Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
1070
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1070 GH. Nr. 3055.

Der Ausgabe von 1645 folgte in demselben Verlage eine zweiteAuflage unter dem gleichen Titel, aber ohne Jahrzahl. Die Abdrückesind noch immer von grosser Schönheit, da die Platten keiner Re-touehe bedurften. In diesem Zustande fehlen aber die Buchstaben O.U.,indem sie ausgeschulten wurden, aber nicht ohne leichte Spuren zurück-gelassen zu haben. Es wurde das nämliche Papier beibehalten, wie inder Ausgabe mit (i. II. Das Wasserzeichen ist entweder das Kreuzvon Lothringen, oder eine Art Bienenkorb, dann auch wieder einzweiköpfiger Adler, das Agnus Dei, und eine Narrheit von sehr breiterZeichnung. Schon aus diesem Papiere kann man auch auf den älterenAbdruck schliesscn. Man findet nämlich fünfzehn verschiedene Aus-gaben der Iconograpbie dos A. van Dyck, von 1632 bis 1759. Nachihrem Inhalte beschrieben sind sie von dem k. p. Oberst Ignaz vonSzwykowski in Dr. Naumann's Archiv Jahrgang IV. S. 97 ff., V. S. 33 ff.S. 97 ff.

Von den zur Iconographic des A. van Dyck gehörigen Portraitsstellen sich folgende ältere Plattenzuständo heraus:

I. und II. Mit der Adresse: Martin van den Enden exeudit. Cumpriuilegio. Diess in zweimaligem Abdrucke. Voraus gehen Probedrückevor der Schrift. Alle Blätter mit Unterschriften, die man für Abdrückevor der Adresse ausgibt, sind nichts anderes, als spätere Produktenach gelöschter Adresse. Die Zahl der Bildnisse mit van den Enden'sAdresse beträgt vier und achtzig.

III. Ohne die früheren Adressen, und statt dieser G. II. Iliehcrgehören die Abdrücke der oben erwähnten Platten aus dem Verlagedes M. v. d. Enden u. s. w. Die Abdrücke von Platten mit dem Namendes Gilles Hendricx sind ursprüngliche Vcrlagsartikel, und demnacherster Art. Im Queen besass er 116 Platten. Er vervollständigte dieUnterschriften bei den Künstlcr-Portraits mit einer zweiten, auch wohldritten /eile. Sechzig Blatt Künstler und Gelehrte der ersten Ausgabeohne Titel haben nur eine Zeile Unterschrift, die 24 Portraits derPrinzen, Damen und Heerführer erhielten gleich anfangs mehrereZeilen Unterschrift. Bei den ersten fehlen die Namen der Stecher,bei den letzteren sind sie beigefügt.

IV. Ohne Buchstaben 11. II. , wie schon in der zweiten Ausgabeder Verlagshandlung des G. Hendricx. Auf die späteren Abdrückekönnen wir nicht eingehen, da sie über die Zeit desselben herabreichen.

Gilles Hendricx hatte aber nicht allein Blätter nach A. van Dyckim Verlage, sondern auch solche nach Bubons und anderen Meistern.Auch auf solchen Kupferstichen kommen die. Initialen (1. II. vor. Ksist auch in dieser Hinsicht zu unterscheiden, ob er die Platten selbststechen Hess, oder ob er sie, wie jene der Iconographic, von zweiterHand erhielt. Die Abdrücke mil, seiner Adrette sind aber immer sehrgut, weil er vcrnuithlich eine vollkommene Presse besass.

3055. Gerard Hoet, Historien- und Landschaftsmaler und Ra-G II dd. 1 (lir( 'r, gehören zu Bommel 1648, gestorben im Haag__, 1 > (*' Gravenhmje) 1733. Einer der geistreichsten Künstler" i» /"■ | seiner Zeit, fertigte er eine grosse Anzahl von Zeichnungenzum Stiche, und führte auch Dcckeustücke in Kirchen und Palästenaus. Ausserdem malte er historische und mythologische Bilder, Bild-nisse, architektonische Ansichten und Wintcrlandschafton mit vielenFiguren. In einigen Gemälden erinnert er an C. Poelenburg, in andernan G du Jüdin, In van der Mark's Bildorblbel: Tafereelen der vnor-naamste geschicdeniisen van het O. en N. Testament 172«, sind Kupfer-Stiche nach seinen Zeichnungen, deren er gewöhnlich in Rothstein