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2 (1891) Die Handschriften in Quarto und Oktavo
Entstehung
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Histor. Handschriften in Quarto Nr. 130. , 57

wurden seine Bücher in Konstantinopel feilgeboten (Apr. 1578)/') Mehrerederselben kaufte M. Stephau Gerlach d. A., welcher mit dem Freiherrnv. Ungnad als Gesandtschaftsprediger in Konstantinopel verweilte, unteranderem diesen Kodex um 100 Aspern für seinen Lehrer, den Prof. Mari.Crusius. Crusius erhielt ihn ans der Hand des zurückgekehrten Gerlachnoch im seihen Jahr (19. Dez. 1578), las ihn und versah ihn mit Rand-noten 4. — 29. Mai 1579. Nach seinem Tod scheint er in die GerlachscheFamilie zurückgewandert zu sein; ein Glied derselben, der Anhauser AbtHamster, vererbte ihn an seinen Tochtermann Aug. Friedr. Bök, Professor,später Prälat in Tübingen (gest. 1815), welcher ihn 1784 dem HerzogKarl schenkte.

M. Crusius fand dieses Geschichtswerk S. 1 und wieder S. 350 mitCoustantinus Manasses, zwischen hinein S. 121 mit Georgias Cedrenusähnlich (s. die Bandnoten). Es scheint auch., dass er es in der Turco-greecia p. 510 als Manasses historiens uou editus erwähnt. Nun ist aberdas Werk des Manasses bekanntlich in Versen verfasst, unser Autor schreibtin Prosa. Eine Vergleichung mit byzantinischen Chroniken der gleichenPeriode führte zu keiner Identifizierung mit irgend einer.

Erwähnt ist dieser Kodex von C7i. F. Stalin, Gesch. alter und neuerBüchcrsamml. S. 19. M. Crusius teilte aus demselben in seiner Epitome athiopiemUeliodori historicc (Francof. 1584) S. 363 — 375 die Erzählung der Brautwalddes Kaisers Theophilus mit als Parallele zu einer kürzeren und abweichendenErzählung, ivelche sich in einem gleichfalls von Gerlach aus Konstantinopelmitgebrachten Kodex des Theodosius Melitenus (früher im Besitz des M. Cru-sius, jetzt auf der Tüb. Univ.Bibl.) findet. Sonst trifft man einen kleinenPassus aus unserem Kodex in Crusius' TurcogrCBcia p. 310.

*) Steph. Gerlach spricht in seinem Tagebuch oft von Mich. Kantahuzenus,von seinem Ende S. 463, von dem Schicksal seiner Bücher S. 483 — 485. Vergl. auchCrusius, Turcogrcccia p. 67 f. 236. 508—510.

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Pap., XV TL Jahrh., 66 Bl. Pergbd.Aus der Bibliothek des Geh.Iiats Frommann,

Summarische Verzaichnuss von Ankhunfft und Auffnemmen des fürstlichenWürttembergischen Stammens bis zu unsser Zeitt.

Am Sehluss: Anno 1612 Johann Augustin Assum.Gegen das Ende ist noch als gegenwärtiger Regent Herzog JohannFriedrich genannt; Assum war sein und seines Vorgängers Friedrich Sekretär.

Dasselbe Werk inkomplet s. unter Q. nr. 113..