Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
986
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986 G B F — G B 0. Nr. 2744 — 2745.

2782. Georg Bowers, Medailleur, ist oben unter den Initialenf U I«' Oi B- eingeführt, und wir hoben auf eine Medaille von 1 fi8t

' hingewiesen. Die Buchstaben (1. U. F. stellen auf einerBildnissmedaille mit der Schrift: Jambus Dux Kboraccniit lit AlbanentU,

I)ie Rückseite stellt, Schiffe anf dein Meere vor. In .lohn KvelynsNumiimata, a dUcouru <>f mtdak tte, p. 147 ist eine Abbildung dieserDenkmünze. Der Verfasser kennt den Graveur nicht. Eine zweitemit 0. ii. /'. bezeichnete Medaille gibt das Bildniss des ErzbfsohofsWilhelm Snncroft von Gantcrbury, und auf dem Rovers sieben Medaillonsenglischer Bischöfe 1688.

2783. Giovanni Antonio Bresclano oder da Brescla, Maler undCi 1 ' B" F Kupferstecher, welcher am 1503 1612 thätig war, wird

■ in l , 'renz(d's Catalog der Kunstsammlung des Baron vonlliuiiohr No. 8196 als der Verfertiget- einer Zeichnung erklärt, weloboden Herkules vorstellt, wie er den marathonischen Stier auf derSchulter tragt. Diese Zeichnung ist mit der Feder und in Bitter sehr

breit behandelt, und Kreuzcl zahlt sie zu den Merkwürdigkeiten dergenannten Sammlung. Unten rechts steht ('•". H". /<'. II. 11 Z. 4 L,Hr. 7 Z. 6 H. G. A. Bresclano hat dieselbe Vorstellung von der Gegen-seite, aber in kleinerem Fortnato in Kupfer gestochen. Auffallendbleibt, aber die Signatur, (reiche wir indessen nicht in Kaesimilc gebenkonnten. Anf seineu Kupferstiches steht n>. A. B, oder i<>. an. iix., under wird auf Zeichnungen nicht, davon abgewichen soyn. l''reuzel hatwahrscheinlich auf v. U.iimohr's Autorität hin geurtheilt, und somitmtiss nun die Zeichnung für Arbeit des (J. A. liresciano gelten. Wirglauben indessen nicht., dnss derselbe ein so eminenter Zeichner war,Indem er sich an NTantegna, A. Dürer und Marc Anton hielt. SeineKupferstiche sind sehr verschieden, Indem man ohne Monogramm daseine oder das andere Blatt ihm gar nicht, zuschreiben würde.

2784. Gottfried Bernhard Götz, Maler, Radirerund Schabkünstler,

5 7K Q r K''b- zu Welehrnd in Mähren 17(18, gest. zu Augsburg'J/'^ c ' 17ßb. Einet der tüchtigsten und geistreichsten Meisterin der Zeit, des Verfalls der Kunst, machte er durch seine Gemäldein Qel und Kroseo Kpoche, und Kaiser Oftrl VI. ernannte ihn zumHofmaler, da, er dessen liildniss in Dobensgrüsse gemalt und in Schab*inaniei' ausgeführt hatte. Kr war auch der erste, welcher Kupferstichein Goliathen druckte. Die Kaiserin Maria, Theresia beschenkte ihn fürihr liildniss in dieser Art mit einer goldenen Medaille. Seine ISlättersind sehr zahlreich, und in allen Manieren ausgeführt. Im Verlagevon liergmuller, Mortui und Probst erschienen rndirl.o und geschabteBKtter, und darunter sind solche mit, Knudvorziet ungen im Grotteu-gcschmnckc, welche liir die Kunsfindustrie nicht Ohne Interesse sind.Zu seinen schönsten li.adirungon gehören die lilättor mit den zwölfAposteln, dann dem Heilande, und der heil. Jungfrau, fol. In einerFolge Stellte er allegorisch die Tugenden, in einer anderen die Lastervor, fol. Auf verschiedeneu Blatten kommen die Initialen des Namensvor. In den letzteren Jahren hatte Götz in Augsburg innen Kunst-verlag. Di» Angaben Ober den Geburtsort und das Todesjahr desKünstlers sind in den früheren Werken ungenau.

2785. Bernardin Gessarl, Buchhändler von Neapel, wählte eine

Vignette, welche jener des Gahriel Giolito de' Ferrari nachge-bildet ist, Letzterer war um isfio in Venedig thätig, und be-zeichnete sein meisterhaft geschnittenes Symbol mit den Buch-staben 0 0 f, wie an der betreffenden Stelle erwähnt ist. Innerhalb