DIE VORSTADT
In ihrem Vierfcl, in dem Gassenkot,Wo sich der große Mond durch Dünste drängt,Und sinkend an dem niedern Himmel hängt,Ein ungeheurer Schädel, weiß und tot,
Da sh)en sie die warme SommernachtVor ihrer Höhlen schwarzer Unterwelt,Im Lumpenzeuge, das vor Staub zerfälltUnd aufgeblähte Leiber sehen macht.
Hier klafft ein Maul, das zahnlos auf sich reißt.Hier hebt sich zweier Arme schwarzer Stumpf.Ein Irrer lallt die hohlen Lieder dumpf,Wo hockt ein Greis, des Schädel Aussät? weißt.
Es spielen Kinder, denen früh man brachDie Gliederchen. Sie springen an den KrückenWie Flöhe weit und humpeln voll EntzückenUm einen Pfennig einem Fremden nach.
Aus einem Keller kommt ein Fischgeruch,Wo Bettler starren auf die Gräten böse.Sie füttern einen Blinden mit Gekröse.Er speit es auf das schwarze Hemdenfuch.
Bei alten Weibern löschen ihre LustDie Greise unten, trüb im Lampenschimmer,Aus morschen Wiegen schallt das Schreien immerDer magren Kinder nach der welken Brust.
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