verfasserals die Annaleu, aber um dieselbe Zeit und in demselben Klostergeschrieben. Diese Chronik behandelt die Zeiten Rudolfs von Habs-burg, Adolfs von Nassau und Albrechts 1. (bis 1304).

V. Bl. 135 — 140. Notitiae solivagae et abruptae.

Joffe hat sie an passenden Stellen der Annalen mal der Chronik

eingeschaltet.

Es liegt hier eine in Basel von mehreren Händen gefertigte Ab-schrift eines älteren Kolmarer Kodex vor. Solange diese Abschrift nochin Basel, war, benützte sie Wursteisen für die erste Ausgabe (1585); inunserem Jahrhundert haben sie Böhmer (1845), Gerard' und, Liblin (1854),endlich Joffe (1861) für ihre Editionen verwertet; erst daffe hat sie inden Mon. Germ. hist. SS. 10, 183 ff. vollkommen ausgebeutet, aber nochausserdem eine ergänzende Kolmarer Handschrift zu Bote gezogen, währendedle früheren Herausgeber bloss auf unsern Kodex sich gestützt hatten.

Über Handschriften und Ausgaben vergl. Joffes Einleitung, wozu nach-getragen werden muss die Übersetzung von Pabst in den Gescliiehtschreibern derHandsclir. d. k. öff. Bibl. Stuttg. I, 2. 5