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2 (1860) CF - GI
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1000 GD. NrJ2833.

Lcxicon S. 146, schreibt ihm als Knpferätzer obige Initialen zu", undwird sie wohl auf Blättern vor 1831 vorgefunden haben. Wir haben imKünstlcr-Lexicon XXI. S. 440 eine bedeutende Anzahl beschrieben,aber nur auf dem Watte mit einer Ansicht aus Kadolzburg nachF. Kohcll von 1812 sind die Buchstaben (J. C. W. bemerkt.

2833. Johann Gustav Dlttenberger, Historien- und Bildnissmalcr,s^y f~y K''boron zu Neuenweg im Schwarzwalde 1799, stand in(tt\ U|f\ Heidelberg unter Leitung der Maler Hottmann und Roux,j^J, JL/ BOd begab sich 1821 nach München, wo damals nochdie Langersehe Schule «las Feld behauptete, nach wenigen Jahrenaber durch Cornelius ihr Terrain verlor. Dittenberger musstc siehanfangs auch nach der alteren akademischen Richtung fügen, wählteaber eine Stellung zwischen dem Ideale und dein Naturalismus, welcheihm eine freiere Bewegung gestattete. Die Bilder aus seiner enterenZeit sind meistens aus der Legende und dem Leben des Heilandesund der heil. Jungfrau gewählt, und auch in Rom blieb er noch derneuereu religiösen Schule treu, wie sie sich damals durch Overbeck,Cornelius und andere grosso Meister gestaltet hatte. Dittcnbcrger folgteaber nicht ausschliesslich leinen) religiösen Gefühle; er wagte sichschon vor seiner Abreise nach Italien in München auch auf das(iebiot der Poesie. Besonders war es Schiller, welcher ihn zu Compo-sitionen begeisterte. Schiller's Ritter von Toggeuburg erschien 1825mit neun Umrissen von Dittcnbcrger bei Cotta in Stuttgart, 4. AuchStoffe zu Gemälden wühlte er aus Schiller's Gedichten, und namentlichwurde sein Ritter Toggonburg gerühmt. In den Kirchen seines Vater-landes findet man historische Gemälde von seiner Hand, und in Samm-lungen auch mythologische Bcenen, sowie Genrebilder. Kinos derletzteren, das Mädchen auf dem Friedhofe, ist durch eine grosse.Lithographie von Oeri bekannt. Späten! Werke dieses Meisters sindin Wien zu suchen, wo sich Dittenberger gegen 1844 niedergelassenhatte. Wir nennen das colossale Gemälde mit St. Severin, dem öster-reichischen Apostel, wie er auf den Höhen bei Hciligenstadt und Sic-vering Wien segnet. Ihn begleiten Chorknaben, und verschiedenegrössere Gruppen deuten links die materiellen und geistigen Interessendes Kaiscrstuates au. Auf der rechten Seite des Gemähte! schilderteine Gruppe den heiteren und frohen Sinn des österreichischen Volkes,und über den drei Ilauptgruppon zieht ein weiter Bogen von Tortraiteiidurch die Luft, verschwindend auf dem Kahlonhergo. Da begegnet unsdas Geschlecht der Habsburger, der kluge Rudolf I., der ritterlicheMax, Kaiser Carl V, Maria Theresia, ihr Sohn Joseph II. u. s. w. ImVorgrunde knioeu die Repräsentanten dreier Stämme, der Slaven,Magyaren und Italiener auf der Erde', und ihre Kronen liegen aufOetterrelch'l Kahne. Als den Repräsentanten der Deutschen In Oestcr-reich hatte sich Dittenberger wahrscheinlich den Kaiser Ferdinandgedacht, welcher das Gemälde bestellt hatte, Die Figuren überschreitenweit die Lebonsgrösso , und die Ausführung des Ganzen erfordertemehr als vier Jahre. Im Jänner 1850 wurde das Werk dem Publikumausgestellt, und (las fromme Oesterreich konnte sich daran nachHerzenslust erbauen) dann der Belagerungsstand war aufgehoben,die italienische Krone hatte noch keinen Diamanten verloren, und derverstärkte Reichsrnfh durfte sich nicht mit Sitzungen plagen. Ditten-berger hatte eine schwere Aufgabe, ein so reiches und colossalei Ge-mälde zu Stande zu bringen. In der Anordnung der Gruppen, in derPerspektive, In der technischen Behandlung übertraf er die Krwartungen,und wenn es dem Bilde an Wärme, an tieferem inneren Leben, und