Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
1019
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GEO —GER. Nr. 2903 — 2906. 1019

Medaille mit dem Bildnisse dieses Kirchenfürsten soll der Künstler(Hör. Ran. Fiorent. gezeichnet haben. Vcnuti liest auf einer anderenDenkmünze Gior. Rav.. und nennt den Meister Giorgio Jtavenale. Bon-nani nimmt Ran. an. Zani vcrinuthet einen Deutschen, wahrscheinlichweil er in der Sammlung berühmter Medailleurs von 1778 einen GeorgKay erwähnt fand.

2903. Giorgio Vasari von Areizo ist als Maler, und besonders alsrnnPf^ äRRFT 4f:/.') Schriftsteller in weiten Kreisen be-

auf die Abbreviatur des Namens beschränken, da er im Künstler-Lexicon XIX. S. 453 ff. einen ausführlichen Artikel behauptet Derabgekürzte Name steht auf einem Kupferstiche von Enca Vico. DiesesBlatt stellt einen Pilger vor, wie er dem neben ihm sitzenden Gefährtenzu trinken gibt. II. 8 Z. Br. 6 Z. 6 I;.

2904. Georg Szymonowicz, Maler und Kupferstecher, war um 1662--, c, , , . . ,„ bis 1682 in Polen thätig. Er stachGeorg Szymon dH. et sculp. mchrcrc ]} , attcr nftch J^un Baldi,

darunter Apollo und den Thicrkreis , nach einem Plafondbilde. DasWerk besteht aus sechs Blättern. Auch allegorische Vorstellungenfindet man von ihm, alle nach Zeichnungen von L. Baldi. Näheresüber diesen Meistor siehe Slownik malarzdt» polskich, prici £du<urdaHaslawieckiego t(Sü(), II. p. 858.

2905. Giorgio Ghisi von Mantua, genannt Giorgio Mantuano,rwnPnvs \1Al\l r r V ' ät durch eine bedeutende Anzahl vonUBUtlTllTB.aflWl. r. Kupferstichen bekannt, welche BartschXV. p. 384 ff. beschreibt. Darunter ist ein Blatt mit Synon, welcherden Trojanern die Idee zu einem grossen hölzernen l'ferde eingibt.Unten im Rande steht; 1. B. MANtvanvs in., und links am Wasserunter Gebüschen die obige Inschrift, welche früher übersehen wurde,so dass man den Stich dem Gio. Batt. Mantuano zuschrieb. II. 13 Z.Br. 17 Z. 8 L.

2906. Gerhard van Harlem erscheint in der Aufschrift eines von

Gerardus Leydanus Pictor ) stochawn Bude« der

ad S Jü, Bapt. Harlernt piltxit. | Krcuzabnehmungun-"" **' ' * * ) tcr einem Namen,

welcher ihm in den Künstler-Verzeichnissen nicht beigelegt wird.C. van Mander nennt Ihn Gccrtkcn van Sint Jans, kennt alsoseinen Geschlcchtsnamcn nicht, und weiss überdicss nur, dass Harlemsein Wohnplatz (woonplaats Haarlcm) gewesen sei. Alle späterenSchriftsteller über Kunst und Künstler haben aus dem Schilderbocckdesselben (Amsterdam 1618, S. 129) geschöpft, und somit ist der Name„Gerhard van Harlem" der gewöhnliche geworden. TheodorMatham wich einzig davon ab , obgleich ihm das Werk des C. vanMander nicht unbekannt seyn konnte, da in der weiteren Dcdications-schrift an Jakob van Campen der Künstler auch „Geertje van S. Jans"genannt wird Meister Gerhard wohnte zu Harlem im Ürdenshauscder Ritter des heil. Johannes von Jerusalem, und daher hat er denBeinamen. Im Auftrage der Ordensherren malte er die grosse Tafeldes Hauptaltarcs der St. Johanniskirche. Das Mittclstück stellte dieKreuzigung Christi vor, welche durch zwei Seitenflügel gedeckt werdenkonnte. Das Hauptbild und ein Seitenflügel gingen in der Zeit deslliltlersturmcs (1572) zu Grunde, indem v. Mander nur mehr einenFlügel sah, welcher durchsägt in der Wohnung des Urdcns-Comman-