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2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
966
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966 GAL. Nr. 2709 — 2711.

erinnert an .jenos den Alessandro Casolani I. No. 335, welcher bekannt-lich Zeichnungen für Formschneider geliefert hat. Uns ist nie einBlatt mit dem obigen Monogramme vorgekommen.

2709. Alessandro Algardi, Bildhauer und Architekt, behauptetf\ unter dem Monogramm A L No. 805 eine( l\ S^K* si Stelle, und somit haben wir hier nnr überVjA l l\ CtTT Re " 1 ^ c ' <, ' ,fM1 zu berichten. Das erste gibt

_l \ __/^VO»— l , /j_ J Ohrist, Monograminen-Krklärung S. 93, es

geht aber ans seinem Texte nicht hervor, ob es auf Zeichnungen, oderauf Kupferstichen vorkomme. Höbet, Brulliot und Heller haben esmit einiger Abweichung copirt, keiner aber kennt, irgend ein Blatt mitdiesem Zeichen. Das zweite Monogramm, welches wahrscheinlich ausdem ersten hervorgegangen ist, gibt Orlandi, Tab. E No. 36, und sagt,es stehe auf einer von Francois l'oilly 1633 gestochonen Schlussvignette.Daraus könnte man schlicssen, Algardi habe Zeichnungen mit einemähnlichen Monogramme versehen, welches aber von den genanntenSchriftstellern sicher stark vergrössert ist. Wir können es indessennicht auf das gehörige Mass zurückführen, da uns weder eine Zeich-nung, noch ein Kupferstich mit demselben vorgekommen ist. Ver-kleinert ist das erste Monogramm bei Malpe II. pl. I. No. 38, dochsicher nicht nach dem Originale copirt. Das dritte Zeichen bringtBryan I. p. 15, aber wahrscheinlich noch ungenauer, als seine Vor-gänger. Das Resultat der Untersuchung ist also mager ausgefallen, dadie Autopsie fehlt.

2710. Jean Galloth Nardols, Maler und Radirer, welcher um 1648Cnl Nnr 1 f tnat '8 war - Man findet Radirungen von seiner Hand,

' • /' und darunter ist eine solche mit der Abbreviatur desNamens verschen. Dieses Blatt stellt eine Landschaft mit Wasser undThicrcn vor, qu. fol. Wir kommen unter den Buchstaben /. G. N. F.auf diesen Künstler zurück, und werden das Verzcichniss seiner geist-reichen und seltenen Blätter beifügen.

2711. Anne Louis Girodet Trioson, Historienmaler, geb. zu Mon-targis!767, gest. zu Paris 1824, gehört zu jenen (Joryphäen derfranzösischen Schule, welche von einigen in den Himmel er-hoben, von anderen schnlmässig getadelt wurden, selbst ohne

die wirklichen Verdienste des Meisters gebührend anzuerkennen. DieKunstgeschichte hat aber längst den Standpunkt bezeichnet, von welchemaus seine Werke beurtheilt werden müssen. Girodet steht seinem MeisterDavid gegenüber. Letzterer ist der strenge Republikaner geblieben, Girodetschwebte mit l'eiur im Reiche der Phantasie, und wenn er auchherabsteigen musste zur Wirklichkeit, so blieb ihm immer noch einHauch der Idealität. Man darf aber boi Betrachtung seiner Werke nievergessen, dass er in der Glanzperiode der älteron französischen Schulelebte, und ihm viele Mängel anhängen, welche später leichter getadelt,als früher als solche erkannt wurden. Selbst der strenge David sagtebeim Anblick seines Biblis der Sündrluth, man werde einst kommen,um es zu studieren, wie man Michel Angclo's Werke studiere. Diesswird wahrscheinlich erst nach der zweiten Sündflutb eintreffen, da derZulauf die Passage nicht engt. Uebrigens siegte Girodet mit seinerSündfluth über die Sabinerinnen David's, und sie gehört mit dessenKiidymion zu den Hauptwerken der akademischen Richtung der franzö-sischen Schule. Seine Gemälde können wir aber hier nicht aufzahlen,da im Künstler-Lexicon V. S. 215 ff. die schönsten Bilder und Zeich-nungen genannt sind.