Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
974
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974 G B. Nr. 2744 — 2745.

zerbrochene Rad, und am Himmel sind schwere Gewitterwolken. NachLepel besteht das Künstlerzoichcn aus 0 mit einem B darin. Daruntervermuthet Brulliot und Heller, Albrecht Dürer II. No. i884, das obigeZeichen. Lepel hält diese Copie für das Original zum grossen Schnittemit Dürer's Zeichen, was sicher falsch ist, indem sie nur 5 Z. hoch,und 3 Z. breit ist. Graf Lepel ist also derjenige, welcher den GeorgBalk zum Leben erweckte. Hätte Ddrer sein angebliches Blatt zumVorbilde genommen , so müsste er älter als jener Meister seyn. Indiesem Falle könnte man aber seine Thätigkoit nicht bis 1561 ausdehnen.Heller, Monogr.-Lcxicon S. 144, schreibt dasselbe Zeichen einemum 1603 zu Lauingeu lebenden Maler und Kupferstecher Goorg Brentclzu, sagt aber nicht, oh es auf einem Gemälde, oder auf einem seinerBlätter vorkomme. Dieser Georg Brentel ist uns nur durch folgondesWerk bekannt: Fabrica et llsu» Cylindri. Das ist: Kurlie und gründlicheBeschreibung, wie man die ('ylinder abtheylen oder au/preissen, und dannnützlich gebrauchen soll. Durch Georg Brentel, Bürger und Mahler inLaugingen. Laugingen 1611 , 4. Er fügte diesem Buche die eigen-händig gestochene Ansicht der Stadt bei, auf welcher aber das obigeMonogramm nicht vorkommt.

2744. J. 6. Buchner, Bildniss- und Gonremalor, übte um 1841—46xK seine Kunst in München, und Hess sich dann in Stuttgart

f#(^V / / 5 nioder. Das gegebene Zeichen findet man auf dem Bildnissedes Architekten Carl Heideloff in Nürnberg. Buchner scheint es selbstauf Stein gezeichnet zu haben.

2745. Georg Basse, Maler, ltadircr und Kupferstecher von Han-nover , machte seine Studien in Dresden , hielt sich dannmehrere Jahre in Italien auf, und fertigte da eine grosseAnzahl von Zeichnungen, welche einen sehr geübten und

(Rf^-iflR geistreichen Künstler verrathen. Besonders schön sindSBjVJSDjxJ 1 seine architektonischen Ansichten in Aquarell, auf welchendas grössere der obigen Zeichen vorkommt. Mehrere Bilder dieser Artsind auch durch lladirungcn bekannt. Sie datiren von 1835 an, derKünstler lebte aber noch 1846 in Italien. Bald darnach wurde er zumHofkupfcrstecher in Hannover ernannt. Die Zahl seiner Blätter istbedeutend , und da sie zu den schönsten Erzeugnissen ihrer Art ge-hören, geben wir hier ein Verzcichniss , da auf vielen zugleich auchirgend eines der obigen Monogramme vorkommt. Zu seinen früherenArbeiten gehören die schönen Hlätter in der Bildcrchronik des säch-sischen Kunstvereins, welche von 1828 an zu Dresden in Heften er-schienen, llusse's Heiträge sind aber späteren Datums, nach Bildernvon 0. Wagner, F. Oehme u. A. geliefert, qu. fol.

1) Der Ghristags-Morgen, nach F. Oehme. In der Bilderchronikdes Dresdncr-Kuustvereins, fol.

2) Seitenthal der Douau oberhalb Wien, nach H. Crola. Für dieBilderchrouik, qu. fol.

3) Der Gewittersturm, nach demselben, und für das erwähnteWerk, qu. fol.

4) Das Grabmal der Scaliger. In der Bilderchronik, fol.

5) Ansicht einer Wendischen Kirche. In der Bilderchronik, fol.8) Ansicht der Brücke zu Perugia, nach 0. Wagner. In der er-wähnton Chronik.

7) Ansicht von Mcrcato Nuovo. In der Bilderchronik, fol.

8) Gegend bei Marino im Albaner Gebirge, nach IL Brandes.Für den Hannoverschen Kunstvorein 1833 radirt, qu. fol.

8) Parthie in Loschwitz bei Dresden 1832 radirt, qu. fol.

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