Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
918
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918 FVB. Nr. 2553.

I. Mit den deutlichen Buchstaben FVB, und ohne Retouche.II. Mit den Initialen I V M, doch in der Art, dass man das B noch

erkennt. Israel van Meckenen hatte die Platte retouchirt, aber

die Bauchung des B nicht weggenommen.

52) [P. No. 52] Ein Soldat mit ausgebreiteten Beinen mit dem Degenan der Seite, und fast vom Kücken gesehen, wie er mit beiden Händendie Lanze zum Angriffe auslegt. Das Gegenstück zu obigem Blatte;Durchmesser 3 Z. 2 L.

Brulliot, Table generale p. 468 No. 4, spricht ebenfalls von einemzum Angriffe bereit stehenden Soldaten, gibt aber einen Durchmesservon 2 Z. 11 L. an.

53) [B. No. 38] Ornament mit fünf zum Gebrauche für Goldschmiedegebildeten Blumen. Die eine nimmt die Mitte ein, und die anderensind in den Ecken vertheilt. Unten in der Mitte FVB. H. 3 Z. 6 L.Br. 5 Z 1 L.

I. Mit den deutlich hervortretenden Initialen FVB.

II. Mit den Buchstaben 1VH, unter welchen aber FVB nochdurchblickt. Israel van Meckenen reinigte bei der Retouche dieStelle nicht.

54) [P. No. 55] Ornament mit Blumen und Laubwerk, in welchemvier grosse Blumen und fünf kleinere vorkommen. Ohne Zeichen, nachPassavant aber ganz in der Weise des obigen Blattes, H. 3 Z. 6 L.Br. 4 Z. 10 L.

Israel v. Meckenen hat dieses Blatt copirt, und 1 v M. gezeichnet.

55) Das Laubwerk mit der Eule. Sie tödtet unten einen Vogel,und fünf andere Vögel sind im Schnörkel vertheilt. Unten in der MitteFvB. II. 5 Z. 4 L. Br. 3 Z. 8 L.

I. Mit den deutlichen Buchstaben FvB.

II. Mit den Initialen F V M, aus den früheren Buchstaben herge-stellt. Israel van Meckenen hat nur das B in M umgeändert.Bartsch VI. p. 304 No. 152. Passavant (No. 53) fand auf derBibliothek in Wien und im brittischen Museum Exemplare vor.In der Ottley Collcction p. 58 sind die Initialen Z. Y. M. ange-geben. Von einem Abdruck dieser Art hat Passavant keine Kunde.

56) Laubwerk mit zwei Papageien. Jener rechts hält die rechteKralle in die Höhe, und der in Mitte des Schnörkels zieht die Federndes Schweifes durch den Schnabel. Vier Kakadus sind in den Eckenangebracht. Ohne Bezeichnung. H. 5 Z. 2 L. Br. 3 Z. 8 L.

Dieses Blatt scheint Copie nach M. Schongauer, B. No. 114, zuseyn, und ist ganz in der Weise des F. v. Bocholt behandelt

2553. Friedrich van der Borcht soll nach Brulliot II. No. 888 und

F v B 1 Heller, Monogr.-Lexicon S. 130, ein Gemälde mit einer' ' ' > Bauerngesollschaft F. V. B. gezeichnet haben. Diese Notizr. V. u. J j st jgjjj c a taloge der Gemäldesammlung eines U — Z von1819 entnommen, welchen der Maler und Restauratcur Morgensternin Frankfurt a. M. redigirt hatte. In diesem Cataloge heisst es, dassdas fragliche Gemälde die Vorzüge eines Ostade, Teniers und Brouwervereinige, und das Colorit des Rubens herausleuchte. Unter H—Z istHeinrich Zunz zu vorstehen, welchem die Sammlung gehörte. Bei derAuktion kam das Bild der Bauern als Werk eines unbekannten Meistersin den Besitz des Dr. Campe in Nürnberg. Ein Heinrich van der Borchtist ganz unbekannt, und es wurden die Buchstaben F. v. B. wahr-scheinlich für ihn ohne Grund aufgeschrieben. Nach Morgensternsollte der Künstler zu Anfang des 18. Jahrhunderts gelebt haben. Erwollte auch eine Zeichnung mit F. V. B. von 1725 von ihm kennen.