DAS FIEBERSPITAL
Die bleiche Leinwand in den vielen BettenVerschwimmt in kahler Wand im Krankensaal.Die Krankheiten alle, dünne Marionetten,Spazieren in den Gängen. Eine Zahl
Hat jeder Kranke. Und mit weißer KreideSind seine Qualen sauber aufnotiert.Das Fieber donnert. Ihre EingeweideBrennen wie Berge. Und ihr Auge stiert
Zur Decke auf, wo ein paar große SpinnenAus ihrem Bauche lange Fäden ziehn.Sie sit?en auf in ihrem kalten LinnenUnd ihrem Schweiß mit hochgezognen Knien.
Sie beißen auf die Nägel ihrer Hand.Die Falten ihrer Stirn, die rötlich glüht,Sind wie ein graugefurchtes Ackerland,Auf dem des Todes großes Frührot blüht.
Sie strecken ihre weißen Arme vor,Vor Kälte zitternd und vor Grauen stumm.Schon wälzt ihr Hirn sich schwarz von Ohr zu OhrIn ungeheurem Wirbel schnell herum.
Dann gähnt in ihrem Rücken schwarz ein Spalt,Und aus der weißgetünchten MauerwandStreckt sich ein Arm. Um ihre Kehle balltSich langsam eine harte Knochenhand.
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